Omelett

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Omelett (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, n[Bearbeiten]

Kasus Singular Plural 1 Plural 2
Nominativ das Omelett die Omelette die Omeletts
Genitiv des Omeletts
des Omelettes
der Omelette der Omeletts
Dativ dem Omelett den Omeletten den Omeletts
Akkusativ das Omelett die Omelette die Omeletts
[1] ein marokkanisches Omelett

Alternative Schreibweisen:

fachsprachlich, in Österreich und in der Schweiz: Omelette

Worttrennung:

Ome·lett, Plural 1: Ome·let·te, Plural 2: Ome·letts

Aussprache:

IPA: [ɔmˈlɛt], [ɔməˈlɛt], Plural 1: [ɔmˈlɛtə], [ɔməˈlɛtə], Plural 2: [ɔmˈlɛʦ], [ɔməˈlɛʦ]
Hörbeispiele: —, Plural 1: —, Plural 2:
Reime: -ɛt

Bedeutungen:

[1] Eierkuchen, der aus verrührten Eiern, welche in der Pfanne angebraten werden, zubereitet wird

Herkunft:

Omelett geht auf das lateinische lamella → la ‚kleine Metallplatte, dünnes Blech‘ zurück. Im Alt- und Mittelfranzösischen entstanden daraus die Formen lemelle und lemele, im Mittelfranzösischen war daneben auch lumelleKlinge‘ gebräuchlich. Dadurch, dass es bei der Verbindung von lemele mit dem Artikel la → fr zu einer falschen Worttrennung kam, entwickelten sich im Alt- und Mittelfranzösischen zudem die Nebenformen alemelle und alemele, im Mittelfranzösischen gab es auch alumelle. Diese Bezeichnung wurde im 14. Jahrhundert auf die Eierkuchen übertragen, denen eine Ähnlichkeit mit flachen Klingen zugeschrieben wurde. Noch im Mittelfranzösischen trat ein Suffixwechsel auf, nach welchem das Wort alumette hieß. Durch eine Lautveränderung (Metathese) entstanden sodann die mittelfranzösischen Wörter amelette und amolette. Letzteres ist vom lateinischen mollis → laweich‘ und dem gleichbedeutenden alt- und mittelfranzösischen mol beeinflusst. Die bis heute geltende Form omelette → fr existierte bereits im zur Zeit des Mittelfranzösischen und dürfte aufgrund volksetymologischer Anlehnung an galloromanische Varianten von ovum → laEi‘ entstanden sein. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts hielt es als Omelette (Femininum) mit Nebenformen wie Aumelette, Omelotte und Amulett Einzug ins Deutsche. Um das Jahr 1900 entwickelte sich dann das Neutrum Omelett, während das feminine Wort weiterhin in der Fachsprache der Gastronomie und im Oberdeutschen benutzt wird.[1]

Oberbegriffe:

[1] Eierspeise

Unterbegriffe:

[1] Kartoffelomelett, Käseomelett, Pilzomelett

Beispiele:

[1] Heute essen wir Omelett.
[1] Als wir neulich bei einem Arbeitskollegen eingeladen waren, gab es leckere Omeletts zu essen.
[1] Dieses Rezept ergibt sieben Omelette.

Übersetzungen[Bearbeiten]

? Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Omelett
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Omelett
[1] canoo.net „Omelett
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonOmelett
[1] The Free Dictionary „Omelett

Quellen:

  1. Wolfgang Pfeifer et al.: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. 8. Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2005, ISBN 3-423-32511-9, „Omelett“, Seite 949f.