wehe

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wehe (Deutsch)[Bearbeiten]

Interjektion[Bearbeiten]

Nebenformen:

weh

Worttrennung:

we·he

Aussprache:

IPA: [ˈveːə]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild wehe (Info)
Reime: -eːə

Bedeutungen:

[1] als Ausruf der Bestürzung, Klage, des Kummers, Leids, (seelischen) Schmerzes oder dergleichen
[2] Ausruf als Ankündigung oder Androhung von etwas Schlimmen, Unheilvollen oder dergleichen

Beispiele:

[1] „‚O wehe mir!‘ klagte ſie, ‚es hat mir jemand einen haͤßlichen Stoß verſetzt, ſo daß ich krank bin und die Stimme nicht mehr ſchwinge. […]‘“[1]
[1] „Doch wehe, die Übermacht der Feinde war unbezähmbar geweſen; einer nach dem anderen waren die Seinen um ihn gefallen, und nach mehrſtündigem Kampfe ſchließlich, einſam übriggeblieben, habe er um Odem für ſeine Naſe erſuchen müſſen.“[2]
[2]  „Ja, dazu ist man bereit! –
– Menschen necken, Tiere quälen,
Äpfel, Birnen, Zwetschen stehlen – –
Das ist freilich angenehmer
Und dazu auch viel bequemer,
Als in Kirche oder Schule
Festzusitzen auf dem Stuhle. –
– Aber wehe, wehe, wehe!
Wenn ich, auf das Ende sehe!! –“[3]
[2] „O diese arabischen Querelen! Und wehe dem, der sich da einmischt!“[4]
[2] „Und wehe, es hatte einer gelogen.“[5]

Alle weiteren Informationen zu diesem Begriff befinden sich im Eintrag weh.
Ergänzungen sollten daher auch nur dort vorgenommen werden.

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1, 2] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „weh², wehe
[*] Online-Wortschatz-Informationssystem Deutsch „wehe
[2] The Free Dictionary „wehe!
[1, 2] Duden online „wehe, weh
[1, 2] wissen.de – Wörterbuch „wehe
[2] PONS – Deutsche Rechtschreibung „wehe
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-Portalwehe
[1, 2] Duden, Das große Wörterbuch der deutschen Sprache. 10 Bände auf CD-ROM ; mehr als 200 000 Stichwörter mit rund 90 000 Belegen aus mehreren Hundert Quellen ; vielfältige Recherchemöglichkeiten ; für MS Windows und Apple Macintosh. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2000, ISBN 978-3-411-71001-0, Stichwort »wehe, weh«.

Quellen:

  1. Carl Spitteler: IMAGO. Fuͤnftes bis ſiebentes Tauſend, verlegt bei Eugen Diederichs, Jena 1910, Seite 41 (Zitiert nach Internet Archive).
  2. Thomas Mann: Die Geſchichten Jaakobs. Roman. S. Fiſcher Verlag, Berlin 1933, Seite 197 (Zitiert nach Google Books)
  3. Wilhelm Busch: Max und Moritz. Eine Bubengeschichte in sieben Streichen (1865). In: Friedrich Bohne (mit Förderung der Wilhelm-Busch-Gesellschaft Hannover) (Herausgeber): Wilhelm Busch. Historisch-kritische Gesamtausgabe. 4 Bände. Band 1, Vollmer Verlag, Wiesbaden/Berlin 1960, Seite 343 (Zitiert nach Wikisource-Quellentext „Max und Moritz“).
  4. Marion Gräfin Dönhoff: Die Bundesrepublik in der Ära Adenauer. Kritik und Perspektiven. 1.–20. Tausend, Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1963, Seite 168 (Zitiert nach Google Books).
  5. Erik Neutsch: Spur der Steine. Mitteldeutscher Verlag, Halle (Saale) 1964, Seite 151.

Konjugierte Form[Bearbeiten]

Worttrennung:

we·he

Aussprache:

IPA: [ˈveːə]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild wehe (Info)
Reime: -eːə

Grammatische Merkmale:

  • 1. Person Singular Indikativ Präsens Aktiv des Verbs wehen
  • 1. Person Singular Konjunktiv I Präsens Aktiv des Verbs wehen
  • 3. Person Singular Konjunktiv I Präsens Aktiv des Verbs wehen
  • 2. Person Singular Imperativ Präsens Aktiv des Verbs wehen
wehe ist eine flektierte Form von wehen.
Die gesamte Konjugation findest du auf der Seite Flexion:wehen.
Alle weiteren Informationen findest du im Haupteintrag wehen.
Bitte nimm Ergänzungen deshalb auch nur dort vor.

Ähnliche Wörter (Deutsch):

ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen: weh, Weh, Wehe, wehen