dicke

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dicke (Deutsch)[Bearbeiten]

Adverb, Gradpartikel, Antwortpartikel[Bearbeiten]

Nebenformen:

[1] dick

Worttrennung:

di·cke

Aussprache:

IPA: [ˈdɪkə]
Hörbeispiele:
Reime: -ɪkə

Bedeutungen:

[1] Deutschland umgangssprachlich: in reichlichem Maße, mehr als genügend; wird mitunter auch als Gradpartikel benutzt, um ein Adjektiv oder Verb zu verstärken: in hohem Maße
[2] Deutschland umgangssprachlich: in jedem Fall; wird mitunter auch als Antwortpartikel benutzt, um eine bloße Bejahung, Zustimmung auszudrücken

Herkunft:

Die erste Bedeutung ist ab dem 14. Jahrhundert bezeugt, die zweite ab dem 18. Jahrhundert.[1] Das Wort selbst geht über mittelhochdeutsches dicke → gmh auf althochdeutsches dicco → gohoft, häufig‘ zurück.[2]

Sinnverwandte Wörter:

[1] Adverb: reichlich, vollauf
[1] Gradpartikel: ganz, sehr, ziemlich
[2] allemal, freilich, gewiss, klar, natürlich, ohnehin, selbstverständlich, zweifelsohne
[2] Bejahung, Zustimmung: einverstanden, gern, gut, hm, ok

Beispiele:

[1] „Gezaubert hat Borussia Dortmund zuvor schon dicke genug.“[3]
[1] „Jetzt sind die Vögel nicht mehr so angriffslustig. Sie scheinen dicke satt zu sein und saßen zuletzt reihenweise in den Furchen, ohne sich von der Stelle zu bewegen, wenn die Landwirte ihre Bahnen zogen.“[4]
[2] „Bei Edelfisch kostet Seeteufel 32,90 DM pro Kilo, mein Fisch (ohne Kopf) wog knapp 1200 Gramm und reichte dicke für vier Personen.“[5]
[2] „Gerhard Schulz hat sich aus der Hand lesen lassen und die Wahrsagerin gefragt, ob’s klappen könnte mit einem zweistelligen Ergebnis. Ihre Antwort: ‚Aber dicke!‘“[6]
[2] „Auf die Frage, ob er Holzschuhers Wahl für sicher halte, gibt sich Borns siegesgewiss: ‚Aber dicke! Da wette ich drauf!‘“[7]
[2] „Mit 80 Jahren hatte die rüstige Rentnerin noch einmal das Sportabzeichen abgelegt und die geforderten 1 000 Meter auf Zeit ‚dicke geschafft‘. Sie liebt das Schwimmen, auch, weil es der Sport ist, bei dem sie keinerlei Schmerzen spürt.“[8]

Redewendungen:

[1] umgangssprachlich: dicke drin sein
[1] umgangssprachlich: dicke durch sein
[1] Jargon der Kartenspieler: dicke gewonnen!
[1] Jargon der Kartenspieler: dicke raus!
[1] umgangssprachlich: es dicke haben
[1] umgangssprachlich: es nicht dicke haben, es nicht so dicke haben
[1] umgangssprachlich: etwas dicke haben
[1] umgangssprachlich: etwas dicke kriegen
[1] umgangssprachlich: jemanden dicke haben
[1] umgangssprachlich: jemanden dicke kriegen

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] dicke genug (von etwas) haben
[1] dicke satt (sein)
[1] mit etwas dicke auskommen
[1, 2] etwas langt dicke, etwas reicht dicke
[2] etwas dicke schaffen

Wortbildungen:

[1] (sich) (mit etwas) dicketun

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „dicke
[1] The Free Dictionary „dicke
[1] Duden online „dicke
[1] wissen.de – Wörterbuch „dicke
[1] PONS – Deutsche Rechtschreibung „dicke
[2] Hans Meyer: Der Richtige Berliner in Wörtern und Redensarten. Fünfte Auflage. Druck und Verlag von H. S. Hermann, Berlin 1904, Stichwort »Dicke, dick«, Seite 26 (Internet Archive).
[2] Hans Meyer: Der Richtige Berliner in Wörtern und Redensarten. Sechste Auflage. Druck und Verlag von H. S. Hermann, Berlin 1904, Stichwort »Dicke, dick«, Seite 26.
[1] Duden, Das große Wörterbuch der deutschen Sprache. 10 Bände auf CD-ROM ; mehr als 200 000 Stichwörter mit rund 90 000 Belegen aus mehreren Hundert Quellen ; vielfältige Recherchemöglichkeiten ; für MS Windows und Apple Macintosh. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2000, ISBN 978-3-411-71001-0, Stichwort »dicke«.
[2] Ulrich Ammon et al. (Herausgeber): Variantenwörterbuch des Deutschen. Die Standardsprache in Österreich, der Schweiz und Deutschland sowie in Liechtenstein, Luxemburg, Ostbelgien und Südtirol. 1. Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2004, ISBN 978-3-11-016574-6, DNB 972128115, Stichwort »dicke«, Seite 178.
[1, 2] Heinz Küpper: Wörterbuch der deutschen Umgangssprache. In: Digitale Bibliothek. 1. Auflage. 36, Directmedia Publishing, Berlin 2006, ISBN 3-89853-436-7, Stichwort »dicke«.
[2] Ulrich Ammon et al. (Herausgeber): Variantenwörterbuch des Deutschen. Die Standardsprache in Österreich, der Schweiz, Deutschland, Liechtenstein, Luxemburg, Ostbelgien und Südtirol sowie Rumänien, Namibia und Mennonitensiedlungen. 2., völlig neu bearbeitete und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2016, ISBN 978-3-11-024543-1, DNB 108083964X, Stichwort »dicke«, Seite 170.
[1] Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. Das umfassende Bedeutungswörterbuch der deutschen Gegenwartssprache. 9. Auflage. Dudenverlag, Berlin 2019, ISBN 978-3-411-05509-8, Stichwort »dicke«, Seite 429.

