Bindemittel

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Bindemittel (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, n[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ das Bindemittel die Bindemittel
Genitiv des Bindemittels der Bindemittel
Dativ dem Bindemittel den Bindemitteln
Akkusativ das Bindemittel die Bindemittel

Worttrennung:

Bin·de·mit·tel, Plural: Bin·de·mit·tel

Aussprache:

IPA: [ˈbɪndəˌmɪtl̩]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Bindemittel (Info)

Bedeutungen:

[1] Technik, Bauwesen: Mittel zum Verbinden, Verkleben und Verkitten von Pigmenten, Hilfs- Füllstoffen und Zuschlag in Beschichtungsstoffen und Mörtel.
[2] Technik, Kochen: Mittel zum Andicken und Verdicken von Flüssigkeiten, wie Creme, Gel, Gelee, Paste, Soßen, Suppen.
[3] Pharmazie: bei der Herstellung von Arzneimitteln eingesetzte Substanz, die verschiedene Funktionen erfüllen kann

Herkunft:

Determinativkompositum aus dem Stamm des Verbs binden und dem Substantiv Mittel mit dem Fugenelement -e

Synonyme:

[1, 3] Filmbildner
[2] Geliermittel, Verdickungsmittel, Suspensionsstabilisator, Emulsionsstabilisator, Gelbildner
[3] Arzneistoffträger, Tablettenbindemittel, Retardierungsmittel, Matrixbildner

Oberbegriffe:

[1] Baustoff, Malmittel
[2] Lebensmittelinhaltsstoff, Lebensmittelzutat

Unterbegriffe:

[1] Ölbindemittel

Beispiele:

[1] Organische Bindemittel wie Natur- und Kunstharze, Polymerisate und trocknende Öle sind ein wesentlicher Inhaltsstoff von Beschichtungsstoff, Farben (Farbmittel, Malmittel), Fugenmasse, Dichtmasse, Dichtstoff, Kitt und Klebstoffen.
[1] Mineralische Bindemittel wie Anhydrit, Gips, Kalk (Weißkalkhydrat, Löschkalk, Calciumhydroxid) und Zement sind ein wesentlicher Inhaltsstoff von Beton, Mörteln, Spachtelmasse und Putzen.
[1] Bindemittel wie Aminoplaste oder PMDI werden bei der Herstellung von Holzwerkstoffen, wie Spanplatten oder MDF-Platten eingesetzt, um die Holzpartikel wie Holzspäne und Holzfasern zu verkleben.
[1] „In den Ölfarben sind Mal- und Bindemittel identisch; in den wässerigen Malfarben dagegen besteht das Malmittel aus einer Lösung oder aus einer Dispersion des eigentlichen Bindemittels im Wasser.“ [1]
[2] In Lebensmitteln häufig verwendete Bindemittel sind Agar-Agar, Gelatine, Guar, Johannisbrotkernmehl, Pektin, Stärke und Tragant.
[3] In der Arzneimittelherstellung werden Bindemittel wie arabisches Gummi, Carmellose-Natrium, Carrageen, Carbomer, Hydroxyethylcellulose, Hypromellose, Methylcellulose, Tragant, Xanthangummi und modifizierte Stärke eingesetzt. [2]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Wikipedia-Artikel „Bindemittel
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Bindemittel
[1] Duden online „Bindemittel
[1] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Bindemittel
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalBindemittel
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Quellen:

  1. Maltechnische Grundlagen, In: www.UFG.de der Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung Linz
  2. Nicht einfach nur angedickt - Makromolekulare organische Verbindungen zur Viskositätserhöhung, In: www.Deutsche-Apotheker-Zeitung.de