Medikament

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Medikament (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, n[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ das Medikament die Medikamente
Genitiv des Medikaments
des Medikamentes
der Medikamente
Dativ dem Medikament den Medikamenten
Akkusativ das Medikament die Medikamente
[1] Das Medikament Risperidon

Worttrennung:

Me·di·ka·ment, Plural: Me·di·ka·men·te

Aussprache:

IPA: [medikaˈmɛnt]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Medikament (Info)
Reime: -ɛnt

Bedeutungen:

[1] MedizinPharmazie: ein Arzneimittel, das in bestimmter Dosierung zur Heilung, Vorbeugung oder Linderung einer Krankheit dient

Herkunft:

von dem lateinischen Substantiv medicamentum → laHeilmittel“, „Arznei[1]

Synonyme:

[1] Arznei, Arzneimittel, Heilmittel, Präparat; umgangssprachlich: Medizin, Mittel

Gegenwörter:

[1] Placebo

Oberbegriffe:

[1] Heilmittel

Unterbegriffe:

[1] Abführmittel, ACE-Hemmer, Anabolikum, Antibiotikum, Antidepressivum, Appetitzügler, Beruhigungsmittel, Betablocker, Betäubungsmittel, Blutpräparat, Brechmittel, Diuretikum, Einlauf, Fettblocker, Fieberzäpfchen, Generikum, Hausmittel, Heilsalbe, Heiltrank, Herzmedikament, Hustensaft, Immunmodulator, Kontrastmittel, Kortison, Myrrhe, Nahrungsergänzungsmittel, Nasenspray, Nasentropfen, Naturheilmittel, Nervendämpfungsmittel, Notfallmedikament, Penizillin, Placebo, Psychopharmakon, Rauschgift, Salbe, Schlafmittel, Schmerzmittel, Tablette, Verhütungsmittel, Weihrauch, Wundermittel, Zaubertrank, Zellpräparat, Zytostatikum

Beispiele:

[1] Medikamente dürfen nicht zu hoch dosiert werden.
[1] Rezeptpflichtige Medikamente dürfen von deutschen Verbrauchern nach einem heute veröffentlichten Urteil des Landgerichts Frankfurt am Main auch bei so genannten Internetapotheken bestellt werden.[2]
[1] Ganze OP-Säle mit Operationstischen, Medikamenten und chirurgischen Instrumenten gehören dazu.[3]
[1] Denn der ehemalige Berliner Patient nimmt sein fünf Jahren keine Medikamente gegen HIV mehr.[4]
[1] Dazu gehört auch, dass Medikamente, sogenannte Generika, bei verschärftem Urheberrecht teurer werden könnten.[5]
[1] „Kritiker verweisen darauf, dass Medikamente gezielt und nicht unbewusst mit dem täglichen »Butterbrot« eingenommen werden sollten.“[6]
[1] „Allerdings war das Wissen über die korrekte Anwendung von Antibiotika äußerst lückenhaft: So glauben 65 Prozent, dass Antibiotika gegen Erkältungen und Schnupfen helfen - dabei richten solche Medikamente gegen Viruserkrankungen nichts aus und helfen nur gegen bakterielle Infektionen.“[7]
[1] Es gab ja [im MIttelalter] wenig wirksame Medikamente und deswegen schrieb man sich Bibelsprüche oder kraftvolle Worte auf einen Zettel, hat den Zettel zusammengerollt und dann gekaut und heruntergeschluckt, um sich die Kraft dieser Worte einzuverleiben.[8]

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] ein Medikament einnehmen, ein Medikament verabreichen, ein Medikament verordnen, ein Medikament verschreiben
[1] ein benötigtes Medikament, ein billiges Medikament, ein blutverdünnendes Medikament, ein cholesterinsenkendes Medikament, ein gefälschtes Medikament, ein hochwirksames Medikament, ein homöopathisches Medikament, ein lebensnotwendiges Medikament, ein lebensrettendes Medikament, ein lebenswichtiges Medikament, ein neuartiges Medikament, ein patentgeschütztes Medikament, ein pflanzliches Medikament, ein preiswertes Medikament, ein rezeptfreies Medikament, ein rezeptpflichtiges Medikament, ein schmerzstillendes Medikament, ein teures Medikament, ein umsatzstarkes Medikament, unerschwingliche Medikamente (Lautsprecherbild Audio (Info)), ein unwirksames Medikament, ein verordnetes Medikament, ein verschreibungspflichtiges Medikament, ein wirksames Medikament, ein zugelassenes Medikament

Wortbildungen:

[1] medikamentenabhängig, medikamentensüchtig, medikamentös; Medikamenteninhalation, Medikamentenmissbrauch, Medikamentenschrank, Medikamentenspende, Medikamentenspiegel

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Medikament
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Medikament
[1] Duden online „Medikament
[1] canoo.net „[1]
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonMedikament
[1] The Free Dictionary „Medikament

Quellen:

  1. Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das große Fremdwörterbuch. Herkunft und Bedeutung der Fremdwörter. 4. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-04164-0, Seite 862.
  2. Wikinews-Artikel „Internetapotheken: Versand rezeptpflichtiger Medikamente legal“.
  3. Catalina Schröder: Operation unter freiem Himmel. Ärzte ohne Grenzen. In: Zeit Online. Nummer 24/2012, 16. Juni 2012, ISSN 0044-2070 (URL, abgerufen am 20. Juni 2012).
  4. Hartmut Wewetzer: Forscher zweifeln an einmaliger Aids-Heilung. HIV. In: Zeit Online. 13. Juni 2012, ISSN 0044-2070 (URL, abgerufen am 20. Juni 2012).
  5. Sidney Gennies: Anti-Acta-Demos ziehen nur Hunderte an. Urheberrecht. In: Zeit Online. 10. Juni 2012, ISSN 0044-2070 (URL, abgerufen am 20. Juni 2012).
  6. wissen.de – Bildwörterbuch „Lebensmittel- und Biotechnologie: Mehr als Käse und Bier
  7. joe: Multiresistente Keime: WHO-Umfrage enthüllt gewaltige Wissenslücken. DER SPIEGEL, 16. November 2015, archiviert vom Original am 16. November 2015 abgerufen am 19. Januar 2016 (HTML, Deutsch).
  8. Reformation in Serie: Luthers Thesen - neu gelesen (2). Der Arzt und Kabarettist Eckart von Hirschhausen, die Historikerin Katharina Kunter und der Mechanikermeister Martin Luther kommentieren Martin Luthers zweite These. In: Deutschlandradio. 20. Juni 2017 (Deutschlandfunk/Köln, Sendung: Tag für Tag, URL, abgerufen am 20. Juni 2017).