Leuchtkäfer

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Leuchtkäfer (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ der Leuchtkäfer die Leuchtkäfer
Genitiv des Leuchtkäfers der Leuchtkäfer
Dativ dem Leuchtkäfer den Leuchtkäfern
Akkusativ den Leuchtkäfer die Leuchtkäfer
[1] Licht ausstrahlender Leuchtkäfer (Lampyris noctiluca)

Worttrennung:

Leucht·kä·fer, Plural: Leucht·kä·fer

Aussprache:

IPA: [ˈlɔɪ̯çtˌkɛːfɐ] ~ [ˈlɔɪ̯çtˌkeːfɐ]
Hörbeispiele:

Bedeutungen:

[1] Zoologie, speziell Entomologie: (in zahlreichen Arten vor allem in wärmeren Weltregionen verkommender) Käfer, der durch Oxidation von Luciferin kaltes Licht in seinen Leuchtorganen erzeugen kann, die sich auf der Bauchseite des Hinterleibs befinden und innerartlich der gegenseitigen Kommunikation dienen (Lampyridae)

Herkunft:

Possessivkompositum aus dem Stamm des Verbs leuchten und des Substantivs Käfer

Synonyme:

[1] umgangssprachlich: Glühwürmchen
[1] norddeutsch: Glimmraupe, Glimmwurm
[1] bundesdeutsch landschaftlich: Glühfünkel, Glühkäfer, Glühwurm, Johannisfünkchen, Johanniskäfer, Johannisvögelchen, Johanniswürmchen, Zündkäfer, Zündwürmlein
[1] österreichisch mundartlich: Sonnwendkäfer
[1] Brasilien (Rio Grande do Sul): Feuerkäfer, Gehansfünkchen/Hansfünkchen, Gehansfunke/Hansfunke, Gehansfünkel/Hansfünkel, Lichterkäfer/Lichtkäfer, Lichttierchen, Weihnachtslichtchen
[1] USA (Pennsylvaniadeutsch): Feuervogel
[1] veraltet: Feuerwurm, Leuchtwurm

Oberbegriffe:

[1] Insekt, Käfer, Weichkäfer

Unterbegriffe:

[1] in Mitteleuropa vorkommende Arten: Kleiner Leuchtkäfer (Lamprohiza splendidula), Großer Leuchtkäfer (Lampyris noctiluca), Kurzflügel-Leuchtkäfer (Phosphaenus hemipterus)

Beispiele:

[1] „Wunderbar herrlich ſind in dunkler Nacht die Millionen Leuchtkäfer, die ſich bis in die höchſten Spitzen der Bäume erheben und zwiſchen Blättern und Geſträuchen wie hellſchimmernde Sternchen glänzen.“[1]
[1] „Nichts regte ſich in den Bäumen, und nur Leuchtkäfer ſchwirrten durch die Luft.“[2]
[1] „Die größere, seltenere Art leuchtet so stark, daß der Schein eines einzigen, an der Wand eines Bohio sitzenden Leuchtkäfers eine Lampe vortäuscht.“[3]
[1] „Es wetterleuchtete jede Nacht, unsere einzige Abendunterhaltung, Palenque besitzt einen Dieselmotor, der elektrischen Strom erzeugt, aber um 21.00 Uhr abgestellt wird, so daß man plötzlich in der Finsternis des Dschungels hing und nur noch das Wetterleuchten sah, bläulich wie Quarzlampenlicht, dazu die roten Leuchtkäfer, später Mond, schleimig, Sterne sah man nicht, dazu war es zu dunstig …“[4]
[1] „Leuchtkäfer sind auf allen Kontinenten mit Ausnahme der Antarktis zu finden.“[5]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Leuchtkäfer
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Leuchtkäfer
[*] canoo.net „Leuchtkäfer
[*] Online-Wortschatz-Informationssystem Deutsch – elexiko „Leuchtkäfer
[1] The Free Dictionary „Leuchtkäfer
[1] Duden online „Leuchtkäfer
[1] wissen.de – Wörterbuch „Leuchtkäfer
[1] PONS – Deutsche Rechtschreibung „Leuchtkäfer
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonLeuchtkäfer
[1] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Leuchtkäfer“.
[1] Renate Wahrig-Burfeind: Brockhaus Wahrig Deutsches Wörterbuch. Mit einem Lexikon der Sprachlehre. In: Digitale Bibliothek. 9., vollständig neu bearbeitete und aktualisierte Auflage. wissenmedia in der inmedia ONE GmbH, Gütersloh/München 2012, ISBN 978-3-577-07595-4 (CD-ROM-Ausgabe), Stichwort »Leuchtkäfer«.
[1] Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. Das umfassende Bedeutungswörterbuch der deutschen Gegenwartssprache. 8., überarbeitete und erweiterte Auflage. Dudenverlag, Berlin 2015, ISBN 978-3-411-05508-1, Stichwort »Leuchtkäfer«, Seite 1124.

Quellen:

  1. Ida Pfeiffer: Eine Frauenfahrt um die Welt. Reiſe von Wien nach Braſilien, Chili, Otahaiti, China, Oſt- Indien, Perſien und Kleinaſien. 1. Auflage. Erſter Band, Verlag von Carl Gerold, Wien 1850, Seite 65 (Zitiert nach Deutsches Textarchiv).
  2. Theodor Fontane: Irrungen, Wirrungen. Roman. 1. Auflage. Verlag von F. W. Steffens, Leipzig 1888, Seite 43–44 (Zitiert nach Deutsches Textarchiv).
  3. Othenio Abel: Amerikafahrt. Eindrücke, Beobachtungen und Studien eines Naturforschers auf einer Reise nach Nordamerika and Westindien. Verlag von Gustav Fischer, Jena 1926, Seite 151 (Zitiert nach Google Books).
  4. Max Frisch: Homo faber. Ein Bericht. 161.–180. Tausend, Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 1966, Seite 46 (Erstveröffentlichung 1957).
  5. Wikipedia-Artikel „Leuchtkäfer
  6. 6,0 6,1 Mundartnahe Umschrift nach Leonhard Bauer, unter Mitwirkung von Anton Spitaler (Herausgeber): Deutsch-arabisches Wörterbuch der Umgangssprache in Palästina und im Libanon. Wörterbuch der arabischen Umgangssprache. Deutsch - Arabisch. 2., erweiterte und verbesserte Auflage. Otto Harrassowitz, Wiesbaden 1957, DNB 450262200, Stichwort »Glühwurm«, Seite 140.
  7. 7,0 7,1 7,2 Cléo Vilson Altenhofen: Hunsrückisch in Rio Grande do Sul. Ein Beitrag zur Beschreibung einer deutschbrasilianischen Dialektvarietät im Kontakt mit dem Portugiesischen. Steiner, Stuttgart 1996, ISBN 3-515-06776-0, DNB 946457603, Seite 288.