wer

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des Jahres 2012 das Wort der Woche.

wer (Deutsch)[Bearbeiten]

Interrogativpronomen[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ wer
Genitiv wessen (wes)
Dativ wem
Akkusativ wen

Anmerkung:

Das Pronomen wer wird nur für Personen verwendet, bei anderen Lebewesen, Gegenständen und Abstrakta wird hingegen was verwendet.

Worttrennung:

wer, Genitiv: wes·sen, Dativ: wem, Akkusativ: wen

Aussprache:

IPA: [veːɐ̯], Genitiv: [ˈvɛsn̩], Dativ: [veːm], Akkusativ: [veːn]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild wer‎ (Info), Genitiv: —, Dativ: —, Akkusativ:
Reime: -eːɐ̯

Bedeutungen:

[1] in direkten Fragen: fragt nach einer Person oder mehreren Personen
[2] in indirekten Fragen: fragt nach einer Person oder mehreren Personen
[3] in Ausrufen, rhetorischen Fragen: fragt nach einer Person oder mehreren Personen, ohne eine Antwort zu erwarten

Herkunft:

Erbwort aus dem mittelhochdeutschen wer → gmh, das seinerseits von dem althochdeutschen hwer → goh (ab dem 9. Jahrhundert zunehmend wer → goh), das den e-Vokal aus dem Genitiv (h)wes übernommen hat – wahrscheinlich in Analogie zu dem Pronomen er; etymologisch verwandt mit altsächsisch hwe → osx und hwie → osx, mittelniederdeutsch we → gml, wi → gml und wie → gml, mittelniederländisch wie → dum (niederländisch wie → nl), altenglisch hwa → ang (neuenglisch who → en) und gotisch ƕas → got sowie außergermanisch mit altindisch  (ka-) → sa und litauisch kas → lt; siehe auch was[1]

Beispiele:

[1] Wer hat an der Uhr gedreht?
[1] Wessen Uhr ist das?
[1] Wem kann ich die Leitung anvertrauen?
[1] Wen möchten Sie gerne sprechen?
[2] Weißt du, wer das war?
[2] Ich weiß nicht, wessen Telefonnummer das ist.
[2] Können Sie mir sagen, wem dieser Hut gehört?
[3] Wer hat das nicht schon einmal gedacht!

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „wer
[1] Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „wer
[1–3] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „wer
[*] canoo.net „wer
[1, 2] The Free Dictionary „wer
[1–3] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. 6. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-05506-7, Seite 1918.

Quellen:

  1. Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „wer


Relativpronomen[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ wer
Genitiv wessen (wes)
Dativ wem
Akkusativ wen

Worttrennung:

wer

Aussprache:

IPA: [veːɐ̯]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild wer‎ (Info)
Reime: -eːɐ̯

Bedeutungen:

[1] verallgemeinernd: derjenige, der; diejenige, die

Beispiele:

[1] Wer etwas nicht verstanden hat, kann jederzeit nachfragen.
[1] Wem man etwas ausleiht, zu dem sollte man Vertrauen haben.
[1] Wes Brot ich ess, des Lied ich sing.

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „wer
[1] canoo.net „wer
[1] The Free Dictionary „wer
[1] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. 6. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-05506-7, Seite 1918.

Indefinitpronomen[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ wer
Genitiv wessen
Dativ wem
Akkusativ wen

Worttrennung:

wer

Aussprache:

IPA: [veːɐ̯]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild wer‎ (Info)
Reime: -eːɐ̯

Bedeutungen:

[1] umgangssprachlich: irgendjemand
[2] umgangssprachlich: jemand Besonderes, jemand von Bedeutung, jemand Erfolgreiches

Synonyme:

[1] einer, irgendeiner, irgendjemand, irgendwer, jemand

Beispiele:

[1] Ist da wer?
[1] Ich glaube, da ist wer an der Tür.
[1] Sie dachte, dass sie wen gehört hätte.
[1] „Jedes Mal, wenn ich wieder zurückgekommen bin zu meiner Familie und in mein Dorf, habe ich das Gefühl gehabt, es umarmt mich wer.[1]
[2] In seiner Heimatstadt ist er wer.
[2] Sie wollte immer wer sein.

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1, 2] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „wer
[*] canoo.net „wer
[1] The Free Dictionary „wer
[1, 2] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. 6. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-05506-7, Seite 1918.

Quellen:

  1. Mein Dorf – Siegfried Rauch über Untersöchering. In: MUH. Nummer 12, Winter 2013/2014, Seite 61.

Ähnliche Wörter (Deutsch):

ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen: war, wir
Homophone: wehr, Wehr