malochen

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17. Wort der Woche.

[Bearbeiten] malochen (Deutsch)

[Bearbeiten] Verb

  Person Wortform
Präsens ich maloche
du malochst
er, sie, es malocht
Präteritum ich malochte
Partizip II   malocht
Konjunktiv II ich malochte
Imperativ Singular maloche!
Plural malocht!
Hilfsverb   haben
Alle weiteren Formen: malochen (Konjugation)

Anmerkung:

In der Schweiz war das Wort ursprünglich fremd, jedoch wird es zunehmend gebräuchlich. [1]

Worttrennung:

ma·lo·chen, Präteritum: ma·loch·te, Partizip II: ma·locht

Aussprache:

IPA: [maˈloːχn̩], auch [maˈlɔχn̩], Präteritum: [maˈloːχtə], auch [maˈlɔχtə], Partizip II: [maˈloːχt], auch [maˈlɔχt]
Hörbeispiele: —, Präteritum: —, Partizip II:

Bedeutungen:

[1] intransitiv; besonders mittelwestdeutsch, salopp: körperlich hart, schwer arbeiten

Herkunft:

Denominativ zu dem Substantiv Maloche; der Ursprung des Wortes liegt im Jiddischen und geht auf das jiddische Wort melocho für Arbeit zurück [2]

Synonyme:

[1] schuften

Sinnverwandte Wörter:

[1] rheinisch: acheln; nord- und mitteldeutsch: ackern; ostösterreichisch, südostdeutsch: barabern; mittelostdeutsch, westösterreichisch: buckeln; österreichisch, südostdeutsch: fretten; ostösterreichisch: hackeln; Deutschland, umgangssprachlich klotzen; schweizerisch: knorzen, krampfen, krüppeln; ostmitteldeutsch: marachen; nordostdeutsch: placken; Deutschland, umgangssprachlich: rackern; nordostdeutsch: roboten; Deutschland, umgangssprachlich: schaffen; südostösterreichisch: schöpfen; Deutschland, regional: wullacken/wulacken/wulachen/wurachen/wuracken

Gegenwörter:

[1] faulenzen, kleckern, pausieren

Oberbegriffe:

[1] arbeiten

Beispiele:

[1] „Der politische Rechtsruck der letzten dreißig Jahre hat es mit sich gebracht, dass der Reichtum heute in noch weniger Händen konzentriert ist als in den 1920er-Jahren. Unsere Arbeiter haben weniger mitzubestimmen über die Bedingungen, unter denen sie malochen, als je zuvor.“[3]
[1] „Deshalb legen die Leute, wenn sie im Winter hier draußen malochen, ausgedehnte Pausen ein, sobald ihnen zu warm wird.“[4]
[1] „Heute ist alles so anonym. Nur mehr malochen und vor der Glotze hängen. Es gibt keine Kultur des Protests mehr.“[5]
[1] „Natürlich ist Religion nicht nur, aber auch ein Unterdrückungsmittel. Für die Armen, Schwachen bedeutet sie, dass sie später emporgehoben oder eben "erlöst" werden, aber bis dahin müssen sie noch malochen.“[6]

Abgeleitete Begriffe:

[1] Malocher (→ Malocherin)

[Bearbeiten] Übersetzungen

? Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Hrsg.): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. 6. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-05506-7, Seite 1107
[1] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Hrsg.): Duden, Das große Fremdwörterbuch. Herkunft und Bedeutung der Fremdwörter. 4. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-04164-0, Seite 842
[1] VWDWiktionary:Literaturliste, Seite 486
[1] canoo.net „malochen
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikonmalochen

Quellen:

  1. VWDWiktionary:Literaturliste, Seite 486
  2. Hans Peter Althaus: Chuzpe, Schmus & Tacheles: jiddische Wortgeschichten. C. H. Beck 2004, ISBN 3406510655 , Seite 67-69 (Online-Kopie)
  3. deutschsprachige Online-Ausgabe der Le Monde diplomatique, Krisenpopulismus in den USA - Sushi, Piercing und andere Besonderheiten, 13.02.2004
  4. Online-Ausgabe des Magazins Spiegel, Aussteigertraum Yukon - Meine weiße Wildnis, 06.03.2006
  5. PresseWiktionary:Literaturliste: Samir H.Köck: Udo Lindenberg: Auf der Suche nach dem Gin des Lebens, 07.04.2008
  6. Online-Ausgabe der tageszeitung, Kriminalbiologe über Parawissenschaften - "Vampire haben meine Sympathie", 19.05.2009

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