Spaßvogel

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Spaßvogel (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ der Spaßvogel

die Spaßvögel

Genitiv des Spaßvogels

der Spaßvögel

Dativ dem Spaßvogel

den Spaßvögeln

Akkusativ den Spaßvogel

die Spaßvögel

[1] im Fasching sind viele Spaßvögel unterwegs

Alternative Schreibweisen:

Schweiz, Liechtenstein; sonst Österreich auch: Spassvogel

Worttrennung:

Spaß·vo·gel, Plural: Spaß·vö·gel

Aussprache:

IPA: [ˈʃpaːsˌfoːɡl̩]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Spaßvogel (Info)

Bedeutungen:

[1] jemand, der mit seinen lustigen Einfällen und Späßen andere gerne erheitert

Herkunft:

Determinativkompositum (Zusammensetzung) aus den Substantiven Spaß und Vogel

Sinnverwandte Wörter:

[1] Bajazzo, Clown, Eulenspiegel, Geck, Hanswurst, Harlekin, Hofnarr, Humorist, Kasper, Kasperl, Komiker, Komödiant, Narr, Possenreißer, Schalk, Schelm, Scherzkeks, Spaßmacher, Witzbold

Gegenwörter:

[1] ein fader Mensch, Finsterling, Griesgram, Menschenfeind, Misanthrop; umgangssprachlich: Stockfisch

Oberbegriffe:

[1] Frohnatur

Beispiele:

[1] Das närrische Treiben nimmt bekannterweise am Faschingsdienstag sein Ende. Für manch einen Spaßvogel ist dies Anlass Genug, um noch einmal so richtig auf den Putz zu hauen und die Zeit vor dem großen Fasten mit einem lustigen „Scherzchen“ abzuschließen.[1]
[1] Denn als sich die Medienwelt schon darauf eingestellt hatte, Hape Kerkeling, 47, werde Gottschalk beerben, sagte der Spaßvogel Anfang November "nein".[2]
[1] Jetzt hat sie 1,8 Prozent in Berlin bekommen. Spaßvögel könnten jetzt auf die Idee kommen, die alten 18-Plakate auszugraben und nur um das Komma zu ergänzen.[3]
[1] Zum Vollsprechen eines Anrufbeantworters mit Wutanrufen haben Spaßvögel inzwischen sogar ein Verb erfunden: wulffen lautet es.[4]
[1] Endgültig zur Überzeugung von der Unsterblichkeit des Grafen verdichtet sich solche Rede, als in Paris ein Spaßvogel auftritt, der sich selbst für Saint-Germain ausgibt und mit gehörigem Ernst erklärt, ein Freund von Jesus Christus gewesen zu sein, die Heilige Jungfrau Maria gekannt und am Konzil zu Nicäa teilgenommen zu haben.[5]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Spaßvogel
[1] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Spaßvogel
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Spaßvogel
[1] canoonet.eu „Spaßvogel
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonSpaßvogel
[1] The Free Dictionary „Spaßvogel
[1] ÖBV im Auftrag des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur (Herausgeber): Österreichisches Wörterbuch. Auf der Grundlage des amtlichen Regelwerks. 41., aktualisierte Auflage. ÖBV, Wien 2009, ISBN 978-3-209-06875-0 (Bearbeitung: Otto Back et al.; Red.: Herbert Fussy, Ulrike Steiner), Seite 605, Eintrag „Spaßvogel“, „Spassvogel“

Quellen:

  1. Spaßvogel narrt Polizei zum Fasching. www.oe24.at, 21. Februar 2012, abgerufen am 1. März 2012.
  2. Markus Lanz soll "Wetten, dass..?" übernehmen. Gottschalk-Nachfolge. In: sueddeutsche.de. 15. Februar 2012, ISSN 0174-4917 (URL, abgerufen am 1. März 2012).
  3. Schwarz und Gelb beschwören ihr Bündnis. Parteien nach Berlin-Wahl. In: sueddeutsche.de. 19. September 2011, ISSN 0174-4917 (URL, abgerufen am 1. März 2012).
  4. Kurt Sagatz: Selbst Boris Becker macht sich über Christian Wulff lustig. Spott im Netz. In: Zeit Online. 4. Januar 2012, ISSN 0044-2070 (URL, abgerufen am 1. März 2012).
  5. Peter Rawert: Der Mann, der niemals starb. Geschichte. In: Zeit Online. Nummer 32/2010, 8. August 2010, ISSN 0044-2070 (URL, abgerufen am 1. März 2012).

Ähnliche Wörter (Deutsch):

ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen: Spottvogel