blauäugig

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25. Wort der Woche.

[Bearbeiten] blauäugig (Deutsch)

[Bearbeiten] Adjektiv

[1] eine blauäugige Katze
Positiv Komparativ Superlativ
blauäugig blauäugiger am blauäugigsten
Alle weiteren Formen: blauäugig (Deklination)

Worttrennung:

Neue Rechtschreibung: blau·äu·gig, Komparativ: blau·äu·gi·ger, Superlativ: am blau·äu·gigs·ten
Alte Rechtschreibung: blau·äu·gig, Komparativ: blau·äu·gi·ger, Superlativ: am blau·äu·gig·sten

Aussprache:

IPA: [ˈblaʊ̯ˌʔɔɪ̯ɡɪç], Komparativ: [ˈblaʊ̯ˌʔɔɪ̯ɡɪɡɐ], Superlativ: [ˈblaʊ̯ˌʔɔɪ̯ɡɪçstn̩]
Hörbeispiele: —, Komparativ: —, Superlativ:

Bedeutungen:

[1] blaue Augen habend
[2] naiv, arglos, weltfremd

Herkunft:

Das Wort ist eine Zusammenbildung, bei der die Wortgruppe „blaue Augen“ mit Hilfe des Derivatems (Ableitungsmorphems) -ig abgeleitet wird.
[2] Diese Bedeutung verdankt ihre Entstehung verschiedenen Vorstellungen, die mit blauen Augen verknüpft werden: So sind Augen von blauer Farbe einmal ein Sinnbild für Treue und Aufrichtigkeit. Da außerdem Neugeborene immer blaue Augen haben, gesellt sich noch die Assoziation von Naivität und Unschuld hinzu.[1]

Synonyme:

[2] gutgläubig, naiv, unerfahren, unkritisch

Gegenwörter:

[2] misstrauisch, skeptisch

Beispiele:

[1] Der vermisste Mann wird als braunhaarig und blauäugig beschrieben.
[2] Es ist blauäugig, allen Versprechen der Politiker zu glauben.
[2] Gunda war viel zu blauäugig, als sie ihr Geld in Zertifikaten anlegte.
[2] Die Argumentation des Redners war sehr blauäugig.

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] blond und blauäugig

Abgeleitete Begriffe:

[1–2] Blauäugigkeit

[Bearbeiten] Übersetzungen

? Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „blauäugig
[*] canoo.net „blauäugig
[1, 2] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion, Annette Klosa u. a. (Hrsg.): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. 4. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2001, ISBN 3-411-05504-9, „blauäugig“, Seite 296
[2] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikonblauäugig
[1, 2] The Free Dictionary „blauäugig

Quellen:

  1. Lutz Röhrich: A–Hampelmann. In: Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten. Band 1, Verlag Herder, Freiburg im Breisgau/Basel/Wien 2009, ISBN 978-3-9811483-8-1, DNB 998963240 (Neuausgabe), „blauäugig“, Seite 210
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