Brack

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Brack (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, n[Bearbeiten]

Singular Plural 1 Plural 2
Nominativ das Brack die Bracken die Bracks
Genitiv des Bracks
des Brackes
der Bracken der Bracks
Dativ dem Brack den Bracken den Bracks
Akkusativ das Brack die Bracken die Bracks
[1] zum Naturschutzgebiet Borghorster Elblandschaft gehörendes Borghorster Brack in Hamburg-Altengamme; Aufnahme vom 27. Juli 2012

Nebenformen:

Brake

Worttrennung:

Brack, Plural 1: Bra·cken, Plural 2: Bracks

Aussprache:

IPA: [bʀak]
Hörbeispiele:
Reime: -ak

Bedeutungen:

[1] kleiner See oder Tümpel, der durch das Fluten einer tiefen Auskolkung aufgrund eines Deichbruchs (während einer Sturmflut) entstanden ist
[2] Tümpel, der sich aus Brackwasser gebildet hat
[3] ein durch Begradigung des Flusses abgetrennter Arm mit stehendem Wasser

Herkunft:

Entlehnung aus niederdeutschem Brack → nds[1]

Synonyme:

[1] Kolk/Kulk, Wehl/Wehle
[3] Altwasser

Oberbegriffe:

[1] Stillgewässer

Unterbegriffe:

[1] Hydronyme: Borghorster Brack, Callabrack, Carlsbrack, Großes Brack, Hohenwischer Brack, Papenbrack

Beispiele:

[1] „Bracks, bei Deichbruch entstandene Teiche, stehen im Mittelpunkt einer 40 Kilometer langen, ökologischen Stadtrundfahrt durch Vierlanden, die der ADFC am morgigen Sonntag veranstaltet.“[2]
[1] „Aufgrund des hohen Grundwasserspiegels würde sich die Fläche mit Wasser füllen und ein künstliches Brack entstehen. Günther Jelonnek ist der Initiator dieses Projekts und meint: ‚Mit der Elbtalaue, dem künstlichen Brack und dem Rudower See hätte die Stadt einen richtigen Wasserkomplex.[…]‘“[3]
[1] „An den Bruchstellen wurden von der Gewalt des Wassers und des Eises tiefe Kuhlen, sogenannte Bracks, ausgespült, die bis zu zehn Meter und mehr tief waren.“[4]
[1] „Bei der katastrophalen Sturmflut im Jahre 1962 wurde das parkähnliche Gelände mit am stärksten überflutet. Kleine Seen und Teiche, so genannte ‚Bracks‘, blieben als Hinterlassenschaft zurück.“[5]
[1] „Das brachte auch den örtlichen Angelverein auf die Palme, da die Mitglieder bei der Ausweisung des Schutzgebiets an der Elbe eisern um das Brack gekämpft hatten.“[6]
[2] „[…] führte die Spur als Schnürspur über ein zugefrorenes Brack[…]“[7]
[2] „Alfons Lehmann von der Planungsbehörde und Hans Elbing lassen sich die nächsten Bauschritte erläutern, fragen nach, hören auch, dass gestern neun Schlammpeitzger (stark gefährdeter Süßwasserfisch) innerhalb eines Bracks umgesiedelt wurden und man behutsam eine Krebsschere (seltene Wasserpflanzenart) umgesetzt hat.“[8]
[3] „Andrea Schmidt vom Umweltzentrum Elbe in Bleckede verweist auf ausgedehnte Vordeichflächen, die regelmäßig überschwemmen, Bracks, Altarme und Flutrinnen.“[9]
[3] „Allein 150 Vogelarten fühlen sich in diesem Mix aus Grünland, alten Flussarmen, Bracks, Deichen und Dünen heimisch.“[10]

Wortbildungen:

brackig
Brackwasser

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Brack
[*] canoo.net „Brack
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonBrack
[1] Duden online „Brack
[2, 3] Wissenschaftlicher Rat und die Mitarbeiter der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das große Wörterbuch der deutschen Sprache. In sechs Bänden. 1. Auflage. 1. Band A–Ci, Dudenverlag, Mannheim/Wien/Zürich 1976, ISBN 3-411-01355-9, DNB 770507301, Stichwort »Brack«, Seite 423.
[2] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das große Wörterbuch der deutschen Sprache. In zehn Bänden. 3., völlig neu bearbeitete und erweiterte Auflage. 2. Band Bedi–Eink, Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 1999, ISBN 3-411-04753-4, DNB 96540790X, Stichwort »Brack«, Seite 649.

