Berliner

Aus Wiktionary, dem freien Wörterbuch
Wechseln zu: Navigation, Suche

Berliner (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Kasus Singular Plural
Nominativ der Berliner die Berliner
Genitiv des Berliners der Berliner
Dativ dem Berliner den Berlinern
Akkusativ den Berliner die Berliner
[2] links ein Berliner im Ganzen, rechts ein aufgeschnittenes Exemplar

Worttrennung:

Ber·li·ner, Plural: Ber·li·ner

Aussprache:

IPA: [bɛʁˈliːnɐ], obersächsisch-thüringisch: [bɛʁˈliːnɔʁ]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Berliner (Info) Plural: Lautsprecherbild Berliner (Info)
Reime: -iːnɐ

Bedeutungen:

[1] ein Einwohner, Bewohner der Stadt Berlin, eine in Berlin geborene Person
[2] nordwestdeutsch, westmitteldeutsch und süddeutsch: für ein in Fett ausgebackenes, mit Zuckerguss, Zucker oder Puderzucker bestreutes und mit Marmelade oder Konfitüre gefülltes, rundes Hefegebäck

Herkunft:

zusammengesetzt aus Substantiv Berlin und Suffix -er [2]; das Gebäck wurde ursprünglich um 1765 als „Berliner Pfannkuchen“ erstmals in Berlin hergestellt, a) regional verkürzt zu Berliner und b) regional verkürzt zu Pfannkuchen [2]; ergänzend dazu: am Ende des 19. Jahrhunderts sind in vielen überregional ausgerichteten Kochbüchern Rezepte für die Zubereitung von Berliner Pfannkuchen enthalten, im „Neuen Bürgerlichen Kochbuch“ von Hedwig Albrecht (1896 in Dresden verlegt) wird sogar nach Berliner Art das Rezept nur mit „Pfannkuchen“ überschrieben[1]

Synonyme:

[1] Spree-Athener, abwertend, regional: Bulette
[2] Pfannkuchen [2], Krapfen, siehe auch: Deutschsprachige Küchenbegriffe nach Regionen

Gegenwörter:

[1] Beispiele für Antonymie im weiteren Sinne: Wiener [1]
[1] Nichtberliner, Nicht-Berliner

Weibliche Wortformen:

[1] Berlinerin

Oberbegriffe:

[1] Deutscher, Europäer, Städter
[2] Hefegebäck, Gebäck

Beispiele:

[1, 2] Der geborene Berliner sagt Pfannkuchen zum gebackenen Berliner.


Übersetzungen[Bearbeiten]

? Referenzen und weiterführende Informationen:

[1, 2] Wikipedia-Artikel „Berliner
[1, 2] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion unter der Leitung von Günther Drosdowski (Hrsg.): Brockhaus-Enzyklopädie. Neunzehnte, völlig neu bearbeitete Auflage. Band 26: Deutsches Wörterbuch I, A–GLUB, F.A. Brockhaus GmbH, Mannheim 1995, ISBN 3-7653-1126-X, DNB 943161819, Seite 483, Artikel „Berliner“

Quellen:

  1. Wikipedia


Adjektiv[Bearbeiten]

Positiv Komparativ Superlativ
Berliner

Veraltete Schreibweisen:

berliner

Worttrennung:

Ber·li·ner, keine Steigerung

Aussprache:

IPA: [bɛʁˈliːnɐ], obersächsisch-thüringisch: [bɛʁˈliːnɔʁ]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Berliner (Info)
Reime: -iːnɐ

Bedeutungen:

[1] zu Berlin [1] bis [34], sich auf diesen Ort beziehend, in der Art und Weise dieses Ortes, aus Berlin kommend, stammend, Berlin betreffend, zu Berlin gehörend

Sinnverwandte Wörter:

[1] berlinerisch, berlinisch

Beispiele:

[1] Im Jahr 1989 fiel die Berliner Mauer.
[1] Ein typisches Beispiel für mehrfache Berliner Straßennamen ist „Berliner Straße“.
[1] „Ein Kernproblem der Berliner Lehrerschaft lässt sich jedoch nicht lösen: Die Kollegien sind überaltert, das Durchschnittsalter liegt bei über 50 Jahren.“[1]

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] Berliner Mauer, Berliner Pfannkuchen, Berliner Luft

Wortbildungen:

[1] Berliner Bär, Berliner Blau, Berliner Kind, Berliner Luft, Berliner Mauer, Berliner Pflanze, Berliner Testament, Berliner Weiße, Berliner Weiße mit Schuss, Berliner Zimmer


Übersetzungen[Bearbeiten]

? Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Berliner
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Berliner
[1] canoo.net „Berliner
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonBerliner

Quellen:

  1. Florentine Anders/Joachim Fahrun: Dauerkranke Lehrer werden zum Problem für Berliner Schulen. In: Berliner Morgenpost. 29. Juli 2012, Seite 1