lügen

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Disambig.svg Siehe auch: lugen, Lugen, Lügen
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Siehe auch:

lügen (Deutsch)[Bearbeiten]

Verb[Bearbeiten]

Person Wortform
Präsens ich lüge
du lügst
er, sie, es lügt
Präteritum ich log
Konjunktiv II ich löge
Imperativ Singular lüg!
Plural lügt!
Perfekt Partizip II Hilfsverb
gelogen haben
Alle weiteren Formen: Flexion:lügen

Worttrennung:

lü·gen, Präteritum: log, Partizip II: ge·lo·gen

Aussprache:

IPA: [ˈlyːɡn̩]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild lügen (Info)
Reime: -yːɡn̩

Bedeutungen:

[1] vorsätzlich nicht die Wahrheit sagen

Herkunft:

mittelhochdeutsch „liegen“, das seinerseits auf althochdeutsch „liogan“ und germanisch „*leug-a-“ zurückgeht. Das Wort ist seit dem 8. Jahrhundert belegt.[1]

Sinnverwandte Wörter:

[1] flunkern, schwindeln, täuschen, die Unwahrheit sagen, veraltet: falsch Zeugnis reden

Unterbegriffe:

[1] anlügen, belügen, durchlügen, erlügen, herauslügen, umlügen, vorlügen, weglügen, zusammenlügen

Beispiele:

[1] „Ach, mitunter muß man lügen, und mitunter lügt man gern!“ (Wilhelm Busch, Aphorismen und Reime)
[1] Ich will ja nicht lügen, aber 200 Leute waren bestimmt da.
[1] „»Wenn es ernst wird, muss man lügen.« Der Satz stammt von Juncker, ausgesprochen auf einer Veranstaltung kurz vor Ostern.“[2]
[1] Ein Nutzer auf der populären Plattform Weibo brachte seinen Frust so zum Ausdruck: «Wir wissen, dass sie lügen. Sie wissen, dass sie lügen. Sie wissen, dass wir wissen, dass sie lügen, und wir wissen auch, dass sie wissen, dass wir wissen, dass sie lügen – aber sie lügen trotzdem.»[3][Anmerkung: Angesprochen sind chinesische Zensurbehörden]

Redewendungen:

[1] das Blaue vom Himmel lügen
[1] jemandem die Hucke voll lügen
[1] lügen, dass sich die Balken biegen
[1] lügen wie gedruckt
[1] sich in die eigene Tasche lügen

Sprichwörter:

[1] wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, und wenn er auch die Wahrheit spricht

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] lügen und betrügen, lügen, sobald man den Mund aufmacht

Wortbildungen:

Lug, Lüge, das Lügen, Lügerei, verlogen

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „lügen
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „lügen
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-Portallügen
[1] Duden online „lügen

Quellen:

  1. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742, Stichwort: „lügen“, Seite 584.
  2. PORTRÄT: "Lügen, wenn es ernst wird". In: Südwest Presse. 10. Mai 2011, abgerufen am 16. Juli 2016.
  3. Patrick Zoll: Zur Bekämpfung von Epidemien braucht es Vertrauen – in China ist das ein rares Gut. In: NZZOnline. 7. Februar 2020, ISSN 0376-6829 (URL, abgerufen am 8. Februar 2020).

Ähnliche Wörter (Deutsch):

ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen: liegen, Lücken