Seidel
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[Bearbeiten] Seidel (Deutsch)
[Bearbeiten] Substantiv, n
| Kasus | Singular | Plural | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Nominativ | das Seidel | die Seidel | |||||||
| Genitiv | des Seidels | der Seidel | |||||||
| Dativ | dem Seidel | den Seideln | |||||||
| Akkusativ | das Seidel | die Seidel | |||||||
Worttrennung:
- Sei·del, Plural: Sei·del
Aussprache:
- IPA: [zaɪ̯dl̩], Plural: [zaɪ̯dl̩]
Bedeutungen:
- [1] spezielle Form eines Trinkgefäßes: Bierglas oder Bierkrug in zylindrischer Form mit Henkel
- [2] Raummaß, bayerische und österreichische Maßeinheit für Flüssigkeiten, vor allem Bier
Herkunft:
- [1] von mittellat. situlus "kleines Gefäß"
Synonyme:
- [1] Bierkrug, Bierseidel, Humpen
Gegenwörter:
- [1] Tulpe, Bierstange, Kölner Stange
Oberbegriffe:
- [1] Trinkgefäß
- [2] Maßeinheit
Beispiele:
- [1] Große Biere werden meist im Seidel, kleine Biere in einer Tulpe ausgeschenkt.
- [1] Kölsch wird nie aus einem Seidel getrunken.
- [1] Unter der Linde meines Gasthofes saßen alle Bänke voll Menschen und die Bierseidel klapperten dazu; ein ganzes Rudel Jenenser Studenten, deren bunte Käppchen im Lichte der Laterne aufleuchteten, sangen da ihre Lieder, eine ausgelassene Gesellschaft.[3]
- [2] Früher waren noch nicht so viele verschiedene Glasgrößen üblich, daher benutzte man Seidel auch als Mengenangabe.
Charakteristische Wortkombinationen:
- [1] aus einem Seidel trinken
- [2] ein Seidel bestellen
[Bearbeiten] Übersetzungen
Dialektausdrücke:
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? Referenzen und weiterführende Informationen:
- [1] Wikipedia-Artikel „Humpen“
- [2] Wikipedia-Artikel „Alte Maße und Gewichte“
- [2] Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm „Seidel“
- [1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Seidel“
- [1] canoo.net „Seidel“
- [1] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikon „Seidel“
- [1] The Free Dictionary „Seidel“
- [1] Wikisource-Quellentext „Seidel“
Quellen:
- ↑ Liste historischer Maßeinheiten
- ↑ Bundesgesetzblatt für Österreich, Verordnung 627 vom 20.12.1973
- ↑ Die Gartenlaube (1890). Leipzig: Ernst Keil, 1890. Seite 695. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource.
[Bearbeiten] Nachname
| Kasus | Singular | Plural | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Nominativ | Seidel | (die) Seidels | |||||||
| Genitiv | Seidels | (der) Seidels | |||||||
| Dativ | Seidel | (den) Seidels | |||||||
| Akkusativ | Seidel | (die) Seidels | |||||||
Worttrennung:
- Sei·del, Plural: Sei·dels
Aussprache:
- IPA: [zaɪ̯dl̩], Plural: [zaɪ̯dl̩s]
- Hörbeispiele: —, Plural: —
Bedeutungen:
- [1] deutscher Nachname, Familienname
Namensvarianten:
Herkunft:
- [1] Kurzform zu oberdeutsch Seifert, dem altdeutschen Personennamen Siegfried oder anderen mit Sieg- gebildeten Rufnamen. Teilweise auch Berufsübername zu mittelhochdeutsch sīdel "Seidel" für den Hersteller solcher Gefäße.
Bekannte Namensträger: (Links führen zur Wikipedia)
- Hanns Seidel, deutscher Politiker
Beispiele:
- [1]
Abgeleitete Begriffe:
[Bearbeiten] Übersetzungen
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? Referenzen und weiterführende Informationen:
- [1] Wikipedia-Artikel „Seidel“
- [1] Hans Bahlow: Deutsches Namenlexikon. Familien- und Vornamen nach Ursprung und Sinn erklärt. Gondrom Verlag, Bindlach 1991,1993,2004, ISBN 3-8112-0294-4, Seite 469
- [1] dtv-Atlas Namenkunde3, Seite 167
- [1] Rosa Kohlheim, Volker Kohlheim: Duden Familiennamen. Herkunft und Bedeutung. Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG, Mannheim 2000, ISBN 3-411-70851-4, Seite 611f.
- [1] Anton Feinig, Tatjana Feinig: Familiennamen in Kärnten und den benachbarten Regionen. Hermagoras, Klagenfurt-Ljubljana-Wien 2005, ISBN 3-7086-0104-1, Seite 261
- [1] Max Gottschald: Deutsche Namenkunde. Mit einer Einführung in die Familiennamenkunde. 6. Auflage. De Gruyter, Berlin 2006, ISBN 3-11-018032-4, Seite 455
- [1] Albert Heintze; Paul Cascorbi (Hrsg.): Die Deutschen Familiennamen. geschichtlich, geographisch, sprachlich. 4. Auflage. Buchhandlung des Waisenhauses, Halle a. d. S. 1914, Seite 261 (Sindo)
- [1] Kaspar Linnartz: Unsere Familiennamen. Aus deutschen u. fremden Vornamen im ABC erklärt. 2. Auflage. Band 2, Ferdinand Dümmler Verlag, Bonn und Berlin 1944, Seite 113 (Sigfried)
- [1] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikon „Seidel“
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