Trophäe

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Trophäe (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, f[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ die Trophäe

die Trophäen

Genitiv der Trophäe

der Trophäen

Dativ der Trophäe

den Trophäen

Akkusativ die Trophäe

die Trophäen

[4a] griechische Art der Trophäe auf einer römischen Münze
[4b] römische Trophäe

Worttrennung:

Tro·phäe Plural: Tro·phä·en

Aussprache:

IPA: [tʁoˈfɛːə]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Trophäe (Info) Lautsprecherbild Trophäe (Info)
Reime: -ɛːə

Bedeutungen:

[1] Zeichen des Sieges über einen Feind in Form einer Fahne, einer Waffe oder ähnlichen Ausrüstungsgegenständen
[2] Kurzform von Jagdtrophäe
[3] Gegenstand, der für den Sieger eines Wettbewerbs bestimmt ist
[4] historisches Siegesdenkmal, Ehrenmal
[a] bei den Griechen: an einen Baum, der an der Stelle auf dem Schlachtfeld steht, wo der Feind in die Flucht geschlagen wurde, gehängte erbeutete Waffen
[b] bei den Römern: feststehender monumentaler Rundbau mit Reliefs
[5] veraltet: besondere Ehrenzeichen in Form von Waffen oder Armaturen, die an Stadttoren, Zeughäusern oder Gräbern höherstehender Personen angebracht waren

Herkunft:

Trophäe wurde in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts aus dem spätlateinischen trophaeum → la entlehnt, welchem das lateinische tropaeum → la und das altgriechische τρόπαιον (trópaion) → grc (ältere Betonung: τροπαῖον (tropā́ion) → grc) (Siegesdenkmal, das auf dem Schlachtfeld errichtet wird) zugrunde liegen. τροπαῖον ist das substantivierte Neutrum von τροπαῖος (tropā́ios) → grc (den Feind in die Flucht schlagend) und leitet sich über das altgriechische τροπή (tropḗ) → grc (Wende, Umkehr) von τρέπειν (trépein) → grc (drehen, wenden) ab.
Zunächst wurde das Wort in der lateinischen Form Trophaeum, häufiger jedoch im Plural Tropheen benutzt. Ab dem 17. und 18. Jahrhundert verbreitete sich die ans Französische angelehnte Form Trophée. Aus dieser Zeit stammt das feminine Genus, das entweder daherrührt, dass das Wort als feminine Rückbildung aus dem Plural angesehen wurde, oder daher, dass das französische trophée → fr fälschlich als Femininum aufgefasst wurde.[1][2]

Synonyme:

[1] Beutestück
[2] Jagdtrophäe
[3] Siegerpreis, Siegertrophäe, Siegesmal, Siegespreis, Siegestrophäe, Siegeszeichen

Sinnverwandte Wörter:

[3] Pokal

Gegenwörter:

[3] Trostpreis

Oberbegriffe:

[3] Preis

Unterbegriffe:

[1] Kriegstrophäe, Schädeltrophäe

Beispiele:

[1] Hier sehen Sie einige Trophäen aus dem Dreißigjährigen Krieg.
[1] „In einer Zeremonie zerstören sie die Trophäen, brechen die Schwerter entzwei und zerschlagen die Schilde.“[3]
[3] Konrad hat eine ganze Sammlung diverser Trophäen von Skatturnieren.
[3] „Dann hebt er sie auf und trägt sie wie eine Trophäe davon.“[4]

Wortbildungen:

Trophäenraum


Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1–3] Wikipedia-Artikel „Trophäe
[1–3] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Trophäe
[1–3] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion, Annette Klosa u. a. (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. 4. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2001, ISBN 3-411-05504-9, „Trophäe“, Seite 1609
[1, 4] Meyers Großes Konversations-Lexikon, 1909: Trophäe
[1, 4, 5] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Trophäe
[3] canoo.net „Trophäe
[3] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonTrophäe
[4a] Wolfgang Pfeifer et al.: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. 8. Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2005, ISBN 3-423-32511-9, „Trophäe“, Seite 1465

Quellen:

  1. Wolfgang Pfeifer et al.: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. 8. Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2005, ISBN 3-423-32511-9, „Trophäe“, Seite 1465
  2. Wilhelm Gemoll: Griechisch-deutsches Schul- und Handwörterbuch. Von Wilhelm Gemoll. Durchges. und erw. von Karl Vretska. Mit einer Einf. in die Sprachgeschichte von Heinz Kronasser. 9. Auflage. Oldenbourg, München 1991, ISBN 3-486-13401-9, „τρέπω“, Seite 746; „τρόπαιον“, „τροπαῖος“ und „τροπή“, Seite 750
  3. Martin Paetsch: Der Tod aus dem Norden. In: GeoEpoche: Die Wikinger. Nummer Heft 53, 2012, Seite 24-35, Zitat Seite 27.
  4. E. W. Heine: Kaiser Wilhelms Wal. Geschichten aus der Weltgeschichte. C. Bertelsmann Verlag, München 2013, ISBN 978-3-570-10148-3, Seite 137.