oft

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oft (Deutsch)

Adverb

Positiv Komparativ Superlativ
oft öfter
häufiger
am öftesten
am häufigsten

Anmerkung zur Komparation:

Oft wird manchmal auch mit „häufiger“, „am häufigsten“ gesteigert, da „am öftesten“ nicht überall verbreitet ist (aber laut Duden korrekt ist).[1]

Worttrennung:
oft, Komparativ: öf·ter, Superlativ: am öf·tes·ten

Aussprache:
IPA: [ɔft]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild oft (Info)
Reime: -ɔft

Bedeutungen:
[1] viele Male (zu verschiedenen Zeiten)
[2] in vielen Fällen
[3] in hoher Frequenz

Herkunft:
mittelhochdeutsch: ofte,[2][3] althochdeutsch: ofta, ofto, oftu[2]

Sinnverwandte Wörter:
[1–4] häufig
[1] abschwächend: öfter, umgangssprachlich: öfters
[2] oftmals
[3] umgangssprachlich: dauernd

Gegenwörter:
[1, 2] gelegentlich, immer, kaum, manchmal, meistens, nie, selten

Beispiele:
[1] Kommst du oft hierher?[4]
[1] „Offene Brandwunden sind ein idealer Nährboden für Bakterien und infizieren sich oft.[5]
[2] Doch oft kommt es anders als man denkt[6]
[2] Das ist oft problematisch, denn meist herrscht ein Gruppenzwang.[7]
[3] Ich glaube, am Wochenende fährt der Bus nicht so oft.[8]

Redewendungen:
oft genug

Sprichwörter:
unverhofft kommt oft[9]

Wortbildungen:
oftmalig, oftmals

Übersetzungen

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „oft
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „oft
[*] canoonet „oft
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikonoft
[1, 2] The Free Dictionary „oft
[1–3] Duden online „oft

Quellen:

  1. Nach: Duden: Duden – Die Grammatik (Der Duden in zwölf Bänden, Band 4). Mannheim, Leipzig, Wien, Zürich 72005, Seite 576.
  2. 2,0 2,1 Gustav Bornhak: Grammatik der hochdeutschen Sprache : Zum Verständnis des Althochdeutschen, Mittelhochdeutschen und Neuhochdeutschen für die oberen Klassen gelehrter Schulen wie für das Privatstudium. II. Theil: Die Wortbildung, Ferd. Förstemann's Verlag, Nordhausen 1867, S. 81 [1]
  3. Anna Karin, Silvia Ulivi, Claudia Wich-Reif (Hrsg.): Regiolekt, Funktiolekt, Idiolekt: Die Stadt und ihre Sprachen, Vandenhoeck & Ruprecht, 2015, S. 29 [2]
  4. Flirten: So kommst du ins Gespräch!, bravo.de, 8. Juli 2010
  5. beobachter.ch: Medgate zu Verbrennungen: Wasser ja, Eis nein. 20. Dezember 2006, abgerufen am 8. Januar 2016.
  6. Heinz Abels: Einführung in die Soziologie: Band 2: Die Individuen in ihrer Gesellschaft, Springer-Verlag, 2018, S. 169 [3]
  7. Katrin Höfer: Das Anti-Quälgeisterbuch: Stressfrei im Alltag mit Kindern bis 12 Jahren. Von "Aufräumen" bis "Zahnarztbesuch". 100 originelle Tipps für alle Lebenslagen, Schlütersche, 2010, S. 104 [4]
  8. Hartmut Aufderstrasse, Jutta Müller, Thomas Storz: Miteinander: Buch./[Transl. and adapted by Gerald Williams], Hueber Verlag, 2012, S. 78 [5]
  9. Unverhofft kommt oft, redensarten-index.de

Ähnliche Wörter (Deutsch):

ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen: pft!, hofft