Mühe

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Mühe (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, f[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ die Mühe die Mühen
Genitiv der Mühe der Mühen
Dativ der Mühe den Mühen
Akkusativ die Mühe die Mühen

Worttrennung:

Mü·he, Plural: Mü·hen

Aussprache:

IPA: [ˈmyːə], Plural: [ˈmyːən]
Hörbeispiele: —, Plural:
Reime: -yːə

Bedeutungen:

[1] körperliche oder geistige Anstrengung

Herkunft:

mittelhochdeutsch müeje, müe, althochdeutsch muo(h)ī, belegt seit der Zeit um 1000[1]

Synonyme:

[1] Anstrengung, Belastung, Bemühung, Beschwerlichkeit, Mühsal

Gegenwörter:

[1] Leichtigkeit

Unterbegriffe:

(verlorene) Liebesmühe

Beispiele:

[1] Sie erledigte ihre Aufgabe mit viel Mühe und es war dennoch zu wenig.
[1] Mit viel Mühe fanden sie den richtigen Weg.
[1]  „Anmut sparet nicht noch Mühe,
Leidenschaft nicht noch Verstand,
Daß ein gutes Deutschland blühe,
Wie ein andres gutes Land …“[2]

Redewendungen:

[1] nicht der Mühe wert = unergiebig, vergeblich
[1] gib dir doch etwas mehr Mühe! = gut gemeinter Ratschlag nach fremdem Misserfolg, im Sinne der Devise „Wer will, der kann auch!
[1] mit Müh und Not/mit Mühe und Not = gerade so eben noch
[1] sich die größte Mühe geben / keine Mühe sparen / es nicht an der Mühe fehlen lassen / jede Mühe auf sich nehmen = sich ausreichend anstrengen
[1] die Mühen der Ebene = unspektakuläres, aber notwendiges Handeln, das mehr nach Beharrlichkeit als nach Heldenmut verlangt
[1] Mühe und Arbeit biblische Formel

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] sich Mühe geben, jemandem Mühe machen
[1] mehr Mühe, viel Mühe, wenig Mühe

Wortbildungen:

Mühsal
mühelos, mühevoll, mühsam, mühselig

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Mühe
[1] canoo.net „Mühe
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonMühe
[1] Duden online „Mühe

Quellen:

  1. Wolfgang Pfeifer [Leitung]: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. 2. durchgesehene und erweiterte Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1993, ISBN 3-423-03358-4, Stichwort „mühen“.
  2. Bertolt Brecht: Kinderhymne


Substantiv, m, f, Nachname[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ der / die Mühe die Mühes
Genitiv des / der Mühe der Mühes
Dativ dem / der Mühe den Mühes
Akkusativ den / die Mühe die Mühes

Anmerkung:

Der mündliche, umgangssprachliche Gebrauch des Artikels bei Nachnamen ist nicht einheitlich. Norddeutsch gebraucht man tendenziell keinen Artikel, mitteldeutsch ist der Gebrauch uneinheitlich, in süddeutschen, österreichischen und schweizerischen Idiomen wird der Artikel tendenziell gebraucht.
Für den Fall des Artikelgebrauches gilt: der „Mühe“ – für männliche Einzelpersonen, die „Mühe“ im Singular – für weibliche Einzelpersonen; ein und/oder eine „Mühe“ für einen und/oder eine Angehörige aus der Familie „Mühe“ und/oder der Gruppe der Namenträger. Die im Plural gilt für die Familie und/oder alle Namenträger gleichen Namens. Der schriftliche, standardsprachliche Gebrauch bei Nachnamen ist prinzipiell ohne Artikel.

Worttrennung:

Mü·he, Plural: Mü·hes

Aussprache:

IPA: [ˈmyːə] Plural: [ˈmyːəs]
Hörbeispiele: — Plural:
Reime: -yːə

Bedeutungen:

[1] deutschsprachiger Nachname, Familienname

Beispiele:

[1] Herr Mühe war mir vom ersten Moment an sympathisch.

Bekannte Namensträger: (Links führen zur Wikipedia)

[1] Erich Mühe, deutscher Chirurg

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Mühe
[1] „Mühe“ bei Geogen Onlinedienst

Ähnliche Wörter:

Mühle