Lavendel

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des Jahres 2018 das Wort der Woche.

Lavendel (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ der Lavendel

die Lavendel

Genitiv des Lavendels

der Lavendel

Dativ dem Lavendel

den Lavendeln

Akkusativ den Lavendel

die Lavendel

[1] Lavendel (Lavendula officinalis)

Worttrennung:

La·ven·del, Plural: La·ven·del

Aussprache:

IPA: [laˈvɛndl̩]
Hörbeispiele:
Reime: -ɛndl̩

Bedeutungen:

[1] Botanik: wissenschaftlich Lavendula officinalis, Pflanzenart aus der Familie der Lippenblütengewächse (Lamiaceae)

Herkunft:

Vorausgegangen und verwandt sind das im 9. Jahrhundert vorkommende althochdeutsche lauendula → goh sowie die späteren Formen lauindola → goh, lauindila → goh, lauendel → goh und lauendele → goh, im Mittelhochdeutschen lavendele → gmh und lavendel → gmh, im Mittelniederdeutschen lavendel, lovendel und lofengel, im Mittelniederländischen lavender und lavendel und im heutigen Niederländischen lavendel → nl.[1] Diese Formen sind allesamt Entlehnungen aus dem mittellateinischen lavindula und lavendula, welche vermutlich in Italien entstanden sind.[1] Im Italienischen existieren lavendola → it und lavanda → it ‚Waschen, Wäsche[2][3]. Zugrunde liegt das lateinische lavare → la ‚waschen, baden‘.[1][3][4] Hieraus folgt, dass die Pflanze ihren Namen dem Umstand verdankt, dass ihr Duft für Badezusätze verwendet wurde und wird.[1][3]

Synonyme:

[1] Balsam, Echter Lavendel, Fander, Hirnkraut, kleiner Speik, Lavander, Narden, Nervenkräutel, Schwindelkraut, Speick, Spikatblüten, Spiket, Spiklavendel, Tabaksblüten, Zitterblümchen

Oberbegriffe:

[1] Pflanze, Lippenblütler, Zierpflanze, Gewürzpflanze, Heilpflanze, Strauch

Unterbegriffe:

[1] Schmetterlinglavendel

Beispiele:

[1] Der Duft von Lavendel beruhigt und reinigt.
[1] In unseren Gärten wird Lavendel gerne angepflanzt, weil er auch hübsch aussieht.
[1] Lavendel eignet sich wunderbar als Zusatz zum Badewasser.
[1] […] bienenfreundliche Pflanzen wie Lavendel und Löwenmäulchen oder ein Blechdosennistplatz und Insektenhotels für Wildbienen können zum Arterhalt beitragen.[5]
[1] Beim Spaziergang durch die Häuserreihen weist die 30-Jährige auf den Lavendel hin, der auf den Plätzen zwischen den Wohnblöcken blüht.[6]

Redewendungen:

[1] uralt-lavendel — alt, völlig veraltet, längst bekannt[7]
[1] uralt Lavendel sein — etwas völlig Veraltetes, Altmodisches sein[8]

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] Lavendel blüht, nach Lavendel duften

Wortbildungen:

Adjektiv: lavendelblau, lavendelfarben
Substantive: Lavendelart, Lavendelblau, Lavendelblüte, Lavendelduft, Lavendelgeruch, Lavendelhonig, Lavendelöl, Lavendelschmäh, Lavendelstrauß, Lavendeltee, Lavendeltinktur, Lavendelwasser, Lavendelweib

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Lavendel
[1] The Free Dictionary „Lavendel
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Lavendel
[1] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Lavendel
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonLavendel
[1] canoo.net „Lavendel
[1] Duden online „Lavendel
[1] ÖBV im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung (Herausgeber): Österreichisches Wörterbuch. Auf der Grundlage des amtlichen Regelwerks. Schulausgabe – 43. Auflage. ÖBV, Wien 2016, ISBN 978-3-209-08513-9 (Bearbeitung: Magdalena Eybl et al.; Red.: Christiane M. Pabst, Herbert Fussy, Ulrike Steiner), Seite 428, Eintrag „Lavendel“.

Quellen:

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 Wolfgang Pfeifer: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen, digitalisierte und aufbereitete Ausgabe basierend auf der 2., im Akademie-Verlag 1993 erschienenen Auflage. Stichwort „Lavendel“.
  2. Englischer Wiktionary-Eintrag „lavanda“.
  3. 3,0 3,1 3,2 Duden online „Lavendel“.
  4. Wahrig Fremdwörterlexikon „Lavendel“ auf wissen.de.
  5. Stephanie Höppner: Imkerboom in deutschen Städten. In: Deutsche Welle. 20. Mai 2018 (URL, abgerufen am 28. Oktober 2018).
  6. Nadine Wojcik: Kultur – Komische Frauen in Stalinbauten. In: Deutsche Welle. 7. Oktober 2010 (URL, abgerufen am 28. Oktober 2018).
  7. Redensarten-Index „uralt-lavendel
  8. Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Redewendungen. Wörterbuch der deutschen Idiomatik. In: Der Duden in zwölf Bänden. 3., überarbeitete und aktualisierte Auflage. Band 11, Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2008, ISBN 978-3-411-04113-8, Seite 472, Stichwort „Lavendel“.

