Separatismus

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Separatismus (Deutsch) [Bearbeiten]

Substantiv, m [Bearbeiten]

Kasus Singular Plural
Nominativ der Separatismus
Genitiv des Separatismus
Dativ dem Separatismus
Akkusativ den Separatismus
[1] 1294 zerfiel das Mongolische Reich durch Separatismus

Worttrennung:

Se·pa·ra·tis·mus, kein Plural

Aussprache:

IPA: [zepaʀaˈtɪsmʊs]
Hörbeispiele: —

Bedeutungen:

[1] die Bestrebung ethnischer, politischer oder religiöser Gruppen zur Loslösung von dem Staat, in dem sie leben, um einen neuen Staat zu errichten oder sich in einen anderen Staat einzugliedern
[2] das Bestreben eines Teils der Gläubigen sich von einer Glaubensgemeinschaft loszulösen und sich zu verselbstständigen

Herkunft:

Synonyme:

[1] Abspaltungsbewegung, Loslösungsbestreben, Sezession, Unabhängigkeitsbedürfnis
[2] Schisma, Spaltung

Gegenwörter:

[1] Föderalismus, Integration, Nationalismus (der Mehrheit), Panslawismus, Unionismus
[2] Gesamtkirche, Ökumene, Unionismus

Oberbegriffe:

[1] Ideologie, rechtlich: Hochverrat
[2] Glaubensspaltung

Unterbegriffe:

[1] Nationalismus von Minderheiten, Regionalismus

Beispiele:

[1] Den lebensbedrohlichen Zorn der Eta hat er sich auf Grund seiner kritischen Auseinandersetzung mit dem radikalen Separatismus zugezogen, der auch in seiner eigenen Partei anzutreffen ist.[1]
[1] Der Machtverfall der Moskauer Behörden hat die Konzentration wirtschaftlicher Macht praktisch nicht berührt. Sie tritt in destruktiven Tendenzen wie ungebremstem Separatismus und chaotischer Selbstversorgung von ganzen Regionen immer bedrohlicher zutage.[2]
[1] Den Kurden ist es untersagt, "Q", "W" und "X" zu verwenden. Kurdische Politiker werden häufig vor Gericht gestellt, weil sie die Buchstaben in offiziellen Schreiben verwenden. Der Buchstabe „W" gilt überhaupt als Zeichen des kurdischen Separatismus.[3]
[2] In der Ausübung seines Amtes kam er über die Versuchung zum Separatismus hinaus, indem er die Strenge des christlichen Lebens immer als die Aufgabe hochhielt, um deren willen er an der Kirche Zweifel gehegt hatte.[4]
[2] Indessen gibt es schon seit mehreren Menschenaltern auch im Vinschgau und in Ähren etliche widerborstige Berghöfe, welche von geistlicher und weltlicher Obrigkeit ungeschoren, sich eines stillen unbekannten Separatismus erfreuen.[5]
[2] Wenn das Volk noch nicht ganz frey von mancherley Aberglauben ist, so ist es dagegen desto freyer von Pietismus, Mysticismus und Separatismus, wovor es sein lebensfroher Sinn bewahrt.[6]

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] abchasischer, albanischer, alemannischer, baskischer, flämischer, kroatischer, kurdischer, oberschlesischer, pfälzischer, rheinischer, schwarzer, tamilischer, tschetschenischer, uigurischer Separatismus
[1, 2] Separatismus bekämpfen, fördern, kritisieren, schüren, üben, unterdrücken, unterstützen, verurteilen, vorantreiben, zulassen
[1, 2] aggressiver, ethnischer, gewalttätiger, fanatischer, kultureller, militanter, radikaler, regionaler Separatismus
[2] islamischer, pietistischer, religiöser Separatismus

Übersetzungen [Bearbeiten]

? Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Separatismus
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Separatismus
[*] canoo.net „Separatismus
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonSeparatismus
[1, 2] The Free Dictionary „Separatismus
[1, 2] Duden online „Separatismus

Quellen:

  1. Werner A. Perger: Wir haben gewonnen. In: Zeit Online. ISSN 0044-2070 (URL, abgerufen am 26. Dezember 2012).
  2. Ungebremster Separatismus. In: Zeit Online. ISSN 0044-2070 (URL, abgerufen am 26. Dezember 2012).
  3. Türkei: Q, W und X sollen legal werden. In: DiePresse.com. (URL, abgerufen am 26. Dezember 2012).
  4. Wikisource-Quellentext „ADB:Oetinger, Friedrich Christoph
  5. Wikisource-Quellentext „Seite:De Drei Sommer in Tirol (Steub) 544.jpg
  6. Wikisource-Quellentext „Beschreibung des Oberamts Riedlingen

Ähnliche Wörter:

Separation, Separatist