Dreifaltigkeit

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Neue Bedeutung 2 ebenfalls ohne Referenz oder (Zitat-)Beleg - Master of Contributions (Diskussion) 20:52, 8. Jun. 2014 (MESZ)

Dreifaltigkeit (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, f[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ die Dreifaltigkeit
Genitiv der Dreifaltigkeit
Dativ der Dreifaltigkeit
Akkusativ die Dreifaltigkeit

Worttrennung:

Drei·fal·tig·keit, kein Plural

Aussprache:

IPA: [dʀaɪ̯ˈfaltɪçˌkaɪ̯t]
Hörbeispiele: —
Reime: -altɪçkaɪ̯t

Bedeutungen:

[1] die geschlossene Dreieinigkeit von etwas; 3 Falten (Fakten) oder auch drei gleichberechtigte Dinge
[2] die Spaltung in 3 Teil; ein ganzes Stück, das zwar geteilt, jedoch weiterhin als Ganzes und als untrennbar gilt
[3] Religion, Christentum: Dogma der Wesenseinheit von Gottvater, Jesus Christus und dem Heiligen Geist

Herkunft:

[1] mittelhochdeutsch drīvaltecheit, zu: drīvalt(ec), siehe fältig [1]
[1] lateinisch triplicitas von triplex, eigentlich: das, was dreimal gefaltet ist [2]
[3] von mittelhochdeutsch drīvaltecheit, zu: drīvalt(ec)[3], althochdeutsch thrifalt („dreifaltig“, „dreifach“ (8. Jahrhundert)). „Beide Substantive“ - gemeint sind die Substantive „Dreieinigkeit“ und „Dreifaltigkeit“ - „sind Übersetzungen für den kirchenlateinischen Terminus trinitas → la, die „Trinität““[4] und für das spätantike, frühmittelalterliche, lateinische triplicitas → la.[5]

Synonyme:

[3] Dreieinigkeit, Trinität

Gegenwörter:

[1] Fünffaltigkeit, Hundertfaltigkeit, Vierfaltigkeit
[1] Dual, Duo, Pentode
[2] Segment, Stück
[1-3] Einfaltigkeit, Zweifaltigkeit

Oberbegriffe:

[1] Vielfaltigkeit
[2] Theologie, Gott

Unterbegriffe:

[1] Dreifarbigkeit, Dreilagigkeit, Dreipoligkeit, Dreistöckigkeit
[1] Dreierstecker, Dreiklang, Trio, Triode, Trippel
[2] Drittel

Beispiele:

[1] „Dreieinigkeit drückt diesen Begriff durch Verschmelzung der Zahlen drei und eins schlechthin aus, während Dreifaltigkeit (lat. triplicitas von triplex, eig. das, was dreimal gefaltet ist) denselben Begriff zugleich durch ein Bild (das Bild einer dreifaltigen Schnur) zu malen sucht.“ [6]
[1] „Vater, Mutter, Kind - die traditionelle Dreifaltigkeit der deutschen Familie soll nicht angetastet werden.“[7]
[1] „Die Trilogie scheint ohnehin ein Muss zu sein. Sie ist die Dreifaltigkeit des Fantasy-Romans, etwas heiliges.“[8]
[1] „Wer also nach den zukünftigen Führern, den Rettern Deutschlands Ausschau hält, der muß nach Leuten suchen, die jener Dreifaltigkeit wenigstens in einigen Wesenszügen ähnlich sind, denn nur jene Drei kannten den Schlüssel zum innersten Herzen der Deutschen.“ [9]
[1] „Die Katastrophe, die zunächst als Erdbeben von Tohoku bezeichnet wird, wird dann in drei gravierende Ereignisse aufgetrennt, die aber als eine Art Dreifaltigkeit dargestellt werden: ein Erdbeben, ein Tsunami und ein AKW-GaU.“ [10]
[3] „Bei den Schreibern des Neuen Testaments gibt es keine formale Lehre von der Dreifaltigkeit, wenn das die ausdrückliche Lehre bedeutet, dass es in einem Gott drei einander gleiche göttliche Personen gibt.“[11]
[3] „Wir bekennen nicht drei Götter, sondern einen einzigen Gott in drei Personen: die „wesensgleiche Dreifaltigkeit“ (2. K. v. Konstantinopel 553: DS 421).“ [12]
[3] „Aus der Zeit des Neubaus stammt auch die Darstellung der Dreifaltigkeit im Hochaltar, die man heute aufgrund des eigentlichen Verbots durch das Konzil von Trient (1545-1563) nur noch sehr selten zu sehen bekommt.“[13]

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] bayerische, traditionelle Dreifaltigkeit
[2] geteilte Dreifaltigkeit
[3] göttliche, heilige Dreifaltigkeit