Quellen:

  1. Heinz Küpper: Wörterbuch der deutschen Umgangssprache. In: Digitale Bibliothek. 1. Auflage. 36, Directmedia Publishing, Berlin 2006, ISBN 3-89853-436-7, Stichwort »dicke«.
  2. Duden, Das große Wörterbuch der deutschen Sprache. 10 Bände auf CD-ROM ; mehr als 200 000 Stichwörter mit rund 90 000 Belegen aus mehreren Hundert Quellen ; vielfältige Recherchemöglichkeiten ; für MS Windows und Apple Macintosh. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2000, ISBN 978-3-411-71001-0, Stichwort »dicke«.
    Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. Das umfassende Bedeutungswörterbuch der deutschen Gegenwartssprache. 9. Auflage. Dudenverlag, Berlin 2019, ISBN 978-3-411-05509-8, Stichwort »dicke«, Seite 429.
    Duden online „dicke
  3. BVB-Trickkiste bleibt offen, Julian schiebt den Sieg ein. In: Berliner Kurier. 5. Dezember 2012, ISSN 1437-3475, Seite 22.
  4. Heinz Israel: Preisverfall macht den Bauern zu schaffen. In: Rhein-Zeitung. 13. Februar 2016, Seite 15.
  5. Waldemar Thomas: Waldemar Thomas bei Seeteufel-Edelfisch. In: Frankfurter Rundschau. 6. August 1999, ISSN 0940-6980, Seite 24.
  6. Mit Wut im Bauch und viel Gefühl. In: Main-Taunus-Kurier. 28. Februar 2003 (Ausgabe Wiesbaden und Region).
  7. Benno Rougk: Borns wettet auf erneute Wahl von Holzschuher. In: Märkische Allgemeine. 13. Januar 2015, ISSN 0863-7075, Seite 1 (Ausgabe Brandenburg an der Havel).
  8. Michaela Widder: Die Heldin vom Traumschiff. In: Sächsische Zeitung. 19. März 2016, Seite 14.

Deklinierte Form[Bearbeiten]

Worttrennung:

di·cke

Aussprache:

IPA: [ˈdɪkə]
Hörbeispiele:
Reime: -ɪkə

Grammatische Merkmale:

  • Nominativ Singular Femininum Positiv der starken Flexion des Adjektivs dick
  • Akkusativ Singular Femininum Positiv der starken Flexion des Adjektivs dick
  • Nominativ Plural Positiv der starken Flexion des Adjektivs dick
  • Akkusativ Plural Positiv der starken Flexion des Adjektivs dick
  • Nominativ Singular Maskulinum Positiv der schwachen Flexion des Adjektivs dick
  • Nominativ Singular Femininum Positiv der schwachen Flexion des Adjektivs dick
  • Akkusativ Singular Femininum Positiv der schwachen Flexion des Adjektivs dick
  • Nominativ Singular Neutrum Positiv der schwachen Flexion des Adjektivs dick
  • Akkusativ Singular Neutrum Positiv der schwachen Flexion des Adjektivs dick
  • Nominativ Singular Femininum Positiv der gemischten Flexion des Adjektivs dick
  • Akkusativ Singular Femininum Positiv der gemischten Flexion des Adjektivs dick
dicke ist eine flektierte Form von dick.
Die gesamte Deklination findest du auf der Seite Flexion:dick.
Alle weiteren Informationen findest du im Haupteintrag dick.
Bitte nimm Ergänzungen deshalb auch nur dort vor.

Konjugierte Form[Bearbeiten]

Nebenformen:

2. Person Singular Imperativ Präsens Aktiv: dick

Worttrennung:

di·cke

Aussprache:

IPA: [ˈdɪkə]
Hörbeispiele:
Reime: -ɪkə

Grammatische Merkmale:

  • 2. Person Singular Imperativ Präsens Aktiv des Verbs dicken
  • 1. Person Singular Indikativ Präsens Aktiv des Verbs dicken
  • 1. Person Singular Konjunktiv I Präsens Aktiv des Verbs dicken
  • 3. Person Singular Konjunktiv I Präsens Aktiv des Verbs dicken
dicke ist eine flektierte Form von dicken.
Die gesamte Konjugation findest du auf der Seite Flexion:dicken.
Alle weiteren Informationen findest du im Haupteintrag dicken.
Bitte nimm Ergänzungen deshalb auch nur dort vor.