Schatz

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Schatz (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ der Schatz die Schätze
Genitiv des Schatzes der Schätze
Dativ dem Schatz
dem Schatze
den Schätzen
Akkusativ den Schatz die Schätze

Worttrennung:

Schatz, Plural: Schät·ze

Aussprache:

IPA: [ʃaʦ]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Schatz (Info)
Reime: -aʦ

Bedeutungen:

[1] verborgene Sammlung von Gegenständen aus Edelmetall oder Edelsteinen
[2] gesammelte wertvolle Dinge des privaten Vermögens
[3] Reichtümer eines Gebietes
[4] Kulturgut einer menschlichen Gruppe
[5] geliebter Mensch
[6] (pl. finanztechn.:) Schuldverschreibungen
[7] (juristisch:) Fundsache mit nicht ermittelbarem Eigentümer

Herkunft:

mittelhochdeutsch scha(t)z, althochdeutsch scaz „Geld, Vermögen, Vieh“, germanisch *skatta- „Besitz, Vieh“. Das Wort ist seit dem 8. Jahrhundert belegt.[1]

Synonyme:

[1, 2] Besitz, Bestand, Geld, Gut, Kapital, Kostbarkeit, Mittel, Vermögen
[5] Liebling, siehe dazu auch: WikiSaurus:Kosewort & Kosename

Verkleinerungsformen:

[5] Schätzchen, Schatzi

Oberbegriffe:

[1] Wert

Unterbegriffe:

[1] Goldschatz, Münzschatz, Nazi-Schatz, Piratenschatz, Silberschatz
[2] Brautschatz, Kirchenschatz, Kronschatz, Kunstschatz
[3] Bodenschatz
[4] Anekdotenschatz, Dokumentenschatz, Liederschatz, Sprachschatz, Wortschatz, Zitatenschatz

Beispiele:

[1] Manch ein Seeräuber hat einen Schatz vergraben und nicht wieder gefunden.
[1] „Im Hafen liegt eine Kriegsflotte vor Anker, und der Herrscher der Dänen empfängt hier erfolgreiche Wikinger, die mit Schätzen beladen von Kriegsfahrten zurückkehren.“[2]
[1] „Schwer mit den Schätzen des Orients beladen / ziehet ein Schifflein am Horizont dahin. …“ – Volkslied[3]
[2] Ein altes Buch kann ein echter Schatz sein.
[3] Südafrikas Schatz sind Diamantenminen.
[4] Viele Völker hüten ihr Brauchtum als einen besonderen Schatz.
[5] Das Kind ist ein richtiger Schatz.
[7] Der Münzfund erwies sich als sehr alter Schatz.

Redewendungen:

[1] Schätze sammeln, einen Schatz heben
[5] zur Sache, Schätzchen!

Wortbildungen:

Substantive:
[1] Schatzamt, Schatzfund, Schatzgräber, Schatzhaus, Schatzinsel, Schatzkammer, Schatzkanzler, Schatzkarte, Schatzkiste, Schatzmeister, Schatzsuche, Schatztruhe
[2] Schatzkästchen
[6] Schatzanweisung
Verben: [1] brandschatzen, schatzen, schätzen

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Schatz
[1, 5] Wikipedia-Artikel „Schatz (Begriffsklärung)
[2, 3, 5] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Schatz
[*] canoo.net „Schatz
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonSchatz
[1–5] The Free Dictionary „Schatz
[2–7] Duden online „Schatz

Quellen:

  1. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742, Stichwort: „Schatz“, Seite 795.
  2. Joachim Telgenbüscher: Haithabu. Metropole zwischen den Meeren. In: GeoEpoche: Die Wikinger. Nummer Heft 53, 2012, Seite 82-97, Zitat Seite 97.
  3. Schwer mit den Schätzen des Orients beladen. ingeb.org, abgerufen am 22. Februar 2016 (HTML, Deutsch).

Substantiv, m, f, Nachname[Bearbeiten]

Singular m Singular f Plural 1 Plural 2
Nominativ der Schatz
(Schatz)
die Schatz
(Schatz)
die Schatz
die Schatzes
die Schatzens
Genitiv des Schatz
des Schatz’
(Schatz’)
der Schatz
(Schatz)
der Schatz
der Schatzes
der Schatzens
Dativ dem Schatz
(Schatz)
der Schatz
(Schatz)
den Schatz
den Schatzes
den Schatzens
Akkusativ den Schatz
(Schatz)
die Schatz
(Schatz)
die Schatz
die Schatzes
die Schatzens
siehe auch: Grammatik der deutschen Namen

Anmerkung:

Der mündliche, umgangssprachliche Gebrauch des Artikels bei Nachnamen ist nicht einheitlich. Norddeutsch gebraucht man tendenziell keinen Artikel, mitteldeutsch ist der Gebrauch uneinheitlich, in süddeutschen, österreichischen und schweizerischen Idiomen wird der Artikel tendenziell gebraucht.
Für den Fall des Artikelgebrauches gilt: der „Schatz“ – für männliche Einzelpersonen, die „Schatz“ im Singular – für weibliche Einzelpersonen; ein und/oder eine „Schatz“ für einen und/oder eine Angehörige aus der Familie „Schatz“ und/oder der Gruppe der Namenträger. Die im Plural gilt für die Familie und/oder alle Namenträger gleichen Namens. Der schriftliche, standardsprachliche Gebrauch bei Nachnamen ist prinzipiell ohne Artikel.

Worttrennung:

Schatz, Plural: Schat·zes

Aussprache:

IPA: []
Hörbeispiele: —

Bedeutungen:

[1] Familienname

Bekannte Namensträger: (Links führen zur Wikipedia)

[1] Hans-Jürgen Schatz

Beispiele:

[1] Herr Schatz ist letztens Vater geworden.
[1] Frau Schatz wurde zur neuen Bürgermeisterin gewählt.
[1] Bei den Schatzes wird Wert auf Sauberkeit gelegt.

Übersetzungen[Bearbeiten]

 

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Schatz (Familienname)
[1] „Schatz“ bei Geogen Onlinedienst
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonSchatz

Ähnliche Wörter (Deutsch):

ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen: Schutz, Schmatz, Schwatz