Beute

Aus Wiktionary, dem freien Wörterbuch
Wechseln zu: Navigation, Suche

Beute (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, f[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ die Beute
Genitiv der Beute
Dativ der Beute
Akkusativ die Beute

Worttrennung:

Beu·te, kein Plural

Aussprache:

IPA: [ˈbɔɪ̯tə]
Hörbeispiele: —
Reime: -ɔɪ̯tə

Bedeutungen:

[1] durch Diebstahl, Raub oder Plünderung angeeignete Güter
[2] von Jägern getötete Tiere
[3] von Raubtieren als Nahrung gefangenes oder verfolgtes Tier

Herkunft:

Aus mittelhochdeutsch biute → gmh „Beute, Verteilung“; das Wort wurde übernommen aus mittelniederdeutsch bute → gml „Verteilung, Tausch“, einer Ableitung des Verbs buten → gmltauschen, teilen“; die ursprüngliche Bedeutung war somit „das zu Verteilende“, erst später wurde die Beute zu etwas „Gestohlenem, Erobertem“ und seit dem 14. Jahrhundert fast ausschließlich mit Krieg und Plünderung in Verbindung gebracht; die weitere Herkunft liegt im Dunkeln[1]

Synonyme:

[1] Diebesgut, antiquiert: Raub
[2] Jagdbeute, Jägersprache: Strecke
[3] Beutetier, Opfer, Jägersprache: Riss

Oberbegriffe:

[1] Gut
[2, 3] Tier
[3] Nahrung

Unterbegriffe:

[1] Diebesbeute/Diebsbeute, Kriegsbeute

Beispiele:

[1] Die Täter entkamen mit einer Beute von 500 000 Euro.
[2] Die Jäger kehrten mit reicher Beute heim.
[3] Mäuse sind eine allseits beliebte Beute.

Redewendungen:

etwas wird eine Beute der Flammen
des Wahnsinns fette Beute sein

Charakteristische Wortkombinationen:

[1–3] fett, leicht, reich
[1] Dieb, einbrechen, hehlen, plündern, rauben, stehlen
[1, 3] Räuber
[2, 3] jagen, hetzen, fangen

Wortbildungen:

Ausbeute, ausbeuten, Beutegreifer [3], Beutekunst [1], Beutezug [1, 3], erbeuten [1, 3], Freibeuter [1], Räuber-Beute-Beziehung [3], Wildbeuter [2]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Beute
[1–3] The Free Dictionary „Beute

Quellen:

  1. Wahrig Herkunftswörterbuch „Beute“ auf wissen.de

Substantiv, f[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ die Beute die Beuten
Genitiv der Beute der Beuten
Dativ der Beute den Beuten
Akkusativ die Beute die Beuten

Worttrennung:

Beu·te, Plural: Beu·ten

Aussprache:

IPA: [ˈbɔɪ̯tə]
Hörbeispiele: —
Reime: -ɔɪ̯tə

Bedeutungen:

[1] künstliche Umhausung der Bienenstöcke beim Imker
[2] Arbeitsplatz in einer Backstube, eigentlich Behälter für Mehl oder Teig, dessen Abdeckplatte als Arbeitsplatz dient[1]

Oberbegriffe:

[1] Nisthöhle

Beispiele:

[1]
[2] „»Aber auf die alte Beute, Mehlbehälter mit Deckel, möchte ich nicht verzichten«, erklärt der Meister.“[2]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Beute
[1, 2] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Beute“.
[1, 2] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Beute“ (Beute2)
[1] canoo.net „Beute
[1] Duden online „Beute_Bienenstock
[1, 2] wissen.de – Wörterbuch „Beute

Quellen:

  1. Johann Karl Gottfried Jacobson: Technologisches Wörterbuch oder alphabetische Erklärung aller nützlichen mechanischen Künste, Manufakturen, Fabriken und Handwerker.... Friedrich Nicolai, Berlin und Stettin 1781, Seite 195 books.google.de
  2. Helga Langelüttich: Bäckermeister schickt seine Stollen bis nach Amerika in Mitteldeutsche Zeitung, Ausgabe vom 17. Februar 2011. online, abgerufen am 07. Oktober 2013.

Ähnliche Wörter (Deutsch):

ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen: Beutel