Chor

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des Jahres 2009 das Wort der Woche.

Chor (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular Plural 1 Plural 2 Plural 3
Nominativ der Chor die Chöre die Chore die Choren
Genitiv des Chores
des Chors
der Chöre der Chore der Choren
Dativ dem Chor
dem Chore
den Chören den Choren den Choren
Akkusativ den Chor die Chöre die Chore die Choren
[1] ein Chor bei einem Konzert

Anmerkung zu den Pluralformen:

Die Pluralformen Chore und Choren[1] sind veraltet und heute gänzlich ungebräuchlich.

Worttrennung:

Chor, Plural 1: Chö·re, Plural 2: Cho·re, Plural 3: Cho·ren

Aussprache:

IPA: [koːɐ̯], Plural 1: [ˈkøːʀə], Plural 2: [ˈkoːʀə], Plural 3: [ˈkoːʀən]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Chor (Info), Plural 1: Lautsprecherbild Chöre (Info), Plural 2: Lautsprecherbild Chore (Info), Plural 3: Lautsprecherbild Choren (Info)
Reime: -oːɐ̯

Bedeutungen:

[1] Musik: Ensemble von Sängern, das gemeinsam Chorwerke vorträgt
[2] Musik: Gruppe ähnlicher oder gleicher Musikinstrumente und ihrer Spieler
[3] Musik: Musikstück, das von einem Chor (siehe [1]) dargeboten wird
[4] Musik: gemeinsamer Gesang von mehreren Sängerinnen und Sängern
[5] Musik: Saiten, die gleich gestimmt sind
[6] Musik: (bei den gemischten Stimmen der Orgel) die zu einer Taste gehörenden Pfeifen
[7] Theater: Schauspielergruppe, die das Geschehen auf der Bühne kommentiert

Herkunft:

[1] seit dem 9. Jahrhundert bezeugt; im mittelhochdeutschen kōr belegt, das seinerseits dem althochdeutschen chōr entstammt; dieses ist eine Entlehnung aus dem lateinischen chorus → la (Sängergruppe, Chor; Tanz), welches wiederum dem griechischen χορός (chorós→ grc entsprungen ist; dieses χορός (chorós→ grc bezeichnete in der griechischen Antike den „Tanzplatz“ sowie die „Gruppe von Tänzern“, später auch den „Kultgesang beziehungsweise Kulttanz für die Gottheiten[2]
[2] aus [1], da hier ebenfalls ähnliche Instrumente miteinander musizieren
[3] aus [1]

Synonyme:

[1] Vokalensemble
[2] Instrumentalensemble

Unterbegriffe:

[1] A-cappella-Chor, Frauenchor, Kinderchor, Kirchenchor, Knabenchor, Männerchor, Opernchor, Shantychor, Stadtchor
[2] Bläserchor, Posaunenchor

Beispiele:

[1] Der Chor sucht neue Sänger.
[2] Der Posaunenchor besteht aus mehreren Tuben, Posaunen, Hörnern und Trompeten.
[3] In der Matthäuspassion werden besonders die Chöre geschätzt.
[7] In der antiken Tragödie gibt es einen Chor.

Wortbildungen:

Chorfrau, Chorführer, Chorgesang, Chorgestühl, Chorhemd, Chorherr, chorisch, Chorist, Chorknabe, Chorleiter, Chormusik, Chorprobe, Chorrock, Chorsänger, Chorwerk

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Chor (Musik)
[2] Wikipedia-Artikel „Chormusik
[1] Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm „Chor
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Chor
[1–7] Duden online „Chor (Musik, Kirchenbau)
[1] canoo.net „Chor
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonChor
[1–7] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion, Annette Klosa u. a. (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. 4. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2001, ISBN 3-411-05504-9, „Chor“, Seite 337

Substantiv, m, n[Bearbeiten]

Singular 1 Singular 2 Plural 1 Plural 2 Plural 3
Nominativ der Chor das Chor die Chöre die Chore die Choren
Genitiv des Chores
des Chors
des Chores
des Chors
der Chöre der Chore der Choren
Dativ dem Chor
dem Chore
dem Chor
dem Chore
den Chören den Choren den Choren
Akkusativ den Chor das Chor die Chöre die Chore die Choren
[1] rosa markierter Chor in einem Kirchengrundriss

Anmerkung zum Genus:

Das Wort wird nur selten als Neutrum verwendet.[3]

Anmerkung zu den Pluralformen:

Die Pluralformen Chore und Choren[4] sind veraltet und heute gänzlich ungebräuchlich.

