Schicksal

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Schicksal (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, n[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ das Schicksal die Schicksale
Genitiv des Schicksals der Schicksale
Dativ dem Schicksal
dem Schicksale
den Schicksalen
Akkusativ das Schicksal die Schicksale

Worttrennung:

Schick·sal, Plural: Schick·sa·le

Aussprache:

IPA: [ˈʃɪkˌzaːl], Plural: [ˈʃɪkˌzaːlə]
Hörbeispiele: —, Plural:

Bedeutungen:

[1] kein Plural: die höhere Macht, welche die Zukunft der/eines Menschen beliebig beeinflusst und lenkt
[2] eine vermeintliche, sich auf eine oder mehrere Personen beziehende Folge des Schicksals [1]

Herkunft:

im 16. Jahrhundert von niederdeutsch/niederländisch „schicksel“ übernommen; Form „Schicksal“ 18. Jahrhundert.[1][2]

Synonyme:

[1] Bestimmung, Fügung, Los, Vorsehung

Beispiele:

[1] „Das Schicksal mischt die Karten und wir spielen.“[3]
[1] „Das Schicksal ist launisch und grausam.“[4]
[2] Die traurigen Schicksale dieser armen Menschen berührten sie sehr.
[2] „In Rückblenden erfahren wir vom Schicksal des Helden, der es zu Hause, beim spießbürgerlichen Vater vor allem, nicht mehr aushielt und hinauszog in die Welt.“[5]

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] Fatalismus, Ironie des Schicksals, sich dem Schicksal beugen / fügen, vom Schicksal bestimmt / gelenkt / zusammengeführt
[2] sein Schicksal akzeptieren, herausfordern; sein Schicksal selbst in die Hand nehmen; tragisches Schicksal

Wortbildungen:

Schicksalsgefährte, Schicksalsgefährtin, Schicksalsglaube, schicksalhaft, Schicksalsschlag

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1, 2] Wikipedia-Artikel „Schicksal
[1, 2] Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm „Schicksal
[1, 2] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Schicksal
[*] canoo.net „Schicksal
[1, 2] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonSchicksal
[1, 2] The Free Dictionary „Schicksal

Quellen:

  1. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742, Stichwort: „Schicksal“, Seite 801.
  2. Wolfgang Pfeifer [Leitung]: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. 2. durchgesehene und erweiterte Auflage Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1993, ISBN 3-423-03358-4, Stichwort „schicken“
  3. Arthur Schopenhauer
  4. Noël Balen: Billie Holiday. Die Seele des Blues. Scherz, Bern 2002 (französisches Original 2000), ISBN -, Seite 34.
  5. Christof Hamann, Alexander Honold: Kilimandscharo. Die deutsche Geschichte eines afrikanischen Berges. Klaus Wagenbach Verlag, Berlin 2011, ISBN 978-3-8031-3634-3, Seite 127.