Friedhof

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Friedhof (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ der Friedhof die Friedhöfe
Genitiv des Friedhofs
des Friedhofes
der Friedhöfe
Dativ dem Friedhof
dem Friedhofe
den Friedhöfen
Akkusativ den Friedhof die Friedhöfe
[1] Dorotheenstädtischer Friedhof II, Berlin

Worttrennung:

Fried·hof, Plural: Fried·hö·fe

Aussprache:

IPA: [ˈfʀiːtˌhoːf], Plural: [ˈfʀiːtˌhøːfə]
Hörbeispiele: —, Plural:

Bedeutungen:

[1] Ort (oft neben einer Kirche) zur Bestattung Verstorbener
[2] in Zusammensetzungen: ein Platz, an dem nicht mehr benötigte Gegenstände abgeladen werden

Herkunft:

aus mittelhochdeutsch: vrīthof, althochdeutsch: frīthof (Vorhof eines Tempels, Kirchhof); zu althochdeutsch: frīten (hegen); ursprünglich: eingefriedetes Grundstück; angelehnt an Friede; siehe auch: frei, und Hof. Das Wort ist seit dem 9. Jahrhundert belegt, heutige Form 16. Jahrhundert.[1]

Synonyme:

[1] Begräbnisplatz, Gottesacker, Kirchhof, Totenacker

Gegenwörter:

[1] Kreißsaal

Unterbegriffe:

[1] Armeefriedhof, Dorffriedhof, Ehrenfriedhof, Elefantenfriedhof, Gefallenenfriedhof, Gemeindefriedhof, Heldenfriedhof, Inselfriedhof, Judenfriedhof, Kriegerfriedhof, Ortsfriedhof, Soldatenfriedhof, Stadtfriedhof, Urnenfriedhof
[2] Autofriedhof, Flugzeugfriedhof, Schiffsfriedhof, Zugfriedhof

Beispiele:

[1] Die Beisetzung findet auf dem alten Friedhof statt.
[1] „Hinter dem Friedhof folge ich dem Wanderweg in die nasse Tundra.“[2]
[1] „Als schlechtes Omen galt es auch, wenn man einen Geistlichen neben dem Friedhof traf.“[3]
[1] „Ich spazierte zum Friedhof und verbrachte die Zeit damit, die Inschriften auf den Grabsteinen zu lesen.“[4]
[2] Autofriedhof, Flugzeugfriedhof, Schiffsfriedhof

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] auf dem Friedhof liegen; auf dem Friedhof begraben liegen; auf den Friedhof gehen

Wortbildungen:

Friedhofsblume, Friedhofsgärtner, Friedhofsgärtnerei, Friedhofsgemüse, Friedhofskapelle, Friedhofsmauer, Friedhofsordnung, Friedhofsruhe, Friedhofsschänder, Friedhofsstille, Friedhofstor, Friedhofswärter, Friedhofswesen


Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1, 2] Wikipedia-Artikel „Friedhof
[1] Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm „Friedhof
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Friedhof
[1] canoo.net „Friedhof
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonFriedhof
[1] The Free Dictionary „Friedhof

Quellen:

  1. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742, Stichwort: „Friedhof“, Seite 316.
  2. Tilman Bünz: Wer das Weite sucht. Skandinavien für Fortgeschrittene. btb Verlag, München 2012, ISBN 978-3-442-74359-9, Seite 52.
  3. Wladimir Kaminer: Meine kaukasische Schwiegermutter. Goldmann, Berlin 2012, ISBN 978-3-442-47366-3, Seite 115.
  4. Huldar Breiðfjörð: Schafe im Schnee. Ein Färöer-Roman. Aufbau, Berlin 2013, ISBN 978-3-351-03534-1, Seite 95. Isländisches Original 2009.