Quellen:

  1. Wikipedia-Artikel „Brack“ (Stabilversion)
  2. Stadtflucht. In: taz.die tageszeitung. 12. Juli 2003, ISSN 0931-9085, Seite 28 (Ausgabe Hamburg).
  3. Archäologen reden ein Wörtchen mit. In: Schweriner Volkszeitung. 12. Februar 2005, Seite 18.
  4. Hagenow: Vor 150 Jahren brach der Deich. In: Schweriner Volkszeitung. 2. März 2005, Seite 19.
  5. In 80 Gärten um die Welt. In: General-Anzeiger. 6. Januar 2006, Seite 09.
  6. Wogen am Sannes Brack wieder geglättet: Ärger wegen Sandablagerung in Angelgewässer beigelegt. Kompromiss gefunden. In: Märkische Allgemeine. 2. Februar 2007.
  7. Das Tier. Die internationale Illustrierte für Tier, Mensch und Natur. Heft 10, Bern/Stuttgart 1971, Seite 57. Zitiert nach Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das große Wörterbuch der deutschen Sprache. In zehn Bänden. 3., völlig neu bearbeitete und erweiterte Auflage. 2. Band Bedi–Eink, Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 1999, ISBN 3-411-04753-4, DNB 96540790X, Stichwort »Brack«, Seite 649 und Wissenschaftlicher Rat und die Mitarbeiter der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das große Wörterbuch der deutschen Sprache. In sechs Bänden. 1. Auflage. 1. Band A–Ci, Dudenverlag, Mannheim/Wien/Zürich 1976, ISBN 3-411-01355-9, DNB 770507301, Stichwort »Brack«, Seite 423.
  8. Hagenow: Hochwasserschutz an der Elbe fast komplett. In: Schweriner Volkszeitung. 13. August 2008, Seite 19.
  9. Eva Firzlaff: 1.000 Kilometer am Ufer entlang. In: taz.die tageszeitung. 12. Oktober 2002, ISSN 0931-9085, Seite 20 (Ausgabe Berlin).
  10. Museum, Kirche, Schloss. In: Leipziger-Volkszeitung. 15. November 2003, Seite 2.
  11. Plattmakers-Wöörbook „Brack
  12. Van Dale Onlinewoordenboek: „wiel

Substantiv, n, m[Bearbeiten]

Singular 1 Singular 2 Plural
Nominativ das Brack der Brack die Bracke
Genitiv des Bracks
des Brackes
des Bracks
des Brackes
der Bracke
Dativ dem Brack dem Brack den Bracken
Akkusativ das Brack den Brack die Bracke

Worttrennung:

Brack, Plural: Bra·cke

Aussprache:

IPA: [bʀak]
Hörbeispiele:
Reime: -ak

Bedeutungen:

[1] regional (norddeutsch[1]), fachsprachlich (Kaufmannssprache[2][3]): Produkt, Werkstoff, Werkstück, Ware, das/die fehlerhaft und minderwertig ist und deshalb aussortiert wird

Herkunft:

Das seit dem 14. Jahrhundert[4][2][3] bezeugte Wort wurde aus dem Niederdeutschen[2][3] entlehnt und ist zunächst als Wort des norddeutschen Handels belegt[4] (vergleiche niederdeutsches brack → ndsminderwertig, schlecht[2][3], bracken → ndsaussondern, prüfen[5] und Bracker → ndsWarenprüfer[5]). Bei dem Wort handelt es sich um eine Lautvariante zu Wrack.[4][1]

Synonyme:

[1] mitteldeutsch: Mosch[5]
[1] obersächsisch: Schruz[5]
[1] oberdeutsch: Bafel, Pofel[5]

Sinnverwandte Wörter:

[1] Ausschuss, Ausschussware, Aussonderung, Ramsch, Schund

Beispiele:

[1]

Wortbildungen:

