Grimm

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Grimm (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ der Grimm
Genitiv des Grimms
des Grimmes
Dativ dem Grimm
dem Grimme
Akkusativ den Grimm

Worttrennung:

Grimm

Aussprache:

IPA: [ɡʀɪm]
Hörbeispiele: —
Reime: -ɪm

Bedeutungen:

[1] intensives Gefühl des Zorns

Herkunft:

mittelhochdeutschgrim“, althochdeutsche Vorläuferzano gigrim“ (um 800) „Zähneknirschen“ und „grimī(n)“ (8. Jahrhundert) „Grausamkeit, Wut, Wildheit, Strenge“.[1]
substantiviertes Adjektiv aus der mittelhochdeutschen Fügunggrimmer muot“ = zorniger Sinn[2]

Sinnverwandte Wörter:

[1] Gram, Groll, Unmut, Wut, Zorn
[1] Griesgram

Unterbegriffe:

[1] Ingrimm
[?] Isegrimm

Beispiele:

[1] „Der Mann war aufgesprungen und ging zu des Kommerzienrats stillem Grimme, ohne das Licht auszulöschen, mit raschen Schritten und mit festverschlungenen Armen im Zimmer auf und ab.“[3]
[1] „Vorerst wurde sein voller Grimm aber noch gemildert durch eine liebliche Begegnung hier auf dem Hamburger Konservatorium, im Sommer des Jahres 1918.“[4]

Wortbildungen:

[1] grimmbärtig, grimmbebend, grimmbitter, grimmböse, grimmbrummen, grimmen, grimmig
[1] Grimmbart

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Grimm“ Nicht für den Gattungsnamen Grimm.
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Grimm
[*] canoo.net „Grimm
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonGrimm
[1] The Free Dictionary „Grimm
[1] Duden online „Grimm
[1] Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Grimm

Quellen:

  1. Wolfgang Pfeifer [Leitung]: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. 2. durchgesehene und erweiterte Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1993, ISBN 3-423-03358-4, Stichwort „Grimm“.
  2. Grimm www.duden.de, abgerufen am 29. August 2014
  3. Friedrich Gerstäcker: Herrn Mahlhubers Reiseabenteuer. Eulenspiegel Verlag, Berlin 1987, Seite 159. ISBN 3-359-00135-4. Zuerst 1857 erschienen.
  4. Ralph Giordano: Die Bertinis. Roman. 22 Auflage. Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt/M. 2008, ISBN 978-3-596-25961-8, Seite 26.

Substantiv, m, f, Nachname[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ Grimm (die) Grimms
Genitiv Grimms (der) Grimms
Dativ Grimm (den) Grimms
Akkusativ Grimm (die) Grimms
[1] Doppelporträt der Brüder Wilhelm Grimm (links) und Jacob Grimm von Elisabeth Jerichau-Baumann, Anno 1855

Worttrennung:

Grimm, Plural: Grimms

Aussprache:

IPA: [], Plural: []
Hörbeispiele: —, Plural:
Reime: -…

Bedeutungen:

[1] deutscher Familienname

Beispiele:

[1] Die Märchen der Gebrüder Grimm kennt jedes Kind!
[1] Die deutsche Sprachkultur wäre nicht die, die sie heute ist hätte es nicht die Grimms gegeben!
[1] Manch Wort, mit langem Sprachgebrauch und kleinstaatlicher Benutzung oder Bedeutungsgebung, hätte es nicht ins 21. Jahrhundert geschafft, wären da nicht die Sprachwissen Grimm gewesen, die länderübergreifend, das deutsche Sprachtum, in Schriftform gebracht hätten.

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] Grimms Märchen, Wörterbuch
[1] Brüder Grimm, Gebrüder Grimm

Wortbildungen:

[1] Grimmmärchen


Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Grimm
[*] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Grimm
[1] canoo.net „Grimm
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonGrimm
[1] The Free Dictionary „Grimm
[1] Duden online „Grimm

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ der Grimm die Grimm
Genitiv des Grimms der Grimm
Dativ dem Grimm den Grimm
Akkusativ den Grimm die Grimm
[1] Deutsches Wörterbuch Grimm - Titel Band 1 - Brothers Grimm, Verlag von S. Hirzel, Leipzig

Alternative Schreibweisen:

GRIMM (Eigenschreibweise)

Worttrennung:

Grimm, Plural: Grimms

Aussprache:

IPA: [], [], Plural: [], []
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Grimm (Info), Plural: Lautsprecherbild Grimm (Info)
Reime: -…

Bedeutungen:

[1] bekanntes Wörterbuch der deutschen Sprache

Herkunft:

[1] nach dem Familiennamen der Herausgeber Brüder Grimm, den Schöpfern des Buches und vieler Folgewerke

Sinnverwandte Wörter:

[1] Brockhaus, Duden

Oberbegriffe:

[1] Wörterbuch

Beispiele:

[1] Reich mir bitte den Grimm, ich muss da die Schreibweise eines Wortes herausfinden.
[1] „Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm.“[1]
[1] „Als die Brüder Grimm die redaktionelle Ausarbeitung des Deutschen Wörterbuchs (¹DWB) aufnahmen, veranschlagten sie dessen Umfang auf sechs bis sieben Bände, die Arbeitszeit auf zehn Jahre; tatsächlich erschienen in mehr als einhundert Jahren 16 Bände in 32 Teilbänden, auf deren insgesamt 67.744 Spalten Generationen von Lexikographen weit mehr als 300.000 Stichwörter behandeln, und ein separates, rund 4.000 Quellen umfassendes Quellenverzeichnis.“[2]


Charakteristische Wortkombinationen:

[1] im Grimm nachschlagen

Wortbildungen:

[1] Fremdwortgrimm, Rechtschreibgrimm


Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Grimm_(Begriffsklärung)

Quellen:

  1. Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm woerterbuchnetz.de, abgerufen am 29. August 2014
  2. Das Deutsche Wörterbuchvon Jacob Grimm und Wilhelm Grimm dwb.uni-trier.de, abgerufen am 29. August 2014

Ähnliche Wörter:

Kinn, Krim, Sinn