fürchten

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fürchten (Deutsch)[Bearbeiten]

Verb[Bearbeiten]

Person Wortform
Präsens ich fürchte
du fürchtest
er, sie, es fürchtet
Präteritum ich fürchtete
Konjunktiv II ich fürchtete
Imperativ Singular fürchte!
fürcht!
Plural fürchtet!
Perfekt Partizip II Hilfsverb
gefürchtet haben
Alle weiteren Formen: Flexion:fürchten

Worttrennung:

fürch·ten, Präteritum: fürch·te·te, Partizip II: ge·fürch·tet

Aussprache:

IPA: [ˈfʏʁçtn̩], Präteritum: [ˈfʏʁçtətə], Partizip II: [ɡəˈfʏʁçtət]
Hörbeispiele:
österreichisch: Lautsprecherbild fürchten (Info), Präteritum: —, Partizip II:
deutsch: Lautsprecherbild fürchten (Info), Präteritum: Lautsprecherbild fürchtete (Info), Partizip II: Lautsprecherbild gefürchtet (Info)

Bedeutungen:

[1] transitiv, etwas fürchten: vor etwas Angst (Furcht) haben
[2] transitiv, etwas fürchten: etwas achten, vor etwas Ehrfurcht haben
[3] reflexiv, sich (vor etwas) fürchten: (vor etwas) Angst (Furcht) haben

Herkunft:

althochdeutsch furhten, furihtan, mittelhochdeutsch vürhten
Die Herkunftsangaben dieses Eintrags sollten ergänzt werden.

Synonyme:

[1, 3] sich sorgen, ängstigen vor etwas
[2] achten, ehrfürchtig sein

Gegenwörter:

[1] Gefühl der trauten Zuneigung statt der scheuen Bangigkeit: lieben
[1] gegenteilige Empfindung zu möglichem künftigen Ereignis: (er-)hoffen
[2] gegenteilige Haltung, ohne Ergebung: missachten, trotzen, spotten

Oberbegriffe:

[1] empfinden

Beispiele:

[1] Der Tapfre fürchtet weder Tod noch Teufel.
[2] Der Fromme fürchtet allezeit Gott und befolgt sein Wort, der Gottlose aber spottet seiner.
[3] Sie fürchteten sich sehr, der Engel aber sagte zu ihnen: Fürchtet euch nicht, denn ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteil werden soll: Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der Messias der Herr.[1]
[3] „Du aber, Menschensohn, fürcht' dich nicht vor ihnen [...] !“ [2]
[3] „Ich fürcht' dich und dein glühes Aug'! / Ich fürchte dich so sehr! – / Fürcht' nicht, fürcht' nicht, du Hochzeitgast! / Ich starb nicht auf dem Meer!“ [3]
[3] „Und nu spricht der HERR, der dich geschaffen hat Jacob, und dich gemacht hat Israel. Fürcht dich nicht, Denn ich habe dich erlöset, Ich habe dich bey deinem namen geruffen, Du bist mein.“ [4]

Redewendungen:

etwas fürchten wie der Teufel das Weihwasser
jemanden fürchten wie der Teufel das Weihwasser
sich vor seinem eigenen Schatten fürchten
weder Tod noch Teufel fürchten

Wortbildungen:

befürchten, Furcht, furchtbar, Fürchtegott, fürchterlich

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1–3] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „fürchten“.
[1–3] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „fürchten
[1, 3] canoo.net „fürchten
[1, 3] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikonfürchten

Quellen:

  1. Bibel: Lukasevangelium Kapitel 2, Vers 9 in der Einheitsübersetzung
  2. Friedrich Wilhelm, Carl Umbreit: Praktischer Commentar über die Propheten des Alten Bundes mit exegetischen und kritischen Anmerkungen. Dritter Band. Hesekiel. Hamburg, 1843, S. 4
  3. Gedichte von Ferdinand Freiligrath. Wohlfeile Ausgabe. Zehnte Auflage. Stuttgart, 1871, S. 282
  4. Martin Luther: Biblia: Das ist: die gantze Heilige Schrifft: Deudsch. Auffs new zugericht. Wittemberg, 1548, S. 20

Ähnliche Wörter (Deutsch):

ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen: fruchten, furchten
Anagramme: Früchten