Wortbildungen:

[1] Dreifaltigkeitsblume, Dreifaltigkeitsring, Dreifaltigkeitssalz, Dreifaltigkeitssonntag, Dreifaltigkeitsthaler
[3] Dreifaltigkeitsfest, Dreifaltigkeitsgruppe, Dreifaltigkeitskapelle, Dreifaltigkeitskirche, Dreifaltigkeitslehre, Dreifaltigkeitstheologie

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[3] Wikipedia-Artikel „Dreifaltigkeit
[3] Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm „Dreifaltigkeit
[3] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Dreifaltigkeit
[3] canoo.net „Dreifaltigkeit
[3] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonDreifaltigkeit
[3] The Free Dictionary „Dreifaltigkeit
[3] Duden online „Dreifaltigkeit
[3] Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 3-11-017474-X, DNB 965491013, Eintrag „Dreifaltigkeit“ (dort definiert als: „Einheit der drei göttlichen Personen“)
[3] Dieter Götz, Günther Haensch, Hans Wellmann (Herausgeber): Langenscheidts Großwörterbuch Deutsch als Fremdsprache. Neubearbeitung 2008 Auflage. Langenscheidt, Berlin und München 2008, ISBN 978-3-468-49037-8, DNB 985569123, Seite 278, Eintrag „Dreifaltigkeit“ (dort definiert als „(nach der christlichen Lehre) die Einheit von Gott Vater, Gott Sohn (Christus) und dem Heiligen Geist, die zusammen Gott sind“ und den Synonymangaben „Dreieinigkeit“, „Trinität“)
[3] Brockhaus-Enzyklopädie in vierundzwanzig Bänden. Neunzehnte, völlig neu bearbeitete Auflage. Fünfter Band: COT–DR, F.A. Brockhaus GmbH, Mannheim 1988, ISBN 3-7653-1105-7, DNB 871466635, Seite 664, Artikel „Dreifaltigkeit“, mit Verweis auf den Artikel „Trinität“. Die Angaben im synonymen Artikel „Trinität, die Dreieinigkeit, die Dreifaltigkeit“ geben den Inhalt „der im Christentum geglaubten Dreiheit der Personen in Gott (Vater, Sohn und Heiliger Geist) wieder.“
[3] Walter Kasper et al. (Herausgeber): Lexikon für Theologie und Kirche. In 11 Bänden. 3. (Sonderausgabe) Auflage. Herder, Freiburg 2009, Band 3, Seite 368, Eintrag „Dreieinigkeit, Dreifaltigkeit“ mit Verweis auf den Artikel „Trinität“. Die Angaben im synonymen Artikel „Trinität“ (Band 10, Artikel „Trinität“, Seite 219 ff.) belegen die Verwendung des Begriffs „Dreifaltigkeit“ historisch wie theologie- und dogmengeschichtlich im angegebenen Sinn.

Quellen:

  1. Drei­fal­tig­keit www.duden.de, abgerufen am 7. Juni 2014
  2. 379. Dreieinigkeit 1). Dreifaltigkeit 2). www.textlog.de, abgerufen am 7. Juni 2014
  3. Drei­fal­tig­keit www.duden.de, abgerufen am 7. Juni 2014
  4. nach: Wolfgang Pfeifer et al.: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. 8. Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2005, ISBN 3-423-32511-9, Seite 242, Eintrag „drei“, Untereintrag „Dreifaltigkeit“
  5. siehe: Johann August Eberhard: Synomisches Handwörterbuch der deutschen Sprache, 1910, Artikel „Dreieinigkeit, Dreifaltigkeit“
  6. 379. Dreieinigkeit 1). Dreifaltigkeit 2). www.textlog.de, abgerufen am 7. Juni 2014
  7. Bayerische Dreifaltigkeit www.spiegel.de, abgerufen am 7. Juni 2014
  8. Fantasy-Serien und die heilige Dreifaltigkeit www.literaturtipps.de, abgerufen am 7. Juni 2014
  9. Gert Steiner - Die Deutsche Dreifaltigkeit ww.j-k-fischer-verlag.de, abgerufen am 7. Juni 2014
  10. Dreifaltigkeit in Japan: Erdbeben, Tsunami, AKW-GaU rolftodesco.wordpress.com, abgerufen am 7. Juni 2014
  11. Sind Heilige der Letzten Tage keine Christen de.fairmormon.org, abgerufen am 7. Juni 2014
  12. Das Dogma der heiligsten Dreifaltigkeit kath-zdw.ch, abgerufen am 7. Juni 2014
  13. Filialkirche Hl. Dreifaltigkeit www.chiemsee-alpenland.de, abgerufen am 7. Juni 2014