Pfand

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Pfand (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, n, m[Bearbeiten]

Kasus Singular Plural
Nominativ das Pfand die Pfänder
Genitiv des Pfands
des Pfandes
der Pfänder
Dativ dem Pfand den Pfändern
Akkusativ das Pfand die Pfänder

Anmerkung:

In Deutschland ist der sächliche Artikel gebräuchlich. In Österreich wird vornehmlich der männliche Artikel verwendet.

Worttrennung:

Pfand Plural: Pfän·der

Aussprache:

IPA: [pfant], Plural: [ˈpfɛndɐ]; norddeutsch: [fant], Plural: [ˈfɛndɐ]
Hörbeispiele: —, Plural:
Reime: -ant

Bedeutungen:

[1] Recht: Gegenstand oder Geldbetrag einer Person, welcher vorübergehend bei einem Anderen verbleibt, als Sicherheit für etwas, das sich die Person von diesem Anderen geliehen hat, beziehungsweise für etwas, das die Person diesem Anderen schuldet

Herkunft:

mittelhochdeutsch pfant; althochdeutsch pfant; altsächsisch pant; vermutlich früh entlehnt aus lateinisch pondus (zu lateinisch penderewägen“), das außer „Gewicht“ auch „Gleichgewicht“ bedeuten konnte; das Pfand wurde also als „Gegengewicht“ aufgefasst

Unterbegriffe:

[1] Dosenpfand, Flaschenpfand, Faustpfand

Beispiele:

[1] „Die Kredite müssen auf Wunsch verlängert werden, die Pfänder dürfen nicht vor Ablauf von vier Monaten versteigert werden.“[1]
[1] Nimm die Flaschen mit. Vom Pfand kannst du dir ein Eis kaufen.

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] eine Sache als Pfand bestellen, einbehalten, hinterlegen
[1] Pfand auslösen, Pfand bezahlen

Wortbildungen:

pfänden, verpfänden
Pfandbesteller, Pfandbrief, Pfandgläubiger, Pfandhaus, Pfandkredit, Pfandrecht, Pfandregister, Pfandsache, Pfandstück, Pfandbestellungsvertrag

Übersetzungen[Bearbeiten]

? Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Pfand
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Pfand
[1] canoo.net „Pfand
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonPfand

Quellen:

  1. Bruno Schrep: Der letzte Ausweg. In: DER SPIEGEL 37, 2009, Seite 42-44; Zitat Seite 43.