Neger

Aus Wiktionary, dem freien Wörterbuch
Wechseln zu: Navigation, Suche
Padlock.svg
Aufgrund regelmäßigen Vandalismus musste die Seite Neger leider für nicht angemeldete und neue Benutzer gesperrt werden. Diese Benutzer können die Seite zwar sehen, aber keine Änderungen daran vornehmen. Sie können jedoch über die Seite diskutieren oder eine Entsperrung beantragen.

Neger (Deutsch)

Substantiv, m

Singular Plural
Nominativ der Neger die Neger
Genitiv des Negers der Neger
Dativ dem Neger den Negern
Akkusativ den Neger die Neger

Anmerkung zu den Bedeutungen:

zu [1]: Die Bezeichnung gilt heutzutage im öffentlichen Sprachgebrauch als diskriminierend; als Alternativen ständen Farbiger/Farbige und Schwarzer/Schwarze zur Verfügung. Eine Bezeichnung für Deutsche mit afrikanischer Abstammung wäre Afrodeutscher/Afrodeutsche;[1][2] auf andere Länder beziehungsweise Regionen bezogen entsprechend beispielsweise Afroamerikaner/Afroamerikanerin.

Worttrennung:

Ne·ger, Plural: Ne·ger

Aussprache:

IPA: [ˈneːɡɐ]
Hörbeispiele:
Reime: -eːɡɐ

Bedeutungen:

[1] ein dunkelhäutiger Mensch subsaharischer Abstammung
[2] Vorläufer des Teleprompters
[3] oberdeutsch: Biermischgetränk, Mixgetränk, das aus Cola und Weizenbier besteht
[4] Fotografie: Vorrichtung zum Abdunkeln der Beleuchtung bei Atelieraufnahmen
[5] Literaturbetrieb: Person, die für eine andere Texte verfasst

Herkunft:

im 17. Jahrhundert von französisch nègre → fr entlehnt, das über spanisch negro → es auf lateinisch niger → laschwarz“ zurückgeht.[3]

Synonyme:

[1] veraltet: Mohr; Nigger (Schimpfwort)
[3] Colaweizen, Mohr
[5] Ghostwriter

Weibliche Wortformen:

Negerin

Verkleinerungsformen:

Negerlein

Oberbegriffe:

[1] Mensch (Hautfarbe/Rasse), Farbiger
[3] Biermischgetränk, Biermixgetränk, Getränk, Genussmittel

Unterbegriffe:

[1] Albino-Neger, Negerfrau, Negergreis, Negerjunge, Negerkind, Negerknabe, Negermädchen

Beispiele:

[1] Die Bevölkerung Afrikas ist sehr vielfältig. Die größte Gruppe bilden die Neger(Bertelsmann Hausatlas 1960)
[1] „Im Laufe der Zeit habe das Wort Neger jedoch eine Bedeutungsverschlechterung erfahren, so dass es heutzutage als Schimpfwort gilt.“[4]
[1] „Bis vor dreißig Jahren gehörte im Deutschen das Wort »Neger« – abgeleitet von niger, dem lateinischen Wort für schwarz – zum allgemeinen Sprachschatz.“[5]
[1] „Von Christen, die sich in die Luft erheben, hielten die leicht reizbaren und abergläubischen Neger nichts.“[6]
[1] „Luftschlangen wurden geworfen, Menschen saßen in Staub und Rauch, Neger waren auch da, ich durfte neben einem sitzen.“[7]
[1] „Mitten in dem vergnügten Gewimmel der heimkehrenden Sportler standen drei Neger.“[8]
[2]
[3] Ein Neger wird üblicherweise im Weizenglas serviert.

Redewendungen:

wie zehn nackte Neger angeben
einen Neger abseilen (umgangssprachlich, niedrig)

Wortbildungen:

[1] Negerbevölkerung, Negerbrauch, Negerenglisch/Neger-Englisch, Negerholländisch/Neger-Holländisch, Negerkultur, Negermusik, Negersprache, Negerstamm, negrid, Negride, Nickneger
Negerkuss, negern, Negerbrot

Übersetzungen

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Neger
[1, 2, 4] Wikipedia-Artikel „Neger (Begriffsklärung)
[3] Wikipedia-Artikel „Biermischgetränk#Neger
[1] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Neger“.
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Neger
[1, 2, 4, 5] Duden online „Neger
[1] canoo.net „Neger
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonNeger

Quellen:

  1. Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. 7. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2011, ISBN 978-3-411-05507-4 Siehe Kasten unter dem Stichwort „Neger“.
  2. duden.de: Neger
  3. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742, Stichwort: „Neger“, Seite 648.
  4. GfdS/Gregor Thuswaldner: Prof. Hoberg in den USA; In: Der Sprachdienst 53, 6, 2009, Seite 207–208; Zitat Seite 208; »GfdS«: Abkürzung für »Gesellschaft für deutsche Sprache«.
  5. Asfa-Wossen Asserate: Draußen nur Kännchen: Meine deutschen Fundstücke, 3. Auflage, Verleger: Scherz, Frankfurt/Main 2010, Seite 164, ISBN 978-3-502-15157-9, Kursiv gedruckt: niger.
  6. Jules Verne: Fünf Wochen im Ballon. Verlag Bärmeier und Nickel, Frankfurt/Main ohne Jahr (Copyright 1966), Seite 215.
  7. Irmgard Keun: Kind aller Länder. Roman. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1989, ISBN 3-423-45369-7, Seite 122; Erste Ausgabe 1938.
  8. Erich Kästner: Der Zauberlehrling. Ein Fragment. In: Kästner für Erwachsene 3. Deutscher Bücherbund, Stuttgart/München ohne Jahr, Seite 203–297, Zitat Seite 225; Entstanden 1936.

Ähnliche Wörter (Deutsch):

ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen: Eger, Feger, Heger, Leger, leger, Nager, Neer, Negev, Neper, neuer, Niger, reger, Weger
Anagramme: enger, Genre, gerne, Regen