Brackware

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Brack“.
[1] Wilfried Seibicke: Duden, Wie sagt man anderswo? Landschaftliche Unterschiede im deutschen Sprachgebrauch. 2., neu bearbeitete und erweiterte Auflage. Bibliographisches Institut, Mannheim/Wien/Zürich 1983, ISBN 3-411-01978-6, Stichwort »Ausschuß«, Seite 41.
[1] Heinz Küpper: Illustriertes Lexikon der deutschen Umgangssprache in 8 Bänden. 2. Band Blau–Faul, Klett, Stuttgart 1983, ISBN 3-12-570120-1, DNB 830485171, Stichwort »Brack«, Seite 468.
[1] Heinz Küpper: Wörterbuch der deutschen Umgangssprache. In: Digitale Bibliothek. 1. Auflage. 36, Directmedia Publishing, Berlin 2006, ISBN 3-89853-436-7, Stichwort »Brack«.
[1] Renate Wahrig-Burfeind: Brockhaus Wahrig Deutsches Wörterbuch. Mit einem Lexikon der Sprachlehre. In: Digitale Bibliothek. 9., vollständig neu bearbeitete und aktualisierte Auflage. wissenmedia in der inmedia ONE GmbH, Gütersloh/München 2012, ISBN 978-3-577-07595-4 (CD-ROM-Ausgabe), Stichwort »Brack«.

Quellen:

  1. 1,0 1,1 Renate Wahrig-Burfeind: Brockhaus Wahrig Deutsches Wörterbuch. Mit einem Lexikon der Sprachlehre. In: Digitale Bibliothek. 9., vollständig neu bearbeitete und aktualisierte Auflage. wissenmedia in der inmedia ONE GmbH, Gütersloh/München 2012, ISBN 978-3-577-07595-4 (CD-ROM-Ausgabe), Stichwort »Brack«.
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 Heinz Küpper: Illustriertes Lexikon der deutschen Umgangssprache in 8 Bänden. 2. Band Blau–Faul, Klett, Stuttgart 1983, ISBN 3-12-570120-1, DNB 830485171, Stichwort »Brack«, Seite 468.
  3. 3,0 3,1 3,2 3,3 Heinz Küpper: Wörterbuch der deutschen Umgangssprache. In: Digitale Bibliothek. 1. Auflage. 36, Directmedia Publishing, Berlin 2006, ISBN 3-89853-436-7, Stichwort »Brack«.
  4. 4,0 4,1 4,2 Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742, Stichwort »Brack«, Seite 144.
  5. 5,0 5,1 5,2 5,3 5,4 Wilfried Seibicke: Duden, Wie sagt man anderswo? Landschaftliche Unterschiede im deutschen Sprachgebrauch. 2., neu bearbeitete und erweiterte Auflage. Bibliographisches Institut, Mannheim/Wien/Zürich 1983, ISBN 3-411-01978-6, Stichwort »Ausschuß«, Seite 41.

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular Plural 1 Plural 2
Nominativ der Brack die Bracks die Bracke
Genitiv des Bracks
des Brackes
der Bracks der Bracke
Dativ dem Brack den Bracks den Bracken
Akkusativ den Brack die Bracks die Bracke

Alternative Schreibweisen:

Brak

Worttrennung:

Brack, Plural 1: Bracks, Plural 2: Bra·cke

Aussprache:

IPA: [bʀak]
Hörbeispiele:
Reime: -ak

Bedeutungen:

[1] zumeist abwertend: Hund (Canis lupus familiaris), Köter

Herkunft:

Das Wort ist aus dem gleichbedeutend afrikaansem brak → af[1] entlehnt[2], das ‚basterhond‘ bedeuted und eine abwertende Bezeichnung für den Hund ist[1]. Dieses geht wiederum auf das niederländische brak → nljachthond‘ zurück, das im Mittelniederländischenhond‘, ‚jachthond‘ und ‚speurhond‘ bedeutete[3] und sich etymologisch vergleichen lässt mit deutschem BrackeSpürhund[4].

Synonyme:

[1] Hund, Haushund, bester Freund des Menschen, vierbeiniger Freund
[1] abwertend: Köter
[1] umgangssprachlich: Tebe, Teffe
[1] umgangssprachlich, besonders norddeutsch abwertend: Töle
[1] umgangssprachlich norddeutsch: Hundehund
[1] umgangssprachlich abwertend: Sauhund, Scheißhund
[1] kindersprachlich: Wauwau
[1] sondersprachlich: (Kundensprache) Beißer; (Gaunersprache) Kailoff/Keiloff

Sinnverwandte Wörter:

