Mariahilf

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Mariahilf (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, n, Toponym[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ (das) Mariahilf
Genitiv (des Mariahilf)
(des Mariahilfs)

Mariahilfs
Dativ (dem) Mariahilf
Akkusativ (das) Mariahilf
[1] das Wappen von Mariahilf
[1] Kirche von Mariahilf mit dem Monument von Josef Haydn im Vordergrund

Anmerkung zum Artikelgebrauch:

Der Artikel wird gebraucht, wenn „Mariahilf“ in einer bestimmten Qualität, zu einem bestimmten Zeitpunkt oder Zeitabschnitt als Subjekt oder Objekt im Satz steht. Ansonsten, also normalerweise, wird kein Artikel verwendet.

Worttrennung:

Ma·ri·a·hilf, kein Plural

Aussprache:

IPA: [ˌmaʁiːaˈhɪlf]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Mariahilf (Info)
Reime: -ɪlf

Bedeutungen:

[1] sechster Bezirk der österreichischen Bundeshauptstadt Wien
[2] ehemaliger Vorort, nunmehr Ortsteil des gleichnamigen Bezirkes

Abkürzungen:

[1] Postleitzahl: A-1060

Herkunft:

Der Ortsname geht auf ein gestiftetes Gnadenbild "Mariahülf" zurück, das in einer kleinen hölzernen Friedhofskapelle aufgestellt und das Ziel vieler Wallfahrer aus Wien und Umgebung wurde, da ihm wundertätige Kräfte nachgesagt wurden.[1]

Oberbegriffe:

[1] Wiener Bezirk, Gemeindebezirk, Stadtteil

Holonyme:

[1] Wien

Teilbegriffe:

[1] (Teile) des Bezirkes Mariahilf: Gumpendorf, Laimgrube, Magdalenengrund, Mariahilf, Windmühle; Apollo, Bezirksmuseum Mariahilf, Haus des Meeres, Haydnhaus, Mariahilfer Kirche, Naschmarkt, Raimundtheater, Theater an der Wien

Beispiele:

[1] In Mariahilf gab [es] nachweislich schon in der Jungsteinzeit menschliche Siedlungen: Bei Ausgrabungen im Bereich der U-Bahn-Station Gumpendorfer Straße wurden neolithische Siedlungsreste und Steinwerkzeuge gefunden.[2]
[1] Mariahilf hat ein dichtbesiedeltes Gewerbe- und Kleinindustrieviertel, besitzt drei Gymnasien, das Institut für Höhere Studien (Ford-Institut, 6, Stumpergasse 56), die erste Zentralberufsschule (Mollardschule) und mehrere Institute der Technischen Universität.[3]
[1] Der Schriftsteller Robert Menasse lobte Mariahilf einst als am meisten lebenswerten Bezirk der Stadt.[4]
[2] Der Vorort Mariahilf entstand aus drei Rieden: „Im Schöff“, „Im Gern“ und „Grüner Scho“ (Grüner Anger).[2]
[2] Die eigentliche Geschichte von Mariahilf beginnt jedoch erst nach der zweiten Türkenbelagerung um 1683 mit der dauerhaften Besiedelung und Verbindung der beiden doch einen Kilometer voneinander entfernten alten Vororte Laimgrube und Gumpendorf.[5]
[2] 1850 wurde der Vorort Mariahilf gemeinsam mit Gumpendorf, Laimgrube, Windmühle und Magdalenengrund als 5. Bezirk in den Bezirk Mariahilf eingemeindet.[5]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Wikipedia-Artikel „Mariahilf
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalMariahilf
[1] Wikivoyage-Eintrag „Mariahilf
[1] Meyers Großes Konversationslexikon. Ein Nachschlagewerk des allgemeinen Wissens. Sechste, gänzlich neubearbeitete und vermehrte Auflage. Bibliographisches Institut, Leipzig/Wien 1905–1909, Stichwort „Mariahilf“ (Wörterbuchnetz), „Mariahilf“ (Zeno.org)

Quellen:

  1. Mariahilfer Kirche. Gemeinde Wien, 21. Februar 2011, abgerufen am 5. März 2016.
  2. 2,0 2,1 Die Geschichte Mariahilfs. echt-gruen.at, 2016, abgerufen am 5. März 2016.
  3. Mariahilf. Wien Geschichte Wiki, 2016, abgerufen am 5. März 2016.
  4. Rainer Nowak: 6. Bezirk: Vom roten Mariahilf, das austauschbarer wird. In: DiePresse.com. 25. September 2015, ISSN 1563-5449 (URL, abgerufen am 5. März 2016).
  5. 5,0 5,1 Die Geschichte von Mariahilf. Bezirksmuseum Mariahilf, 2016, abgerufen am 5. März 2016.