Pumpe

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Pumpe (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, f[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ die Pumpe die Pumpen
Genitiv der Pumpe der Pumpen
Dativ der Pumpe den Pumpen
Akkusativ die Pumpe die Pumpen
[1] eine Pumpe

Worttrennung:

Pum·pe, Plural: Pum·pen

Aussprache:

IPA: [ˈpʊmpə]
Hörbeispiele: —
Reime: -ʊmpə

Bedeutungen:

[1] ein Gerät oder eine Maschine, die Flüssigkeiten, Gase oder Ähnliches von einem Raum in einen anderen befördert, meist gegen ein Höhen- oder Druckgefälle
[2] umgangssprachlichbildlich: das Herz

Herkunft:

im 16. Jahrhundert von mittelniederländisch gleichbedeutend pompe entlehnt, das nach Kluge auf spanisch/portugiesisch bomba „Schiffspumpe“ zurückgeht. Duden sieht die Ähnlichkeit zum spanischen Wort, ohne sich einer Entlehnung sicher zu sein. Das Wort ist schallnachahmend, ein Onomatopoetikum.[1][2]
Ableitung des Substantivs vom Stamm des Verbs pumpen mit dem Derivatem (Ableitungsmorphem) -e

Synonyme:

[2] Herz

Oberbegriffe:

[1] Maschine
[2] Organ

Unterbegriffe:

[1] medienbezogen: Benzinpumpe, Dickstoffpumpe, Fäkalienpumpe, Kerosinpumpe, Kühlmittelpumpe, Lichtpumpe, Luftpumpe, Milchpumpe, Ölpumpe, Treibstoffpumpe, Wasserpumpe, Wärmepumpe
[1] aufbau- und funktionsbezogen: Axialpumpe, Balgpumpe/Balgenpumpe, Bilgepumpe, Dosierpumpe, Drehschieberpumpe, Einspritzpumpe (Reiheneinspritzpumpe, Verteilereinspritzpumpe), Einzelstempelpumpe, Flügelzellenpumpe, Hochdruckpumpe, Impellerpumpe, Kettenpumpe, Kolbenpumpe, Kreiselpumpe, (Axialkolbenpumpe, Drehkolbenpumpe, Hubkolbenpumpe, Kreiskolbenpumpe, Radialkolbenpumpe, Radialpumpe, Ringkolbenpumpe, Rotationskolbenpumpe, Wendelkolbenpumpe), Kreiselpumpe, Kugelventilpumpe, Lenzpumpe, Mammutpumpe, Membranpumpe, Penispumpe, Peristaltikpumpe, Saugpumpe, Schlauchpumpe, Schlauchquetschpumpe, Schneckenpumpe, Seitenkanalpumpe, Strahlpumpe, (Exzenterschneckenpumpe), Schraubenpumpe/Schraubenspindelpumpe, Sinuspumpe, Tauchpumpe, Treibstoffpumpe, Vakuumpumpe, Verdrängerpumpe (Hubverdrängerpumpe), Zahnradpumpe, Zahnriemenpumpe

Beispiele:

[1] Die Feuerwehr säuberte den Keller mit einer Pumpe vom Schlamm.
[1] „Wir aber konnten nicht umhin, uns notdürftig unter der Pumpe zu waschen, und das Wasser war hundeelend kalt.“[3]
[2] Meine Pumpe machte schlapp.
[2] „"Das Spiel ist mir unheimlich auf die Pumpe gegangen", resümierte hinterher der Vorsitzende der Geschäftsführung, Jürgen L. Born, der per Handy stets über die Zwischenstände aus Stuttgart und Berlin informiert gewesen war.“[4]

Wortbildungen:

[1] pumpen; Pumpenhersteller, Pumpenzubehör

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Pumpe
[2] Wikipedia-Artikel „Herz#Pumpvorgang
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Pumpe
[1, 2] Duden online „Pumpe
[1] canoo.net „Pumpe
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonPumpe
[1, 2] The Free Dictionary „Pumpe

Quellen:

  1. Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das Herkunftswörterbuch. Etymologie der deutschen Sprache. In: Der Duden in zwölf Bänden. neu bearbeitete 5. Auflage. Band 7, Dudenverlag, Berlin/Mannheim/Zürich 2013, ISBN 978-3-411-04075-9, Stichwort Pumpe.
  2. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742, Stichwort: „Pumpe“, Seite 729.
  3. Janosch: Polski Blues. Roman. Goldmann, München 1991, ISBN 978-3-442-30417-2, Seite 80.
  4. Jähe Rückkehr in den Kreis der Branchenriesen, Die Welt, am 23.5.2005