[1] umgangssprachlich: Beller, Bello, Bettvorleger, Etagentiger, Fixköter, Flohbeutel, Flohkutsche, Flohtaxi, Handfeger, Hilfshund, Kalb, Kilo Putzwolle, Klosettbürste, Moppelpinscher, mopsgedackelter Windhund, mopsgedackelter Windhundpinscher, Nobelhund, Pferd, Prachtkerl, Putzi, Radauflöte, Rattler, Rollmops, Scherenschleifer, Selbstgestrickter, Staatshund, Straßenkehrer, Strippenrenner, Struppi, Stubenfeger, visitenkarte, Wadenbeißer, Wohlstandshund, Wollknäuel
[1] umgangssprachlich scherzhaft oder abwertend: Promenadenmischung
[1] umgangssprachlich abwertend: Hundevieh/Hundsvieh/Hundsviech, Hundsköter, Kläffer
[1] umgangssprachlich ostoberdeutsch (bairisch): Zamperl
[1] umgangssprachlich österreichisch: Wutzerl

Oberbegriffe:

[1] Lebewesen, Tier, Säugetier, Haustier, Vierbeiner

Beispiele:

[1] „Wenn der bleddie Brack noch einmal die fokken Beester rumjagt, goi ich den mit ’ner Klippe vrek.“[5]
standarddeutsch: Wenn der verfluchte Köter noch einmal das verdammte Vieh aufscheucht, werfe ich den mit ’nem Stein tot.
[1] „Jong[,] wenn diese Bracks immer die ganze Nacht kläffen, das macht mich so spüls!!“[6]
standarddeutsch: Mensch, wenn diese Hunde immer die ganze Nacht kläffen, das macht mich so sauer/wütend!!
[1] „Ob der bleddy Brack das schafft, is ’ne andere Frage.“[7]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Joe Pütz: Das grosse Dickschenärie. Dickschenärie I & II Kommbeind Riekonndischend Gemoddifeid und Gesuhpt. 1. Auflage. Peters Antiques, Swakopmund 2001, ISBN 978-9-991-65046-3, Stichwort »Brack«, Seite 31.
[1] Eric Sell: Esisallesoreidt. NAM-släng – Deutsch, Deutsch – NAM-släng. EeS Records Namibia, Windhoek 2008, ISBN 99945-68-208 (formal falsche ISBN!), Seite 162.

Quellen:

  1. 1,0 1,1 F.F. Odendal, R.H. Gouws; Laetitia Botha, Irène Wasserfall (Herausgeber): HAT, Verklarende Handwoordeboek van die Afrikaanse Taal. Pearson Education South Africa, Kaapstad 2005, ISBN 978-1-86891-243-8, Seite 120 (Zitiert nach Google Books).
  2. Joe Pütz: Das grosse Dickschenärie. Dickschenärie I & II Kommbeind Riekonndischend Gemoddifeid und Gesuhpt. 1. Auflage. Peters Antiques, Swakopmund 2001, ISBN 978-9-991-65046-3, Stichwort »Brack«, Seite 31.
  3. etymologiebank.nl (Datenbank niederländischer und afrikaanser etymologischer Wörterbücher): „brak2
  4. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742, Stichwort »Bracke«, Seite 144.
  5. Nach Joe Pütz: Das grosse Dickschenärie. Dickschenärie I & II Kommbeind Riekonndischend Gemoddifeid und Gesuhpt. 1. Auflage. Peters Antiques, Swakopmund 2001, ISBN 978-9-991-65046-3, Stichwort »Brack«, Seite 31.
    Der Originalsatz lautet: „Wenn der bleddie Brack (verfluchte Köter) noch einmal die fokken Behster rumjagt, choi (werfe) ich den mit ner Klippe (Stein) freck (tot).“
  6. Nach Joe Pütz: Das grosse Dickschenärie. Dickschenärie I & II Kommbeind Riekonndischend Gemoddifeid und Gesuhpt. 1. Auflage. Peters Antiques, Swakopmund 2001, ISBN 978-9-991-65046-3, Stichwort »schpülls«, Seite 124 (Beispielsatz).
    Der Originalsatz lautet: „Jong wenn diese Bracks (Hunde) immer die ganze Nacht kläffen, das macht mich so SCHPÜLLS!!“
  7. Getier im Gedränge. In: Allgemeine Zeitung Online (Windhoek, Namibia). 21. Oktober 2004, ISSN 1560-9421 (URL, abgerufen am 21. Juli 2015).

