bilden

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bilden (Deutsch)[Bearbeiten]

Verb[Bearbeiten]

Person Wortform
Präsens ich bilde
du bildest
er, sie, es bildet
Präteritum ich bildete
Konjunktiv II ich bildete
Imperativ Singular bilde!
Plural bildet!
Perfekt Partizip II Hilfsverb
gebildet haben
Alle weiteren Formen: Flexion:bilden

Worttrennung:

bil·den, Präteritum: bil·de·te, Partizip II: ge·bil·det

Aussprache:

IPA: [ˈbɪldən], Präteritum: [ˈbɪldətə], Partizip II: [ɡəˈbɪldət]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild bilden (Info)
Reime: -ɪldn̩

Bedeutungen:

[1] mit Akkusativ: etwas formen, gestalten
[2] ohne und mit Akkusativ: eines Menschen Wissen, Moral, Denkweise oder handwerkliche Fähigkeiten verbessern

Herkunft:

althochdeutsch: bilidōn, abgeleitet von bilidi = Bild, mit der ursprünglichen Bedeutung: abbilden, wörtlicher „ein Bild schaffen“; mittelhochdeutsch: bilden[1][2]

Sinnverwandte Wörter:

[1] aufbauen, formen, gestalten, herstellen, konstruieren, schaffen
[2] erziehen, formen, schulen

Gegenwörter:

[1] auflösen, beendigen, zerbrechen, zerstören
[2] indoktrinieren, verdummen

Unterbegriffe:

[1] abbilden, nachbilden, umbilden, zurückbilden
[2] ausbilden, einbilden, weiterbilden, verbilden

Beispiele:

[1] Fasst euch an den Händen, wir bilden einen Kreis.
[1] Damals bildeten wir eine außerparlamentarische Gruppe.
[1] Zusammen bilden wir ein starkes Gegengewicht und man wird uns zuhören müssen.
[1] „Beim Eindringen artfremden Eiweißes (Antigene) in das Blut werden in Plasmazellen des Knochenmarks und im lymphatischen Gewebe hochspezifische Abwehrstoffe (Antitoxine, Antikörper) gebildet und in das Blut abgegeben.“[3]
[2] Lesen bildet.
[2] Sich zu bilden hat seine Vorteile.

Redewendungen:

die bildende Kunst

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] eine Gruppe, Fraktion, Gemeinschaft, Partei bilden; eine Grundlage bilden, einen Schwerpunkt bilden, eine Regierung bilden, eine Einheit bilden, einen Kern bilden, ein Gegengewicht bilden, eine Basis bilden, eine Ausnahme bilden

Wortbildungen:

Bild, Bildung

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „bilden
[1, 2] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „bilden
[1, 2] canoo.net „bilden
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikonbilden
[1] Goethe-Wörterbuch „bilden

Quellen:

  1. Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das Herkunftswörterbuch. Etymologie der deutschen Sprache. In: Der Duden in zwölf Bänden. 4. Auflage. Band 7, Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2006, ISBN 978-3-411-04074-2, Seite 95
  2. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742 Seite 123
  3. wissen.de – Lexikon „Blut

Ähnliche Wörter (Deutsch):

ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen: Bilder
Anagramme: Blinde