Mannschaft

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Mannschaft (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, f[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ die Mannschaft

die Mannschaften

Genitiv der Mannschaft

der Mannschaften

Dativ der Mannschaft

den Mannschaften

Akkusativ die Mannschaft

die Mannschaften

[1] Mannschaft an Deck
[4] Mannschaft des SK Sturm Graz

Worttrennung:

Mann·schaft, Plural: Mann·schaf·ten

Aussprache:

IPA: [ˈmanʃaft]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Mannschaft (Info)
Reime: -anʃaft

Bedeutungen:

[1] Seefahrt: Besatzung eines Schiffes
[2] Militär: Soldaten einer militärischen Einheit
[3] Mitglieder einer ähnlich dem Militär gegliederten Organisation, zum Beispiel der Feuerwehr, aber auch weiter gefasst salopp für: Arbeitsteam
[4] Sport: Gruppe von Sportlern im gemeinsamen Wettstreit mit einer anderen Gruppe

Herkunft:

mittelhochdeutsch „manschaft“, belegt seit dem 13. Jahrhundert.[1] Strukturell: Ableitung vom Substantiv Mann mit dem Derivatem (Ableitungsmorphem) -schaft

Sinnverwandte Wörter:

[1] Besatzung, Crew
[2] Rekruten
[2, 3] Einheit, Trupp, Truppe
[4] Gruppe, Riege, Staffel, Team

Gegenwörter:

[1] Passagiere
[2] Material
[3] Mitglieder
[4] Einzelkämpfer

Oberbegriffe:

[3] Organisation, Verein

Unterbegriffe:

[1–3] Wachmannschaft
[1] Decksmannschaft, Schiffsmannschaft
[2] Geschützmannschaft
[3] Rettungsmannschaft, Suchmannschaft
[4] Amateurmannschaft, Auswärtsmannschaft, Damenmannschaft, Davispokalmannschaft, Fahrstuhlmannschaft, Footballmannschaft, Frauenmannschaft, Fußballmannschaft, Gastmannschaft, Gegenmannschaft, Gewinnermannschaft, Handballmannschaft, Herrenmannschaft, Jugendmannschaft, Nachwuchsmannschaft, Nationalmannschaft, Olympiamannschaft, Profimannschaft, Siegermannschaft, Spielmannschaft, Spitzenmannschaft, Turniermannschaft, Umschaltspielmannschaft, Verlierermannschaft, Volleyballmannschaft

Beispiele:

[1] Einer von der Mannschaft blieb immer an Bord.
[1] „Sie ließen die Diligent komplett überholen und heuerten eine Mannschaft an, welche die Waren für die erste Fahrt nach Martinique an Bord verstaute; das Ganze nahm beinahe neun Monate in Anspruch.“[2]
[1] „Von wankelmütigen Herrschern beauftragt, von einer unzuverlässigen Mannschaft begleitet, begab er sich auf unabsehbare Zeit unter unvorhersehbaren Gefahren auf eine Reise jenseits der Grenzen der bekannten Welt, um auf unsicheren Wegen ein erhofftes Ziel zu erreichen.“[3]
[2] Die beiden Mannschaften hatten Aufstellung genommen.
[2] Noch gehört er zur Mannschaft, aber eigentlich wäre er gerne Offizier.
[3] Die Mannschaft war gut eingespielt und so war das Feuer rasch gelöscht.
[3] Die ganze Mannschaft hier hat sich wirklich viel Mühe gegeben, die Räumlichkeiten für den festlichen Anlass zu schmücken.
[4] Der Kapitän versuchte den Schiedsrichter zu überzeugen, dass das Mitglied seiner Mannschaft keinen Regelverstoß begangen hätte - sondern, dass es ein Unfall gewesen sei.

Redewendungen:

vor versammelter Mannschaft

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] Mannschaft an Deck, an Bord
[4] vollzählige Mannschaft, routinierte Mannschaft, die Mannschaft von Kapitän X

Wortbildungen:

[1] Mannschaftsraum, Mannschaftsverpflegung
[2] Mannschaftsgrad
[4] Mannschaftsarzt, Mannschaftsbetreuer, Mannschaftsbus, Mannschaftshotel, Mannschaftskapitän, Mannschaftsleistung, Mannschaftsquartier, Mannschaftsspiel, Mannschaftssport, Mannschaftssportart, Mannschaftstraining, Mannschaftsverfolgung, Mannschaftswertung, Mannschaftswettbewerb

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1, 2, 4] Wikipedia-Artikel „Mannschaft
[*] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Mannschaft
[1–4] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Mannschaft
[1–3] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalMannschaft

Quellen:

  1. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742, Stichwort: „Mannschaft“, Seite 597.
  2. Robert Harms: Das Sklavenschiff. Eine Reise in die Welt des Sklavenhandels. C. Bertelsmann Verlag, ohne Ort 2004, ISBN 3-570-00277-2, Seite 124. Kursiv gedruckt: Diligent.
  3. Siegbert A. Warwitz: Sinnsuche im Wagnis. Leben in wachsenden Ringen. Erklärungsmodelle für grenzüberschreitendes Verhalten.. Schneider, Baltmannsweiler 2016, ISBN 978-3-8340-1620-1, Seite 52.