Stippvisite

Aus Wiktionary, dem freien Wörterbuch
Wechseln zu: Navigation, Suche

Stippvisite (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, f[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ die Stippvisite die Stippvisiten
Genitiv der Stippvisite der Stippvisiten
Dativ der Stippvisite den Stippvisiten
Akkusativ die Stippvisite die Stippvisiten

Worttrennung:

Stipp·vi·si·te, Plural: Stipp·vi·si·ten

Aussprache:

IPA: [ˈʃtɪpviˌziːtə], Plural: [ˈʃtɪpviˌziːtn̩]
Hörbeispiele: —, Plural:

Bedeutungen:

[1] umgangssprachlich: kurzer Besuch

Herkunft:

Determinativkompositum aus Stipp (niederdeutsch Stipp „Punkt, kurzer Zeitpunkt“) und Visite, belegt seit dem 18. Jahrhundert.[1]

Sinnverwandte Wörter:

[1] Kurzvisite

Oberbegriffe:

[1] Besuch

Beispiele:

[1] Er machte noch eine Stippvisite bei seinen Großeltern bevor er nach Hause ging.
[1] „Zwischen zwei Stippvisiten setzt er seine Gitarristenlaufbahn fort, flattert von Mädchen zu Mädchen, versucht sein Glück in New York, spielt hier und dort vor und genießt im Dunst der Nacht rückhaltlos seine Jugend.“[2]
[1] „Er war auf eine Stippvisite aus Gaza gekommen, dem sein erster, ausgiebiger Besuch gegolten hatte.“[3]
[1] „Nach den Stippvisiten Caesars in Britannien sollten 90 Jahre vergehen, ehe sich den Römern unter Kaiser Claudius eine Gelegenheit bot, das Land zu erobern.“[4]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Duden online „Stippvisite
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Stippvisite
[1] canoo.net „Stippvisite
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonStippvisite
[1] The Free Dictionary „Stippvisite

Quellen:

  1. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742, Stichwort: „Stippvisite“, Seite 885.
  2. Noël Balen: Billie Holiday. Die Seele des Blues. Scherz, Bern 2002 (französisches Original 2000), ISBN -, Seite 15.
  3. Angelika Schrobsdorff: Jericho. Eine Liebesgeschichte. Dritte Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1998, ISBN 3-423-12317-6, Seite 147.
  4. Ulrike Peters: Kelten. Ein Schnellkurs. DuMont, Köln 2011, ISBN 978-3-8321-9319-5, Seite 63.