Substantiv, n[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ das Brack die Bracke
Genitiv des Bracks
des Brackes
der Bracke
Dativ dem Brack den Bracken
Akkusativ das Brack die Bracke

Alternative Schreibweisen:

Brak

Worttrennung:

Brack, Plural: Bra·cke

Aussprache:

IPA: [bʀak]
Hörbeispiele:
Reime: -ak

Bedeutungen:

[1] Stelle, wo aus Gestein Salz austritt, das, als lebensnotwendiger Bestandteil der Nahrung, von Wild oder Vieh geleckt wird
[2] das unter [1] beschriebene Salz selbst

Herkunft:

Das Wort ist aus dem gleichbedeutend afrikaansem brak → af[1] entlehnt[2]. Dieses geht wiederum auf das niederländische brak → nlzout‘ zurück.[3]

Synonyme:

[1] Lecke, Salzlecke
[2] Salz

Oberbegriffe:

[1] Stelle
[2] Mineral

Beispiele:

[1] „Fanggruben wurden auf Wechseln ausgehoben, auf denen Wild zum Wasser, zum Brack, durch Engpässe oder auf Lichtungen im Dickbusch wechselte.“[4]
[2] „Der ganze Boden ist ebenfalls voll Brack, so daß man wie auf gefrorenem Schnee geht.“[5]
[2] „Ihre Wurzeln stecken im Brackboden oder wie hier am Südstrand direkt im Ufersand, mit Meerwasser getränkt. Die nehmen die bitter-salzige Feuchtigkeit auf und schwitzen Brack aus.“[6]
[2] „Die Brasilianer, so sagt mir Meister Liebenberg aus dem Küstenort, benutzen das resistente Prosopisholz in nasser Meeresnähe, weil es Brack und Witterung standhalte.“[7]

Wortbildungen:

brackig
bracken
Brackboden, Brackbusch, Brackstelle

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Julius Steinhardt: Vom wehrhaften Riesen und seinem Reiche. Alster-Verlag, Hamburg 1920, Stichpunkt »9)«, Seite 206 (Google Books).
[2] August Remmets, ‎H.-J. Rust, ‎Alwin Kemna: Briefe aus Südwestafrika. Erlebnisberichte und Gedanken aus der Kalahari, im Einsatz beim Bahnbau und zum Diamantenfund, Eindrücke von der Heimfahrt über Süd- und Ostafrika. Namibia Wissenschaftliche Gesellschaft, Windhoek [1996], ISBN 99916-40-00-2, Seite 90 (Google Books).

Quellen:

  1. F.F. Odendal, R.H. Gouws; Laetitia Botha, Irène Wasserfall (Herausgeber): HAT, Verklarende Handwoordeboek van die Afrikaanse Taal. Pearson Education South Africa, Kaapstad 2005, ISBN 978-1-86891-243-8, Seite 120 (Zitiert nach Google Books).
  2. Herbert Carl Nöckler: Sprachmischung in Südwestafrika. In: Institut für Auslandsbeziehungen (Herausgeber): Schriftenreihe des Instituts für Auslandsbeziehungen in Stuttgart. Wissenschaftlich-publizistische Reihe. 5. Band, Max Hueber Verlag, München 1963, DNB 453597661, Stichwort »bracken«, Seite 49.
  3. etymologiebank.nl (Datenbank niederländischer und afrikaanser etymologischer Wörterbücher): „brak1
  4. Klaus A. Hess, Klaus J. Becker (Herausgeber): Vom Schutzgebiet bis Namibia 2000. Hess, Göttingen/Windhoek ©2002, ISBN 3-933117-23-2 (Göttingen), ISBN 99916-57-02-9 (Windhoek), Seite 397 (Zitiert nach Google Books).
  5. August Remmets, ‎H.-J. Rust, ‎Alwin Kemna: Briefe aus Südwestafrika. Erlebnisberichte und Gedanken aus der Kalahari, im Einsatz beim Bahnbau und zum Diamantenfund, Eindrücke von der Heimfahrt über Süd- und Ostafrika. Namibia Wissenschaftliche Gesellschaft, Windhoek [1996], ISBN 99916-40-00-2, Seite 90 (Zitiert nach Google Books).
  6. Knirschend und salzig am Südstrand. In: Allgemeine Zeitung Online (Windhoek, Namibia). 6. Mai 2010, ISSN 1560-9421 (URL, abgerufen am 21. Juli 2015).
  7. Unter lila Kuppeln und Hitzewölkchen in den Sommer. In: Allgemeine Zeitung Online (Windhoek, Namibia). 16. Oktober 2014, ISSN 1560-9421 (URL, abgerufen am 21. Juli 2015).

Ähnliche Wörter (Deutsch):

ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen:
Levenshtein-Abstand von 1: Bracke, prack, Wrack