Pflanzenerde

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Pflanzenerde (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, f[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ die Pflanzenerde die Pflanzenerden
Genitiv der Pflanzenerde der Pflanzenerden
Dativ der Pflanzenerde den Pflanzenerden
Akkusativ die Pflanzenerde die Pflanzenerden
[1] in Pflanzenerde mit den Händen wühlen

Worttrennung:

Pflan·zen·er·de, Plural: Pflan·zen·er·den

Aussprache:

IPA: [ˈp͡flant͡sn̩ˌʔeːɐ̯də]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Pflanzenerde (Info)

Bedeutungen:

[1] Gärtnern, Plural selten: industriell gefertigtes nährstoffhaltiges Substrat, das das Wachstum von Pflanzen sicherstellen soll

Herkunft:

Determinativkompositum (Zusammensetzung) aus den Substantiven Pflanze und Erde sowie dem Fugenelement -n

Synonyme:

[1] Gartenerde, Pflanzerde

Sinnverwandte Wörter:

[1] Anzuchterde, Blumenerde

Oberbegriffe:

[1] Erde

Beispiele:

[1] Aus unserem Biomüll erzeugt der Recyclinghof in 10 Wochen sehr nährstoffreiche Pflanzenerde.
[1] In jedem Baumarkt oder Gartencenter gibt es heute torffreie Pflanzenerde.
[1] Wegen des möglichen Schimmels wird Pflanzenerde in Büros fast nie verwendet, sondern meist Blähton mit Flüssigdünger.
[1] „Wer im Gartencenter Erde kaufen will, hat die Qual der Wahl. Palettenweise Säcke mit verschiedensten Garten- und Pflanzenerden.[1]
[1] „Wie der Hersteller aussagt, ist die Rezeptur für diese Pflanzenerde vom Profi-Gartenbau abgeleitet, wobei die enthaltenen Holzfasern aus regionaler Produktion stammen sollen.“[2]
[1] [Schlagzeile:] „Wieviel darf ein Sack Pflanzenerde kosten?“[3]
[1] „Aus Mutterboden, Kompost, Sand und Steinmehl können Sie auch ganz einfach hochwertige Pflanzenerde selbst mischen: Wenn man Beete neu anlegen will oder einen ausgelaugten Boden wieder fruchtbar machen will, ist das die günstigste Methode.“[4]
[1] „Pflanzenerde ist kostbar und teuer. Daher ist es sinnvoll, sie so lange wie möglich zu nutzen.“[5]
[1] „Blumen- oder Pflanzenerde ohne Torf ist eigentlich bis heute fast undenkbar.“[6]
[1] „Außerdem wichtig: Die Pflanzenerde sollte torffrei sein – was eher selten der Fall ist.“[7]
[1] „Umwelt. – Torf ist der Stoff, auf dem fast alles im industriellen Gartenbau heranwächst. Doch Torf ist nicht nur eine attraktive Pflanzenerde, sondern auch abgebautes Moor.“[8]
[1] „Wie überall in Zentraleuropa wird im Westermoor seit den 50-er Jahren Torf abgebaut, um daraus Pflanzenerde herzustellen. Bis heute ist Deutschland der größte Substrat- und Erdenproduzent Europas.“[9]
[1] „Mittlerweile verkauft das Unternehmen bis zu 5.000 m³ zertifizierte Pflanzenerde pro Jahr.“[10]
[1] „Ganz wichtig bei den Dickblattgewächsen: Sie mögen es auch bei der Erde eher mager und karg. Heißt: Normale Pflanzenerde vertragen sie nicht, sie ist ihnen zu üppig. Besser sollte man sie daher in eine 1:1 Mischung von Erde und Sand setzen.“[11]

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] mit Adjektiv: feuchte / nasse / torffreie / torfhaltige / trockene Pflanzenerde
[1] mit Adjektiv: hochwertige / minderwertige / schimmlige Pflanzenerde
[1] mit Verb: Pflanzenerde abmagern / anfeuchten / ausschütten / (selbst) mischen
[1] mit Verb: Pflanzenerde herstellen / kaufen / lagern / produzieren / transportieren / verkaufen, mit Pflanzenerde handeln
[1] mit Substantiv: ein Sack/zwei Säcke Pflanzenerde

Wortbildungen:

Pflanzenerdehersteller, Pflanzenerdeproduzent

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Wikipedia-Artikel „Pflanzenerde
[*] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache – Korpusbelege (public) „Pflanzenerde
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalPflanzenerde

Quellen:

  1. Philippe Odermatt, Maria Kressbach: Gartenerde geht auch ohne Torf. In: Schweizer Radio und Fernsehen. 31. März 2014 (URL, abgerufen am 16. Juni 2022).
  2. Marion Consoir: 8 verschiedene Blumenerden im Vergleich – finden Sie Ihre beste Erde zum Pflanzen verschiedenster Blumen – unser Test bzw. Ratgeber 2022. In: stern.de. ISSN 0039-1239 (URL, abgerufen am 16. Juni 2022).
  3. Wieviel darf ein Sack Pflanzenerde kosten? oe3.orf.at, Österreichischer Rundfunk, Stiftung öffentlichen Rechts, Wien, Österreich, 1. Juni 2019, abgerufen am 16. Juni 2022.
  4. Natalie Custodis: Pflanzenerde. selbst.de, Bauer Xcel Media Deutschland KG, Hamburg, Deutschland, 1. März 2022, abgerufen am 16. Juni 2022.
  5. Melanie Öhlenbach: Grüner geht's nicht. Nachhaltig gärtnern auf dem Balkon. Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co KG, 2021, ISBN 9783440503973, Seite 26 (Zitiert nach Google Books)
  6. Alexander Dallmus: Warum torffreie Erde – Ist torffreie Erde besser?. In: Bayerischer Rundfunk. 25. März 2022 (URL, abgerufen am 16. Juni 2022).
  7. Nachhaltige Zimmerpflanzen: Wie ökologisch ist der Urban Jungle zuhause?. In: Bayerischer Rundfunk. 17. Juni 2020 (URL, abgerufen am 16. Juni 2022).
  8. Maren Schibilsky: Ohne Moos nix los. In: Deutschlandradio. 24. Juli 2008 (Deutschlandfunk / Köln, URL, abgerufen am 16. Juni 2022).
  9. Maren Schibilsky: Endstation Balkon. In: Deutschlandradio. 15. Mai 2008 (Deutchlandfunk Kultur / Berlin, URL, abgerufen am 16. Juni 2022).
  10. Wikipedia-Artikel „Wasserwerke Westerzgebirge“ (Stabilversion)
  11. Beate Bastian: Hitzefeste Pflanzen – Diese Pflanzen trotzen dem Klimawandel. In: Südwestrundfunk. 21. Juli 2020 (URL, abgerufen am 16. Juni 2022).