Streich

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Streich (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ der Streich die Streiche
Genitiv des Streiches
des Streichs
der Streiche
Dativ dem Streich
dem Streiche
den Streichen
Akkusativ den Streich die Streiche

Worttrennung:

Streich, Plural: Strei·che

Aussprache:

IPA: [ʃtʀaɪ̯ç], Plural: [ˈʃtʀaɪ̯çə]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Streich (Info), Plural: Lautsprecherbild Streiche (Info)
Reime: -aɪ̯ç

Bedeutungen:

[1] das Hereinlegen einer Person zum Zwecke der Belustigung
[2] veraltet: Schlag, Treffer

Synonyme:

[1] Hoax, Schabernack, Scherz, Ulk, Coup
[2] Hieb, Klaps, Ohrfeige, Schlag, Treffer

Unterbegriffe:

[1] Abistreich, Bubenstreich, Dummejungenstreich[1], Geniestreich, Jungenstreich, Kinderstreich, Klingelstreich, Lausbubenstreich, Schildbürgerstreich, Telefonstreich
[2] Handstreich, Zapfenstreich

Beispiele:

[1] Die Schüler spielten dem Lehrer einen Streich als sie ihm Zahnpaste unter die Türklinke schmierten.
[1] Jemandem Reißzwecken auf den Stuhl zu legen ist ein übler Streich, über den bestimmt niemand lachen kann.
[1] Wilhelm Busch erdachte die Streiche von Max und Moritz.
[1] „Dieser Veyras war der beste Freund, den ich im Kolleg hatte, das heißt, er half mir bei allen Streichen, die oft auf seine Erfindung zurückgingen.“[2]
[2] Bist du so ein Kerl? sprach er und mußte selbst seine Tapferkeit bewundern[…] Sieben auf einen Streich! (Gebrüder Grimm, Das tapfere Schneiderlein)

Redewendungen:

[2] auf einen Streich (mehrere Dinge gleichzeitig mit einer Handlung erledigen)

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] jemandem einen Streich spielen (mit jemandem einen Scherz treiben, jemanden reinlegen)
[1] böser Streich, übler Streich

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Streich
[1, 2] Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Streich
[1, 2] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Streich
[1] canoo.net „Streich
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonStreich

Quellen:

  1. ein eigentlich gut gemeinter Scherz, der so unüberlegt ausgeführt wurde, dass er beinahe jemandem Schaden zugefügt hätte oder tatsächlich zugefügt hat
  2. Jan Graf Potocki: Die Handschrift von Saragossa oder Die Abenteuer in der Sierra Morena. Roman. Gerd Haffmans bei Zweitausendeins, Frankfurt/Main 2003, Seite 375. Übersetzung von 1962 des teils französischen (1805-14), teils polnischen Originals (1847).

Ähnliche Wörter (Deutsch):

Anagramme: reichst, riechst, sichert, schreit, Striche, striche