einseifen

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einseifen (Deutsch)[Bearbeiten]

Verb[Bearbeiten]

Person Wortform
Präsens ich seife ein
du seifst ein
er, sie, es seift ein
Präteritum ich seifte ein
Konjunktiv II ich seifte ein
Imperativ Singular seife ein!
Plural seift ein!
Perfekt Partizip II Hilfsverb
eingeseift haben
Alle weiteren Formen: einseifen (Konjugation)

Worttrennung:

ein·sei·fen, Präteritum: seif·te ein, Partizip II: ein·ge·seift

Aussprache:

IPA: [ˈaɪ̯nˌzaɪ̯fn̩], Präteritum: [ˈzaɪ̯ftə ˈʔaɪ̯n], Partizip II: [ˈaɪ̯nɡəˌzaɪ̯ft]
Hörbeispiele: —, Präteritum: —, Partizip II:

Bedeutungen:

[1] transitiv, reflexiv: Seife reibend auftragen (sodass sich der Seifenschaum über die betreffende Stelle ausbreitet)

Herkunft:

Ableitung zu dem Verb seifen mit dem Präfix ein-

Sinnverwandte Wörter:

[1] eincremen, einölen, schamponieren

Gegenwörter:

[1] auswaschen

Oberbegriffe:

[1] waschen

Beispiele:

[1] „Insgesamt hundertmal muss sich dieser Patient die Hände einseifen, bevor er sich gereinigt fühlt.“[1]
[1] „Einige Hundehalter würden ihre Tiere mit Shampoo einseifen und sie in den Teich schicken.“[2]
[1] „Nach jedem Husten oder Niesen, Naseputzen, Toilettengang und dem direkten Kontakt mit anderen Menschen sowie vor jedem Essen oder Zubereiten von Lebensmitteln die Hände gründlich, auch zwischen den Fingern, einseifen und 15 bis 20 Sekunden unter fließendem Wasser abwaschen.“[3]

Redewendungen:

[1] jemanden mit Schnee einseifen: jemanden aus Spaß Schnee ins Gesicht reiben

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] jemanden einseifen, jemandem den Kopf einseifen, jemandem den Rücken einseifen, sich das Gesicht einseifen, sich gründlich den ganzen Körper einseifen, sich von jemandem einseifen lassen

Wortbildungen:

[1] Einseifbecken

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. 6. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-05506-7, Seite 470
[1] Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „einseifen
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „einseifen
[1] canoo.net „einseifen
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikoneinseifen

Quellen:

  1. Online-Ausgabe der Pharmazeutische Zeitung, Zwangserkrankungen - Leben nach zu strengen Regeln, Ausgabe 49/2007
  2. Online-Ausgabe der Sächsische Zeitung, Streit um Leinenzwang im Wettiner-Wald, 04.08.2009
  3. Online-Ausgabe der Grevener Zeitung, Schweinegrippe - Vorbeugung ist wichtig, 11.08.2009


Verb[Bearbeiten]

Person Wortform
Präsens ich seife ein
du seifst ein
er, sie, es seift ein
Präteritum ich seifte ein
Konjunktiv II ich seifte ein
Imperativ Singular seife ein!
Plural seift ein!
Perfekt Partizip II Hilfsverb
eingeseift haben
Alle weiteren Formen: einseifen (Konjugation)

Worttrennung:

ein·sei·fen, Präteritum: seif·te ein, Partizip II: ein·ge·seift

Aussprache:

IPA: [ˈaɪ̯nˌzaɪ̯fn̩], Präteritum: [ˈzaɪ̯ftə ˈʔaɪ̯n], Partizip II: [ˈaɪ̯nɡəˌzaɪ̯ft]
Hörbeispiele: —, Präteritum: —, Partizip II:

Bedeutungen:

[1] umgangssprachlich: eloquent von etwas überzeugen beziehungsweise zu etwas überreden, was für die betroffene Person von Nachteil ist beziehungsweise ihr Schaden einbringt; willentlich täuschen

Herkunft:

seit dem 17. Jahrhundert bezeugt; vermutlich angepasst an die rotwelschen Verben beseiwelen, beseibelnbescheißen“; diese gehen zurück auf das westjiddische Substantiv זבֿל‎ (YIVO: zevl)  ‚Dreck, Mist‘, welches seinerseits dem Hebräischen זֶבֶל‎ (CHA: zævæl)  ‚Dünger, Abfälle, Dreck‘ entstammt[1]; der gleichen Quelle entspringt das Verb besebeln

Sinnverwandte Wörter:

[1] anschmieren, bescheißen, besebeln, betrügen, bluffen, hereinlegen, hintergehen, irreführen, linken

Oberbegriffe:

[1] begehen

Beispiele:

[1] „Offenbar wollte er testen, wie weit man die Linken einseifen kann.“[2]
[1] „Er redet statt dessen von parasitären Verhältnissen, Melkkühen und habilitierten Mietmäulern, von Pharmamülleimern und balkanisierten Strukturen und über Politiker, die sich von einer unsauberen Industrie einseifen ließen.“[3]
[1] „Am 21. Juni 1922 sprach Wal-ther Rathenau im Reichstag. Seiner Rede war ein böser Angriff eines deutsch-nationalen Abgeordneten auf die «Erfüllungspolitik», bei der man sich von den «Feinden» habe «einseifen» lassen, vorausgegangen.“[4]

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] jemanden einseifen, sich von jemandem einseifen lassen

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. 6. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-05506-7, Seite 470
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „einseifen
[1] canoo.net „einseifen

Quellen:

  1. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742, Seite 235
  2. Online-Ausgabe des Magazins »Spiegel«, Universität Trier - Neonazi-Alarm im AStA, 26.11.2002
  3. Online-Ausgabe der Frankfurter Allgemeine Zeitung, Karl Lauterbachs Thesen - Eine Selbstdemontage, 25.06.2007
  4. Online-Ausgabe der Jüdische Zeitung, Mord im Grunewald - Vor 85 Jahren wurde Walther Rathenau ermordet (III), August 2007

Ähnliche Wörter:

einpfeifen