Worttrennung:

Chor, Plural: Chö·re

Aussprache:

IPA: [koːɐ̯], Plural 1: [ˈkøːʀə], Plural 2: [ˈkoːʀə], Plural 3: [ˈkoːʀən]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Chor (Info), Plural 1: Lautsprecherbild Chöre (Info), Plural 2: Lautsprecherbild Chore (Info), Plural 3: Lautsprecherbild Choren (Info)
Reime: -oːɐ̯

Bedeutungen:

[1] Architektur: Altarraum in Kirchen
[2] Platz für die Sänger auf der Orgelempore

Herkunft:

[1] ausgehend von der Bedeutung „Sänger Pl.“ bezeichnet »Chor« in der christlichen Kirche dann den „Platz der Sänger vor dem Altar“ und davon ausgehend auch den „Bereich der Kirche, der den Geistlichen vorbehalten ist“[2]

Synonyme:

[1] Chorraum

Sinnverwandte Wörter:

[1] Presbyterium

Beispiele:

[1] Im Chor befinden sich zu wenig Stühle.

Wortbildungen:

[1] Chörlein, Chorschranke

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Chor (Architektur)
[1, 2] Duden online „Chor (Musik, Kirchenbau)
[1, 2] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion, Annette Klosa u. a. (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. 4. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2001, ISBN 3-411-05504-9, „Chor“, Seite 337

Substantiv, n[Bearbeiten]

Singular Plural 1 Plural 2 Plural 3
Nominativ das Chor die Chöre die Chore die Choren
Genitiv des Chores
des Chors
der Chöre der Chore der Choren
Dativ dem Chor
dem Chore
den Chören den Choren den Choren
Akkusativ das Chor die Chöre die Chore die Choren

Anmerkung zu den Pluralformen:

Die Pluralformen Chore und Choren[5] sind veraltet und heute gänzlich ungebräuchlich.

Worttrennung:

Chor, Plural 1: Chö·re, Plural 2: Cho·re, Plural 3: Cho·ren

Aussprache:

IPA: [koːɐ̯], Plural 1: [ˈkøːʀə], Plural 2: [ˈkoːʀə], Plural 3: [ˈkoːʀən]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Chor (Info), Plural 1: Lautsprecherbild Chöre (Info), Plural 2: Lautsprecherbild Chore (Info), Plural 3: Lautsprecherbild Choren (Info)
Reime: -oːɐ̯

Bedeutungen:

[1] landschaftlich, abwertend, nur Singular: Gesindel, Pack
[2] veraltet: allgemein ein Kreis, ein Reigen, eine Menge

Beispiele:

[1] Dieses liederliche Chor treibt sich schon wieder vor unserem Haus herum.
[2] Er schwelgt in einem Chor der stillen Freuden.

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Chor
[1] Duden online „Chor (Musik, Kirchenbau)
[2] Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm „Chor
[1] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion, Annette Klosa u. a. (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. 4. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2001, ISBN 3-411-05504-9, „Chor“, Seite 337

Quellen:

  1. Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm „Chor
  2. 2,0 2,1 Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742, Seite 171
  3. Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion, Annette Klosa u. a. (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. 4. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2001, ISBN 3-411-05504-9, „Chor“, Seite 337
  4. Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm „Chor
  5. Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm „Chor

Ähnliche Wörter (Deutsch):

ähnlich geschrieben oder ausgesprochen: Akkord, Chlor, Coral, Corps, Koran, Korps
Anagramme: roch