Arsch

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[Bearbeiten] Arsch (Deutsch)

[Bearbeiten] Substantiv, m

Kasus Singular Plural
Nominativ der Arsch die Ärsche
Genitiv des Arsches der Ärsche
Dativ dem Arsch den Ärschen
Akkusativ den Arsch die Ärsche

Silbentrennung:

Arsch, Plural: Är·sche

Aussprache:

IPA: [aːɐ̯ʃ], auch: [aʁʃ], Plural: [ˈɛːɐ̯ʃə], auch: [ˈɛʁʃə]
Hörbeispiele: — , Plural:

Bedeutungen:

[1] umgangssprachlich, vulgär für Hinterteil, Po
[2] Schimpfwort, Beleidigung
[3] unbetonte Vorsilbe (Präfixoid) zur Verstärkung (meist von etwas Negativem)

Herkunft:

Vom protogermanischen „*arsoz“ (vgl. engl. arse, amer. ass, mittelnied. ærs); verwandt mit griech. „orros“ (Schwanz, Steiß), hittit. „arrash“, arm. „or“ und altirl. „err“.

Synonyme:

[1] vier Buchstaben, fünf Buchstaben, Allerwertester, Hintern, Hinterteil, Käcker, Po, Popo, Podex, Pöker, Pöter, Vollmond, Gasfabrik, Sitzfleisch
[2] Arschgeige, Arschloch, Schweinehund

Gegenwörter:

[1] Gesicht

Oberbegriffe:

[1] Anatomie, Körperteil
[2] Schimpfwort

Unterbegriffe:

[1] After, Anus

Beispiele:

[1] Da bin ich auf meinen Arsch gefallen.
[2] Du Arsch!
[3] Heute ist es arschkalt.

Redewendungen:

Arsch und Friedrich sein - egal sein, gleichgültig sein
am/im Arsch sein - ein großes Problem haben, Ärger bekommen, müde/kaputt sein
am Arsch vorbeigehen - egal sein, gleichgültig sein
am Arsch der Welt - fernab der Zivilisation
den Arsch abfrieren - sehr frieren
den Arsch aufreißen - sich sehr (oft aber vergebens) abmühen; aber: jemandem den Arsch aufreißen - sich bei jemandem mit Nachdruck beschweren
den Arsch hochbinden - strafen
den Arsch polieren - strafen, züchtigen
den Arsch versohlen - strafen, züchtigen
einer ist immer der Arsch - jemand fällt immer auf, tanzt immer aus der Reihe
ein müdes Arschrunzeln kosten - eine Leichtigkeit sein
Feuer unter den Arsch machen oder Feuer unter dem Arsch machen - antreiben, strafen, züchtigen
für'n Arsch - vergebens
Himmel, Arsch und Wolkenbruch - Fluch
Himmel, Arsch und Zwirn - Fluch
im Arsch - kaputt
jemandem geht der Arsch auf Grundeis - große Angst haben, sich fürchten
jemandem in den Arsch kriechen - sich bei jemandem einschmeicheln
jemandem in den Arsch treten - jemanden antreiben, strafen
keinen Arsch in der Hose haben - keinen Mut haben
leck mich am Arsch - Aufforderung, sich zu entfernen, jemanden in Ruhe zu lassen
gearscht sein- selbe Bedeutung wie "am Arsch sein"
sich den Arsch ablachen- sehr lachen, sich tot lachen, über einen makaberen Witz lachen
Nimm endlich den Finger aus dem Arsch! - Mach dich endlich an die Arbeit!

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] ein Arsch kann sein: breit, fett, haarig, knackig, niedlich, pelzig, riesig, unabgewischt
[1] After, anal, Anus, Pobacke

Abgeleitete Begriffe:

[1] Affenarsch, Apfelarsch, Arschbacke, Arschansatz, arschblöd, arschegal, Arschfalte, Arschfick, Arschgesicht, Arschgeweih, Arschhaar, Arschkarte, Arschkriecher, Arschkugel, Arschkuh, arschlecken, Arschlecken, Arschlecker, Arschleder, Arschloch, arschlos, Arschrunzel, Arschkrampen, Birnenarsch, Blödarsch, Breitarsch, Dreckarsch, Frauenarsch, Fettarsch, Kinderarsch, Kugelarsch, Männerarsch, Saftarsch, Stutenarsch, Weiberarsch
[2] abarschen, verarschen
[3] arschkalt, arschklar

[Bearbeiten] Übersetzungen

Dialektausdrücke:

  • Bayerisch: Orsch / Orschloch
  • Elsässisch:
  • Kölsch: de futt
  • Eiflerisch: fott
  • Niedersächsisch: Moors
  • Plattdeutsch: [1] Mäse m, Gat n, [1, 2] Maars m
  • Schwäbisch: oinr isch emmr d' orsch
  • Schweizerdeutsch: Fudi, Füdli
  • Ruhrgebietsdeutsch: Fut, Futt oder auch (selten) Fott
  • Wienerisch: Oasch

? Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Arsch
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Arsch
[1] canoo.net „Arsch
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonArsch

Ähnliche Wörter:

Barsch, barsch, harsch, Marsch
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