Heide
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[Bearbeiten] Heide (Deutsch)
[Bearbeiten] Substantiv, m
| Kasus | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | der Heide | die Heiden |
| Genitiv | des Heiden | der Heiden |
| Dativ | dem Heiden | den Heiden |
| Akkusativ | den Heiden | die Heiden |
Silbentrennung: Hei·de, Plural: Hei·den
Aussprache:
- IPA: ['haɪ̯də], Plural: ['haɪ̯dən]
- Hörbeispiele: —, Plural: —
Bedeutungen:
- [1] Ungläubiger
- [2] Anhänger einer polytheistischen Religion (aus Sicht einiger Monotheisten)
- [3] biblisch: Nichtjude, Nichtchrist
Abkürzungen:
Herkunft:
- Die Etymologie des Begriffs ist unklar. Die gotischen Bildungen heiþna, haiþina und ihre innergermanischen Verwandten werden als sehr alte Bildungen eingestuft (Jan de Vries: Altnordisches Etymologisches Wörterbuch. Leiden 1977 zum Lemma „heiðinn“) Früher wurde das Wort als Lehnsübersetzung zu paganus betrachtet. Dieses Wort ist aber erst in der zweiten Hälfte des 4. Jahrhunderts aufgekommen, als das Suffix -ina nicht mehr verwendet wurde. Zur angenommenen Zeit der Entstehung des Wortes „Heiðinn“ als „Heide“ wurde im Lateinischen aber das Wort „gentiles“ für „Heiden“ verwendet. Der Indogermanist Schulze knüpfte an das armenische Wort „hethanos“ (Lehnwort aus dem Griechische [[ἔθνος], siehe August Fick und Hjalmar Falk: Wörterbuch der Indogermanischen Sprachen Dritter Teil: Wortschatz der Germanischen Spracheinheit (1909) S. 41) an, das über komplizierte Veränderungen im Gotischen ans Germanische weitergegeben worden sei (Wilhelm Schulze: Kleine Schriften. Göttingen 1966. S. 519−526). Jost Trier hat die „Heide“ als Allmende identifiziert und etymologisch mit heimr verbunden. So kommt er zur Bedeutung von „heiðinn“ als „zur eigenen heimischen Kultgemeinde gehörend“ (Jost Trier im Archiv für Literatur un Volksdichtung I (1949) S. 100-103.)
Synonyme:
Gegenwörter:
- [1] Gottgläubiger, Glaubender, biblisch: Jude, Christ
Weibliche Wortformen:
- [1, 2] Heidin
Oberbegriffe:
Unterbegriffe:
Beispiele:
- [1] „Weder Christ noch Heide erkennt das Wesen Gottes, wie es in sich selber ist.“ (Thomas von Aquin, „Summa theologica“)
Redewendungen:
- [1] Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht plappern wie die Heiden. (Bibel: Matth. 6,7)
Charakteristische Wortkombinationen:
Abgeleitete Begriffe:
[Bearbeiten] Übersetzungen
Dialektausdrücke:
|
|
? Referenzen und weiterführende Informationen:
- [1] Wikipedia-Artikel „Heide“
- [1] Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm „heide“
- [1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Heide“
- [1] canoo.net „Heide“
- [1] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikon „Heide“
[Bearbeiten] Substantiv, f
| Kasus | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | die Heide | die Heiden |
| Genitiv | der Heide | der Heiden |
| Dativ | der Heide | den Heiden |
| Akkusativ | die Heide | die Heiden |
Silbentrennung:
- Hei·de, Plural: Hei·den
Aussprache:
- IPA: ['haɪ̯də], Plural: ['haɪ̯dən]
- Hörbeispiele: —, Plural: —
Bedeutungen:
- [1] weiträumige Landschaft der gemäßigten Zone mit wenig Baumwuchs, aber mit vielen Zwergsträuchern, Flechten und Moosen
- [2] verschiedene Heidekrautgewächse
- [3] Stadt in Schleswig-Holstein
Herkunft:
- [1] von gotisch haiþi
Synonyme:
- [2] Erika
Gegenwörter:
Oberbegriffe:
Unterbegriffe:
Beispiele:
- [1] Im Herbst fahren viele Leute in die Lüneburger Heide.
Abgeleitete Begriffe:
- [1] Heideröslein
[Bearbeiten] Übersetzungen
? Referenzen und weiterführende Informationen:
- [1] Wikipedia-Artikel „Heide“
- [1] Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm „heide“
- [1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Heide“
- [1] canoo.net „Heide“
- [1] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikon „Heide“
Ähnliche Wörter: