Kosmonaut

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Kosmonaut (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ der Kosmonaut die Kosmonauten
Genitiv des Kosmonauten der Kosmonauten
Dativ dem Kosmonauten den Kosmonauten
Akkusativ den Kosmonauten die Kosmonauten
[1] ostdeutscher Kosmonaut Sigmund Jähn, 1978

Worttrennung:

Kos·mo·naut, Plural: Kos·mo·nau·ten

Aussprache:

IPA: [kɔsmoˈnaʊ̯t]
Hörbeispiele:
Reime: -aʊ̯t

Bedeutungen:

[1] Weltraumfahrer (aus Russland beziehungsweise aus der ehemaligen Sowjetunion und/oder dem ehemaligen Ostblock), der an einem (russischen beziehungsweise sowjetischen) Raumflug teilnimmt

Herkunft:

Das Substantiv wurde im 20. Jahrhundert aus gleichbedeutend russischen космонавт (ISO 9: kosmonavt) → ru entlehnt, einer gelehrten Bildung zu altgriechisch κόσμος (DIN 31634: kosmos) → grcWeltall‘ (vergleiche »Kosmos«) und ναύτης (DIN 31634: nautēs) → grcSeefahrer‘.[1]

Sinnverwandte Wörter:

[1] offizielle Bezeichnungen: Angkasawan, Astronaut, Spationaut, Taikonaut/Teikonaut, Vyomanaut
[1] inoffizielle Bezeichnungen: Afronaut, Austronaut, Euronaut

Weibliche Wortformen:

[1] Kosmonautin

Oberbegriffe:

[1] Raumfahrer, Raumflieger, Raumpilot, Weltraumfahrer, Weltraumflieger, Weltraumpilot

Beispiele:

[1] Im Jahr 1961 startete der erste Kosmonaut ins All.
[1] „Da kommt aber auch der 70. Jahrestag der Oktoberrevolution, und keiner weiß, ob vielleicht wieder ein Kosmonaut aus der DDR in den Weltraum fliegt …“[2]
[1] „Er wußte die längste Zeit nicht, ob er Maler oder Kosmonaut werden wollte.“[3]
[1] „Der Kosmonaut musste sich sehr einsam da oben gefühlt haben und heilfroh gewesen sein, heil wieder zurück nach Hause gekommen zu sein.“[4]

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] ein russischer, sowjetischer Kosmonaut; Kosmonauten an Bord (der Rakete), auf der Raumstation, im Weltall; die Kosmonauten starten (ins All), fliegen (zur Raumstation), kehren zurück (zur Erde), landen (auf der Erde); die Sojus-Kapsel mit den Kosmonauten und Astronauten; die Kosmonauten der Internationalen Raumstation (ISS)

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Raumfahrer
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Kosmonaut
[*] canoo.net „Kosmonaut
[*] Online-Wortschatz-Informationssystem Deutsch – elexiko „Kosmonaut
[1] The Free Dictionary „Kosmonaut
[1] Duden online „Kosmonaut
[1] wissen.de – Wörterbuch „Kosmonaut
[1] Wahrig Fremdwörterlexikon „Kosmonaut“ auf wissen.de
[1] wissen.de – Lexikon „Kosmonaut
[1] PONS – Deutsche Rechtschreibung „Kosmonaut
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonKosmonaut
[1] Renate Wahrig-Burfeind (Herausgeber): Wahrig, Fremdwörterlexikon. 4. Auflage. Bertelsmann Lexikon-Verlag, Gütersloh/München 2001, ISBN 978-3-577-10603-0, Stichwort »Kosmonaut«, Seite 510.
[1] Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das Fremdwörterbuch. In: Der Duden in zwölf Bänden. 9. Auflage. Band 5, Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2006, ISBN 978-3-411-04059-9, DNB 98178948X (CD-ROM-Ausgabe), Stichwort »Kosmonaut«.
[1] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das große Fremdwörterbuch. Herkunft und Bedeutung der Fremdwörter. 4. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-04164-0, Stichwort »Kosmonaut«, Seite 770.
[*] Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Die deutsche Rechtschreibung. In: Der Duden in zwölf Bänden. 25. Auflage. Band 1, Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2009, ISBN 978-3-411-04015-5, Stichwort »Kosmonaut«, Seite 648.
[1] Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. Das umfassende Bedeutungswörterbuch der deutschen Gegenwartssprache. 8., überarbeitete und erweiterte Auflage. Dudenverlag, Berlin 2015, ISBN 978-3-411-05508-1, Stichwort »Kosmonaut«, Seite 1055.

Quellen:

  1. Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das Herkunftswörterbuch. Etymologie der deutschen Sprache. In: Der Duden in zwölf Bänden. neu bearbeitete 5. Auflage. Band 7, Dudenverlag, Berlin/Mannheim/Zürich 2013, ISBN 978-3-411-04075-9, Stichpunkt »Die sprachliche Entwicklung in der DDR 1949–1990«, Seite 87 sowie Stichwort »Kosmonaut«, Seite 481.
  2. Landolf Scherzer: Der Erste. Eine Reportage aus der DDR. Kiepenheuer & Witsch, Köln 1989, Seite 98 (Zitiert nach Google Books; Erstveröffentlichung im Greifenverlag zu Rudolstadt 1988).
  3. Ingeborg Bachmann: Malina. Bertelsmann, Güterloh 1992, Seite 241 (Erstausgabe 1971).
  4. Wladimir Kaminer: Onkel Wanja kommt. Eine Reise durch die Nacht. Goldmann, München 2014, ISBN 978-3-442-47364-9, Seite 119.