Trieb

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Nuvola apps korganizer.png Dieser Eintrag war in der 48. Woche
des Jahres 2007 das Wort der Woche.

Trieb (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ der Trieb

die Triebe

Genitiv des Triebs
des Triebes

der Triebe

Dativ dem Trieb
dem Triebe

den Trieben

Akkusativ den Trieb

die Triebe

[1] Trieb einer Sicheltanne (Cryptomeria japonica)
[1] Der terminale Trieb einer jungen Seekiefer im Zentrum

Worttrennung:

Trieb, Plural: Trie·be

Aussprache:

IPA: [tʀiːp]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Trieb (Info)
Reime: -iːp

Bedeutungen:

[1] Botanik: junger, neu entstandener Spross (Pflanzenteil)
[2] Psychologie, Psychiatrie: inneres Verlangen; innerer Antrieb, die eigenen Bedürfnisse zu befriedigen
[3] Technik: Kraftübertragung oder die Übertragung eines Drehmoments
[4] Technik: ein Zahnrad mit einer nur geringen Anzahl an Zähnen
[5] Bäckerei: das Lockern des Gebäcks mit Triebmitteln

Herkunft:

mhd. von trīp dieses von trīben (treiben) [Quellen fehlen]

Synonyme:

[1] Pflanzentrieb, Spross
[2] Antrieb, Drang, Instinkt, Verlangen

Gegenwörter:

[1] Keim
[2] Handlung, Tat

Oberbegriffe:

[1] Pflanzenwachstum
[2] Thymopsyche
[4] Uhrwerk

Unterbegriffe:

Haupttrieb
[1] Angsttrieb, Blatttrieb/Blatt-Trieb, Geiltrieb, Geiztrieb, Jungtrieb, Kieferntrieb, Kurztrieb, Leittrieb, Maitrieb, Seitentrieb, Terminaltrieb, Wassertrieb
[1, 2] Johannistrieb
[2] Aggressionstrieb, Begattungstrieb, Bewegungstrieb, Destruktionstrieb, Detumeszenztrieb, Erhaltungstrieb, Erwerbstrieb, Forschertrieb, Fortpflanzungstrieb, Geltungstrieb, Geschlechtstrieb, Herdentrieb, Kontrektationstrieb, Lebenstrieb, Nachahmungstrieb, Nahrungstrieb, Naturtrieb, Paarungstrieb, Partialtrieb, Sammeltrieb, Selbsterhaltungstrieb, Sexualtrieb, Spieltrieb, Stehltrieb, Todestrieb, Urtrieb, Wandertrieb, Zerstörungstrieb
[4] Ankerradtrieb, Beisatztrieb, Hülltrieb, Kleinbodentrieb, Kurbeltrieb, Minutentrieb, Riementrieb, Stahltrieb, Wechseltrieb, Ritzel
[5] Germ, Hefe

Beispiele:

[1] Diese Pflanze hat seit dem Düngen viele neue Triebe bekommen.
[2] „Diese erhabene Geistesstimmung ist das Loos starker und philosophischer Gemüther, die durch fortgesetzte Arbeit an sich selbst den eigennützigen Trieb unterjochen gelernt haben.“[1]
[2] „Die französische Kunst des Flirts bedeutet mir nichts, der wilde Trieb hingegen sehr viel.“[2]
[3–5] „Kennst du Bedeutung des Ausdrucks Trieb?“ wurde Justin Im Deutschunterricht gefragt.

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] neuer Trieb

Wortbildungen:

antreiben, treiben
[2, 3] Triebfeder
[2] Triebbefriedigung, triebhaft, Triebhaftigkeit, Triebtäter, Triebtheorie, Triebverbrechen
[3] Antrieb, Triebwagen, Triebwerk
[4] Getriebe, Triebstock

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1–5] Wikipedia-Artikel „Trieb
[1, 2] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonTrieb
[1, 2] canoo.net „Trieb
[4] Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 19. Leipzig 1909, Seite 707.

Quellen:

  1. Friedrich Schiller → WP: Ueber die tragische Kunst. In: Projekt Gutenberg-DE. (URL).
  2. Philip Roth: Das sterbende Tier. Roman. Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek 2004, ISBN 3-499-23650-8, Seite 23. Englisches Original 2001.

Ähnliche Wörter (Deutsch):

ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen: lieb, Sieb, trüb
Anagramme: breit, briet, Brite, reibt, riebt