Pfeife

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des Jahres 2007 das Wort der Woche.

Pfeife (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, f[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ die Pfeife

die Pfeifen

Genitiv der Pfeife

der Pfeifen

Dativ der Pfeife

den Pfeifen

Akkusativ die Pfeife

die Pfeifen

[1] zwei Pfeifen
[2] vordere Pfeife, links an der Lok
[4] eine italienische Pfeife
[5] der Glasbläser bläst in die Pfeife

Worttrennung:

Pfei·fe, Plural: Pfei·fen

Aussprache:

IPA: [ˈpfaɪ̯fə]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Pfeife (Info)
Reime: -aɪ̯fə

Bedeutungen:

[1] Gerät zum Erzeugen von Tönen, bei dem Luft in der Regel über eine Kante geblasen wird
[2] die Hupe von Schiffen und Lokomotiven
[3] veraltet: Pikkoloflöte
[4] Gerät zum Rauchen
[5] Blasrohr des Glasbläsers
[6] umgangssprachlich: Versager
[7] Penis des Mannes

Herkunft:

mittelhochdeutsch pfīfe und althochdeutsch pfīfa, über das Vulgärlatein zu lateinisch pipare → la[1]

Synonyme:

[2] Dampfpfeife, Martinshorn, Nebelhorn, Signalhorn, Sirene
[4] Tabakspfeife
[6] Flasche, Gagtöter, Lusche, Nichtsnutz, Niete, Null, Nulpe, Pfeifenkopf, Pflaume, Pflaumenaugust, Pflaumentoffel, Schlappschwanz, Spielverderber, Trantüte, Trantute, Waschlappen, siehe auch: Verzeichnis:Deutsch/Versagen‎‎
[7] das beste Stück, Glied, weitere siehe: Verzeichnis:Deutsch/Geschlechtsorgane

Verkleinerungsformen:

[4] Pfeifchen
Pfeiferl

Oberbegriffe:

[3] Musikinstrument
[5] Werkzeug
[6] Schimpfwort

Unterbegriffe:

[1] Dudelsackpfeife, Hundepfeife, Längspfeife, Orgelpfeife, Querpfeife, Sackpfeife, Stimmpfeife, Trillerpfeife
[4] Friedenspfeife, Meerschaumpfeife, Shagpfeife, Stummelpfeife, Tonpfeife, Wasserpfeife

Beispiele:

[1] Bei der Orgel mussten einige Pfeifen ersetzt werden.
[2] Bei Nebel sind entgegenkommende Fahrzeuge mit der Pfeife zu warnen.
[3] Trommel, Pfeifen und Gewehr,
Fahn' und Säbel und noch mehr (Weihnachtslied)
[3] Erlernbare Instrumente in der geplanten Bläsergruppe sind: Alle Blechblasinstrumente wie: Trompete, Tenorhorn, Posaune - Holzblasinstrumente Querflöte, Piccoloflöte und Pfeife (Piccoloflöte ohne Klappen).[2]
[4] Er steckte sich erst einmal eine Pfeife an.
[4] „Er lehnte sich auf seine Krücke und begann seine Pfeife zu stopfen.“[3]
[4] „Mifflin zündete sich wieder seine Pfeife an und beobachtete mit zusammengekniffenen Augen die Landschaft.“[4]
[4] „Er arbeitete daran, seine Pfeife in Gang zu setzen.“[5]
[6] Du Pfeife bringst auch nichts zustande!
[5] Das unentbehrlichste Werkzeug des Glasbläsers ist seine Pfeife.
[7] Er zeigte ihr seine mächtige Pfeife.

Redewendungen:

[4] Den kannst (du) in der Pfeife rauchen. (der ist zu nichts nütze)
[1] Der tanzt nach seiner Pfeife. (jemand ist einem anderen hörig)

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] blasen, pusten
[4] anzünden, anstecken, stopfen, rauchen

Wortbildungen:

[3] Pfeifer
[4] Pfeifenkopf, Pfeifenputzer, Pfeifenrauch, Pfeifenraucher, Pfeifenreiniger, Pfeifenständer, Pfeifenstiel, Pfeifenstierler, Pfeifentabak, Pfeifentasche

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1, 4–6] Wikipedia-Artikel „Pfeife
[1, 4, 5, 7] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Pfeife
[1, 4, 6] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Pfeife
[1, 4] canoo.net „Pfeife
[1, 6] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonPfeife
[1, 2, 4, 6, 7] Duden online „Pfeife

Quellen:

  1. Duden online „Pfeife
  2. Spielmanns-und Fanfarenzug Hemmingen e.V., gelesen 06/2012
  3. John Goldsmith: Die Rückkehr zur Schatzinsel. vgs verlagsgesellschaft, Köln 1987, ISBN 3-8025-5046-3, Seite 148. Englisches Original „Return to Treasure Island“ 1985.
  4. Christopher Morley: Eine Buchhandlung auf Reisen. Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 2016, ISBN 978-3-455-65139-3, Seite 61. Englisches Original 1917.
  5. Alfred Andersch: Winterspelt. Roman. Diogenes, Zürich 1974, ISBN 3-257-01518-6, Seite 193.

Ähnliche Wörter:

five, pfeifen