Modus

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Modus (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ der Modus die Modi
Genitiv des Modus der Modi
Dativ dem Modus den Modi
Akkusativ den Modus die Modi

Worttrennung:

Mo·dus, Plural: Mo·di

Aussprache:

IPA: [ˈmɔdʊs], [ˈmoːdʊs]
Hörbeispiele: —

Bedeutungen:

[1] bildungssprachlich: Art und Weise
[2] bildungssprachlich: eine von mehreren Betriebsarten, zwischen denen ausgewählt werden kann
[3] GrammatikLinguistik: Eigenschaft des Verbs: eine Flexionskategorie
[4] Musik: synonym verwandt für Kirchentonart

Herkunft:

von lateinisch modusArt, Melodie, Weise[1]

Synonyme:

[2] Betriebsart
[3] Aussageweise, Verbmodus, Verbalmodus
[4] Kirchentonart

Gegenwörter:

[3] Person, Numerus, Tempus; Genus verbi

Unterbegriffe:

[1] Ironiemodus, Satzmodus, Wahlkampfmodus
[2] Abenteuermodus, Autopilotmodus, Bereitschaftsmodus, Betriebsmodus (Betriebmodus), Binärmodus, Debug-Modus, Empfangsmodus, Endlosmodus, Energiesparmodus, Fenstermodus, Flugmodus (Flugzeugmodus), Grafikmodus, Heldenmodus, Herausforderungsmodus, Kampagnenmodus, Karrieremodus, Kompatibilitätsmodus, Offline-Modus, Online-Modus, Parallelitätsmodus, Pipelinemodus, Ruhemodus, Sendemodus, Schwebemodus, Sparmodus, Spielmodus, Steuerungsmodus, Stromsparmodus, Tabletmodus, Textmodus, Überlebensmodus, Verkehrsmodus, Vollbildmodus
[3] Imperativ, Indikativ, Infinitiv, Jussiv, Kohortativ, Konditional, Konjunktiv, Optativ; Befehlsform, Wirklichkeitsform, Möglichkeitsform, Wunschform

Beispiele:

[1] Wir müssen einen Modus finden, um mit diesem Problem angemessen umzugehen.
[2] Der Computer startet jetzt im sicheren Modus.
[3] Die beiden Sätze unterscheiden sich nur im Modus des Verbs.
[3] „Bei den finiten Formen sind besonders die Diathesen zu erwähnen (die Unterscheidung zwischen Aktiv und Passiv; in der früheren Zeit gab es auch noch eine dritte, die funktionell häufig unserem Reflexivum entspricht, die mediale Diathese) sowie die Unterscheidung nach Tempus (Zeit) und Modus (Aussageart).“[2]
[3] „Die Flexion der Tempora und ihrer Modi kommt dadurch zustande, daß an den jeweiligen Stamm die Personalendungen treten.“[3]
[3] „Damit ist eine verbindliche Norm zur Verwendung des Modus in der indirekten Rede nicht mehr erkennbar.“[4]
[3]

Charakteristische Wortkombinationen:

[4] der äolische, dorische, hypoäolische, hypodorische, hypoionische, hypolokrische, hypolydische, hypomixolydische, hypophrygische, ionische, lokrische, lydische, mixolydische, phrygischeModus

Wortbildungen:

modal, modifizieren

Übersetzungen[Bearbeiten]

 

Referenzen und weiterführende Informationen:

[2-4] Wikipedia-Artikel „Modus
[3] Wikipedia-Artikel „Modus (Grammatik)
[2] Wikipedia-Artikel „Betriebsart
[1, 3] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Modus
[2, 3] canoo.net „Modus
[1, 3] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonModus
[1, 3, 4] The Free Dictionary „Modus
[1, 2, (3), 4] Duden online „Modus

Quellen:

  1. Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das große Fremdwörterbuch. Herkunft und Bedeutung der Fremdwörter. 4. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-04164-0, Seite 893.
  2. Kluge. Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. Bearbeitet von Elmar Seebold. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage, de Gruyter, Berlin/ New York 2002, Seite XXXV. ISBN 3-11-017472-3. Fett gedruckt: Diathesen, mediale, Tempus und Modus.
  3. Richard von Kienle: Historische Laut- und Formenlehre des Deutschen. 2., durchgesehene Auflage. Niemeyer, Tübingen 1969, Seite 278.
  4. Helmut Glück, Wolfgang Werner Sauer: Gegenwartsdeutsch. 2., überarbeitete und erweiterte Auflage. Metzler, Stuttgart/Weimar 1997, Seite 66. ISBN 3-476-12252-2.

Ähnliche Wörter (Deutsch):

ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen: Mode