Rechtfertigung
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[Bearbeiten] Rechtfertigung (Deutsch)
[Bearbeiten] Substantiv, f
| Kasus | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | die Rechtfertigung | die Rechtfertigungen |
| Genitiv | der Rechtfertigung | der Rechtfertigungen |
| Dativ | der Rechtfertigung | den Rechtfertigungen |
| Akkusativ | die Rechtfertigung | die Rechtfertigungen |
Worttrennung:
- Recht·fer·ti·gung, Plural: Recht·fer·ti·gung·en
Aussprache:
- IPA: [ˈʀɛçtˌfɛʁtɪɡʊŋ], Plural: [ˈʀɛçtˌfɛʁtɪɡʊŋən]
- Hörbeispiele: —, Plural: —
Bedeutungen:
- [1] Begründung, weshalb eine Behauptung, ein bestimmtes Verhalten oder sonst ein Umstand (sachlich, rechtlich, moralisch) richtig, vertretbar oder jemandem ausnahmsweise nicht vorwerfbar sei
- [2] Verfassungsrecht: Begründung für die Rechtmäßigkeit des Eingriffs in den Schutzbereich eines Grundrechts
- [3] Strafrecht: Ausschluss der Rechtswidrigkeit einer tatbestandsmäßigen strafbaren Handlung
- [4] Theologie: Protestantische Lehre, die sich mit der Frage beschäftigt, unter welchen Voraussetzungen das durch Sünde belastete Verhältnis zwischen Mensch und Gott wieder versöhnt werden könne
Herkunft:
- Ableitung von dem Verb (sich) rechtfertigen, abgeleitet aus dem mittelhochdeutschen rehtvertigen, rehtvertic, rechtfertig sowie fertig.[1]
Synonyme:
- [1] Begründung, Entschuldigung
- [2] Schranke
Sinnverwandte Wörter:
- [1] Apologie, Verteidigung
Gegenwörter:
Oberbegriffe:
Unterbegriffe:
Beispiele:
- [2] „Bei Grundrechtseingriffen in Form einer (relativen) Benachteiligung … wird häufig eine Rechtfertigung zugelassen. Die dogmatische Basis bleibt aber unklar. Die Gleichheitsgrundrechte enthalten durchweg keinen Gesetzesvorbehalt; gleichwohl ist eine Rechtfertigung von Ungleichbehandlungen möglich, wohl wegen der Eigenart der Gleichheitsgrundrechte …“[2]
- [4] „In der protestantischen Lehre wird unter dem Begriff ‚Rechtfertigungslehre‘ die wohl wichtigste Erkenntnis der Reformation zusammengefasst: die Rechtfertigung des Sünders vor Gott nicht aufgrund von irgendeinem rechten Tun des Menschen, sondern allein aus dem Glauben, gemäß dem Römerbrief des Apostel Paulus Röm 3,22 …“[3]
Charakteristische Wortkombinationen:
- [2] Verfassungsrechtliche Rechtfertigung
Abgeleitete Begriffe:
[Bearbeiten] Übersetzungen
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? Referenzen und weiterführende Informationen:
- [1] Wikipedia-Artikel „Rechtfertigung“
- [2] Wikipedia-Artikel „Grundrechte (Deutschland): Schranken“
- [4] Wikipedia-Artikel „Rechtfertigung (Theologie)“
- [1] Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm „Rechtfertigung“
- [1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Rechtfertigung“
- [1] canoo.net „Rechtfertigung“
- [1] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikon „Rechtfertigung“
- [1] The Free Dictionary „Rechtfertigung“
Quellen:
- ↑ Dudenredaktion (Hrsg.): Duden, Das Herkunftswörterbuch. Etymologie der deutschen Sprache. In: Der Duden in zwölf Bänden. 4. Auflage. Band 7, Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2006, ISBN 978-3-411-04074-2, Seite 657.
- ↑ Hans D. Jarass. In: Ders., Bodo Pieroth: Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland. Kommentar. 7. Aufl. 2004. Vorb. vor Art. 1 GG Rn. 50.
- ↑ Rechtfertigungslehre. In: relilex. Das Lexikon zur Religion. Abgerufen am 4. Juli 2011.