Titel

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Titel (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ der Titel die Titel
Genitiv des Titels der Titel
Dativ dem Titel den Titeln
Akkusativ den Titel die Titel

Worttrennung:

Ti·tel, Plural: Ti·tel

Aussprache:

IPA: [ˈtiːtl̩], [ˈtɪtl̩], Plural: [ˈtiːtl̩], [ˈtɪtl̩]
Hörbeispiele: —, Plural:
Reime: -iːtl̩, -ɪtl̩

Bedeutungen:

[1] die Überschrift eines Textes beziehungsweise der Name eines Buches
[2] eine Auszeichnung einer Person
[3] Recht: Grundlage und Voraussetzung für die Zwangsvollstreckung durch die Justiz, insbesondere ein Urteil
[4] oft im Sport: Sieg in einem Wettbewerb

Herkunft:

mittelhochdeutsch „tit(t)el“, althochdeutsch „titul, titulo“. Das Wort ist seit dem 8. Jahrhundert belegt.[1]. Aus lateinisch titulus → la und mit unbekannter Herkunft.[2]

Synonyme:

[1] Überschrift, Schlagzeile

Unterbegriffe:

[1] Buchtitel, Originaltitel, Untertitel, Zwischentitel
[2] Doktortitel, Ehrentitel
[3] Kompetenztitel, Rechtstitel, Vollstreckungstitel
[4] Meistertitel, Misstitel, Olympiatitel, Weltmeisterschaftstitel

Beispiele:

[1] Der Titel eines Buchs von Stefan Zweig lautet: „Schachnovelle“.
[2] Sie können gerne auf den Titel verzichten, Herr Schmidt reicht.
[3] „Als allgemeine Vollstreckungsvoraussetzungen werden Titel, Klausel und Zustellung bezeichnet.“[3]
[4] Alle gehen davon aus, dass Sven Löven seinen Titel im Herbst verteidigen wird.

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] ein Titel erscheint, einen Titel herausgeben
programmatischer Titel, bezeichnender Titel, vakanter Titel, beziehungsreicher Titel, treffender Titel, irreführender Titel
[2] einen Titel tragen
[3] einen Titel beantragen
[4] einen Titel gewinnen, den Titel verteidigen, um den Titel kämpfen

Wortbildungen:

Substantive: Titelanwärter, Titelaspirant, Titelblatt, Titelkampf, Titelmelodie, Titelmusik, Titelseite, Titelträger, Titelverteidiger, Titelverteidigung
Verben: titeln, titulieren

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1–4] Wikipedia-Artikel „Titel
[1–3] Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Titel
[1–4] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Titel
[1, 2] canoo.net „Titel
[1–3] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonTitel
[1–4] The Free Dictionary „Titel
[1–4] Duden online „Titel

Quellen:

  1. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742, Stichwort: „Titel“, Seite 981.
  2. Online Etymology Dictionary
  3. Rolf Lackmann: Zwangsvollstreckungsrecht mit Grundzügen des Insolvenzrechts. 5. Auflage. München. 2001. Zweiter Abschnitt. Vor § 6. S 15.

Ähnliche Wörter (Deutsch):

ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen: Titer, Titte