wehen

Aus Wiktionary, dem freien Wörterbuch
Wechseln zu: Navigation, Suche

wehen (Deutsch)[Bearbeiten]

Verb[Bearbeiten]

Person Wortform
Präsens ich wehe
du wehst
er, sie, es weht
Präteritum ich wehte
Konjunktiv II ich wehte
Imperativ Singular wehe!
Plural weht!
Perfekt Partizip II Hilfsverb
geweht haben
Alle weiteren Formen: Flexion:wehen
[1] weil der Wind weht dreht sich die Mühle

Worttrennung:

we·hen, Präteritum: weh·te, Partizip II: ge·weht

Aussprache:

IPA: [ˈveːən], [ˈveːn], Präteritum: [ˈveːtə], Partizip II: [ɡəˈveːt]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild wehen (Info), Lautsprecherbild wehen (Info), Präteritum: Lautsprecherbild wehte (Info), Partizip II: Lautsprecherbild geweht (Info)
Reime: -eːən

Bedeutungen:

[1] von Wind oder Sturm: blasen, winden
[2] etwas bewegt sich im Winde, zum Beispiel eine Fahne

Herkunft:

mittelhochdeutsch wæ(je)n, althochdeutsch wā(h)en, gotisch waian < germanisch *wǣ-ja- < indogermanisch *hwē- „wehen“. Vgl. die Ableitungen Ventil, Wetter, Wind.[1]

Synonyme:

[1] blasen, winden
[2] flattern

Unterbegriffe:

anwehen, aufwehen, auseinanderwehen, durchwehen, fortwehen, hereinwehen, herüberwehen, überwehen, umwehen, verwehen, wegwehen, zusammenwehen, zuwehen

Beispiele:

[1] Der Wind wehte die welken Blätter auf den Rasen.
[1] Der Sturm weht übers Land.
[1] Hier ruht er, wenn der Wind nicht weht![2]
[1] Wer Windenergie will, muss dorthin, wo der Wind weht.[3]
[2] Die Flaggen wehten in der aufkommenden Brise.
[2] Ihr wehten die Haare ins Gesicht.
[2] Die Wäsche weht auf der Leine.

Redewendungen:

[1] sich frischen Wind um die Nase wehen lassen

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] auf den Boden wehen, eine leichte Brise weht, es weht kein Lüftchen
[2] die Fahnen wehen auf Halbmast, die Fahne weht im Wind

Wortbildungen:

geweht, Wehe, Wehen, wehend


Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1, 2] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „wehen
[1] canoo.net „wehen
[1, 2] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikonwehen
[1, 2] Duden online „wehen
[1] Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „wehen
[1, 2] wissen.de „wehen

Quellen:

  1. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742 S. 977.
  2. Gotthold Ephraim Lessing: Grabschrift auf einen Gehenkten. (Wikisource-Quellentext „Grabschrift auf einen Gehenkten“)
  3. Offshore - Hart am Wind Teil 3. In: Deutsche Welle. 12. Juni 2012 (URL, abgerufen am 22. Juni 2015).

Ähnliche Wörter:

Weh, weh, Wehe, wehe, Wehne