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Grube

Aus Wiktionary, dem freien Wörterbuch
Singular Plural
Nominativ die Grube die Gruben
Genitiv der Grube der Gruben
Dativ der Grube den Gruben
Akkusativ die Grube die Gruben
[2] eine Grube, in der Kohle abgebaut wird
[3] Grube für einen Sarg

Worttrennung:

Gru·be, Plural: Gru·ben

Aussprache:

IPA: [ˈɡʁuːbə]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Grube (Info), Lautsprecherbild Grube (Österreich) (Info)
Reime: -uːbə

Bedeutungen:

[1] natürliche oder künstlich angelegte Vertiefung im Erdboden
[2] Bergwerk
[3] Grab
[4] kurz für: Fäkaliengrube

Abkürzungen:

Gr.

Herkunft:

mittelhochdeutsch gruobe, althochdeutsch gruoba, germanisch *grōbō „Grube“, belegt seit dem 8. Jahrhundert[1]

Synonyme:

[1] Erdloch, Mulde, Kuhle
[2] Mine, Zeche, Bergwerk
[3] Ruhestätte, Grab
[4] Latrine

Gegenwörter:

[1] Hügel

Verkleinerungsformen:

[1] Grübchen

Oberbegriffe:

[2] Bergbau
[3] Begräbnis

Unterbegriffe:

[1] Abfallgrube, Abflussgrube, Achselgrube, Aschengrube, Baugrube, Erdgrube, Fallgrube, Fanggrube, Fundgrube, Gießgrube, Herzgrube, Hungergrube, Löwengrube, Magengrube, Müllgrube, Schachtgrube, Schlackengrube, Schlangengrube, Schlammgrube, Schnitzelgrube, Senkgrube, Sprunggrube, Tränengrube, Wohngrube, Wolfsgrube
[2] Erzgrube, Fundgrube, Goldgrube, Kalkgrube, Kiesgrube, Kohlegrube/Kohlengrube, Kupfergrube, Lehmgrube, Marmorgrube, Salpetergrube, Salzgrube, Sandgrube, Schürfgrube, Silbergrube, Steinkohlegrube, Tongrube, Zinngrube
[4] Abortgrube, Dunggrube, Faulgrube, Güllegrube, Jauchegrube/Jauchengrube, Klärgrube, Mistgrube, Sickergrube

Beispiele:

[1] Die Indios bauen eine Grube, um Tapire einzufangen.
[1] „Im Oppidum Manching belegten mehr als 100 Gruben für Getreide die Bedeutung der Landwirtschaft außerhalb der Stadtmauern.“[2]
[2] Die Grube wurde wegen wiederholter Wassereinbrüche geschlossen.
[2] „Sie stand um vier Uhr früh auf, wenn die Männer in die Grube fuhren.“[3]
[2] „Am nächsten Tage stieg ich wieder in die Grube hinab, wo ich viele Stunden eifrig das Handwerk eines Bergmanns ausübte.“[4]
[2] „Sie drangen in die Grube vor.“[5]
[2] „Ein Teil der Gruben war erschöpft, bei anderen stieß die Erschließung immer tieferer Lagerstätten an technische Grenzen.“[6]
[3] Der Sarg wird in die Grube herabgelassen.
[4] Die Grube muss mindestens einmal im Jahr geleert werden.

Redewendungen:

[1] wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein, jemandem eine Grube graben
[3] jemanden in die Grube bringen, in die Grube fahren

Wortbildungen:

Grubenanteil, Grubenarbeiter, Grubenbahn, Grubenbau, Grubenbesitzer, Grubenbetrieb, Grubenbrand, Grubenfeld, Grubengas, Grubengebäude, Grubenholz, Grubenkatastrophe, Grubenlampe, Grubenlicht, Grubenlokomotive, Grubenorgan, Grubenotter, Grubenschnitzel, Grubenunglück, Grubenwagen, Grubenwasser, Grubenwähr

Übersetzungen

[Bearbeiten]
[1, 2, 4] Wikipedia-Artikel „Grube
[1–4] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Grube
[1–3] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Grube
[1–4] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalGrube
[1–3] Duden online „Grube

Quellen:

  1. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742, Stichwort: „Grube“, Seite 375.
  2. Ulrich Magin: Keltische Kultplätze in Deutschland. Geschichte und Mythos einer rätselhaften Kultur. Nikol, Hamburg 2019, ISBN 978-3-86820-535-0, Seite 80.
  3. Janosch: Gastmahl auf Gomera. Roman. Goldmann Verlag, München 1997, ISBN 3-442-30662-0, Seite 39.
  4. Jan Graf Potocki: Die Handschrift von Saragossa oder Die Abenteuer in der Sierra Morena. Roman. Gerd Haffmans bei Zweitausendeins, Frankfurt/Main 2003, Seite 818. Übersetzung von 1962 des teils französischen (1805-14), teils polnischen Originals (1847).
  5. Fiston Mwanza Mujila: Tram 83. Zsolnay, Wien 2016, ISBN 978-3-552-05797-5, Seite 120. Französisches Original 2014.
  6. Bruno Preisendörfer: Als unser Deutsch erfunden wurde. Reise in die Lutherzeit. 7. Auflage. Galiani, Berlin 2016, ISBN 978-3-86971-126-3, Seite 99.
Singular Plural
Nominativ (das) Grube
Genitiv (des Grube)
(des Grubes)

Grubes
Dativ (dem) Grube
Akkusativ (das) Grube

Anmerkung zum Artikelgebrauch:

Der Artikel wird gebraucht, wenn „Grube“ in einer bestimmten Qualität, zu einem bestimmten Zeitpunkt oder Zeitabschnitt als Subjekt oder Objekt im Satz steht. Ansonsten, also normalerweise, wird kein Artikel verwendet.

Worttrennung:

Gru·be, kein Plural

Aussprache:

IPA: [ˈɡʁuːbə]
Hörbeispiele:
Reime: -uːbə

Bedeutungen:

[1] eine Gemeinde in Schleswig-Holstein, Deutschland

Oberbegriffe:

[1] Stadt

Beispiele:

[1] Grube liegt in Deutschlands Norden.
[1] Grube befindet sich unweit der Ostsee.

Übersetzungen

[Bearbeiten]
[1] Wikipedia-Artikel „Grube (Holstein)

Ähnliche Wörter (Deutsch):

ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen: grabe, grub, Gruppe