Substantiv, n, m[Bearbeiten]

Singular 1 Singular 2

Plural

Nominativ das Lavendel der Lavendel

Genitiv des Lavendels des Lavendels

Dativ dem Lavendel dem Lavendel

Akkusativ das Lavendel den Lavendel

[1] eine Flasche mit Lavendel

Worttrennung:

La·ven·del, kein Plural

Aussprache:

IPA: [laˈvɛndl̩]
Hörbeispiele:
Reime: -ɛndl̩

Bedeutungen:

[1] Öl aus Lavendelblüten
[2] aus dem Lavendelöl hergestelltes Parfüm

Synonyme:

[1] Lavendelöl
[2] Lavendelparfüm, Lavendelwasser

Beispiele:

[1] Kannst du noch etwas Lavendel in der Duftlampe nachfüllen?
[2] Frau Bauer hat heute Lavendel aufgetragen.
[2] Ich habe dir dein/deinen Lavendel neu gekauft.
[2] Das Parfum heißt wie er selbst: Zlatan. Dabei sei es unisex, wie er sagt, denn seine Frau Helena trage den Duft auch. Er bestehe aus Noten von Zitrone, grünem Gras, Meeresduft und Lavendel […][1]
[2] Die Vielfalt des Angebots und die alltägliche Präsenz der Masken [in Japan] haben dazu beigetragen, dass Maske Mode wurde. Mit Anreizen für besondere Nasen, die Rosenduft oder Kamille, Jasmin, Lavendel oder Bergamotte schnuppern möchten.[2]


Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1, 2] wissen.de – Wörterbuch „Lavendel
[1] The Free Dictionary „Lavendel
[2] Duden online „Lavendel

Quellen:

  1. Antje Binder: High Five – 5 Fußball-Stars, von denen Sie vielleicht nicht wussten, dass sie neben dem Sport auch noch einen Zweitjob haben. In: Deutsche Welle. 8. Juli 2016 (URL, abgerufen am 28. Oktober 2018).
  2. Jürgen Hahnefeld: Schutz aus Zellstoff – Warum so viele Japaner Mundschutz tragen. In: Deutschlandradio. 4. Oktober 2017 (Deutschlandfunk / Köln, Sendereihe: Weltzeit, URL, abgerufen am 28. Oktober 2018).

Substantiv, n[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ das Lavendel

die Lavendel

Genitiv des Lavendels

der Lavendel

Dativ dem Lavendel

den Lavendeln

Akkusativ das Lavendel

die Lavendel

[1] die Farbe Lavendel

Worttrennung:

La·ven·del, Plural: La·ven·del

Aussprache:

IPA: [laˈvɛndl̩]
Hörbeispiele:
Reime: -ɛndl̩

Bedeutungen:

[1] Farbton zwischen Rot und Blau, der auch als Violett eingeordnet werden kann
[2] bei Schwarzweißfilmen vorkommende Art des Duplikatpositivs mit lavendelfarbenem Schichtträger, von dem neue Duplikatnegative gezogen werden

Herkunft:

[2] Der Name Lavendel rührt daher, dass der Schichtträger des Duplikatpositivs bei Schwarzweißfilmen oftmals lavendelfarben war.[1]

Beispiele:

[1] „LISTING […] meint, der Reihe der homogenen Farben müsse man noch hinzufügen das Braun an der unteren und das Lavendel an der oberen Grenze des Spectrums, […].“[2]
[1] Ein genereller Farbtrend [auf der Fashion Week 2018 in Berlin]: Puderrosa, Lavendel und ein ausgewaschenes Zitronengelb.[3]
[2] „Bei dem sonstigen Material könnte man auf das Lavendel verzichten.“[4]


Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Lavendel
[2] canoo.net „Lavendel
[2] Duden online „Lavendel
[2] Sabine Lenk: Lavendel. Abgerufen am 22. Oktober 2018.

Quellen:

  1. Sabine Lenk: Lavendel. Abgerufen am 22. Oktober 2018.
  2. Rud. Virchow, Aug. Hirsch (Herausgeber): Jahresbericht über die Leistungen und Fortschritte in der gesammten Medicin. II. Jahrgang, Erster Band, August Hirschwald, Berlin 1868, Seite 86 (Google Books).
  3. Christoph Reimann: Fashion Week in Berlin – Trend zur fairer Mode. In: Deutschlandradio. 6. Juli 2018 (Deutschlandfunk / Köln, Sendereihe: Corso, Interview mit der Journalistin Gesine Kühne, Text und Audio zum Nachhören, Dauer 03:47 mm:ss, URL, abgerufen am 28. Oktober 2018).
  4. "Er hat eben das heiße Herz": Der Verleger und Filmunternehmer Karl Wolffsohn, Ulrich Döge. Abgerufen am 1. November 2018.