Bergmann

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Bergmann (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ der Bergmann die Bergmänner
Genitiv des Bergmanns
des Bergmannes
der Bergmänner
Dativ dem Bergmann
dem Bergmanne
den Bergmännern
Akkusativ den Bergmann die Bergmänner
[1] ein Sprenglöcher bohrender Bergmann

Anmerkung:

Das Vorkommen der eigenen Pluralform Bergmänner wird, falls erwähnt, als „selten“ oder „seltener“ bezeichnet. Als Ersatzplural dient das Pluralwort Bergleute

Worttrennung:

Berg·mann, Plural: Berg·män·ner

Aussprache:

IPA: [ˈbɛʁkˌman]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Bergmann (Info)

Bedeutungen:

[1] (männliche) Person, die im Bergbau beschäftigt ist

Herkunft:

Determinativkompositum, zusammengesetzt aus den Substantiven Berg und Mann

Synonyme:

[1] Bergarbeiter, Grubenarbeiter, Knappe, Kumpel, Minenarbeiter, Hauer/Häuer

Beispiele:

[1] Eine Schaufel muß jeder Bergmann haben.[1]
[1] „… der Absatz bei der Kohle ging zurück , die Halden wuchsen, man befürchtete Zechenstillegungen im Ruhrgebiet. Dies führte zu Protesten der Bergmänner mit Demonstrationszügen und Warnstreiks.“[2]
[1] „Dabei kamen drei von sieben Bergmännern, die nach der Sprengung einen Voraustrupp gebildet hatten, ums Leben.“[3]
[1] „Es ist dafür gesorgt, daß der Beruf des Bergmanns nicht ausstirbtl Trotzdem es eigentlich überflüssig ist, gerade darauf so über die Maßen viel Fürsorge zu verschwenden, denn es gibt erwachsene Bergmänner schon viel zu viele.“[4]
[1] „Am nächsten Tage stieg ich wieder in die Grube hinab, wo ich viele Stunden eifrig das Handwerk eines Bergmanns ausübte.“[5]

Sprichwörter:

[1] Ein Bergmann ohne Licht ist ein armer Wicht -

Wortbildungen:

[1] bergmännisch
[1] Bergmannsarbeit, Bergmannsausrüstung, Bergmannsbronchitis, Bergmannsfusel, Bergmannsgruß, Bergmannshabit, Bergmannskapelle, Bergmannskleidung, Bergmannskuh, Bergmannslied, Bergmannsschnaps, Bergmannssprache, Bergmannstracht, Bergmannswerkzeug

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Bergmann
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Bergmann
[1] canoo.net „Bergmann
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonBergmann
[1] The Free Dictionary „Bergmann
[1] PONS – Deutsche Rechtschreibung „Bergmann
[1] Duden online „Bergmann
[1] Heinrich Veith: Deutsches Bergwörterbuch. Verlag von Wilhelm Gottlieb Korn, Breslau 1871, Seite 80 (Google Books)
[1] Goethe-Wörterbuch „Bergmann

Quellen:

  1. Wikisource-Quellentext „Das Bergmannspiel“ von Joachim Ringelnatz
  2. Ulrich Karpen, Ulrich Weber, Dietmar Willoweit (Herausgeber): Rechtsforschung, Rechtspolitik und Unternehmertum. Gedächtnisschrift für Prof. Edgar Michael Wenz. Duncker & Humblot, Berlin 1998, ISBN 978-3428496297, Seite 479
  3. Nach Grubenunglück wieder Kali-Produktion in Unterbreizbach. In: FOCUS Online. 29. November 2013, ISSN 0943-7576 (URL, abgerufen am 4. April 2014).
  4. Georg Schwarz: Kohlenpott. Ein Buch von der Ruhr. Büchergilde Gutenberg, Berlin 1931, Seite 151
  5. Jan Graf Potocki: Die Handschrift von Saragossa oder Die Abenteuer in der Sierra Morena. Roman. Gerd Haffmans bei Zweitausendeins, Frankfurt/Main 2003, Seite 818. Übersetzung von 1962 des teils französischen (1805-14), teils polnischen Originals (1847).


Substantiv, m, f, Nachname[Bearbeiten]

Singular m Singular f Plural
Nominativ der Bergmann
(Bergmann)
die Bergmann
(Bergmann)
die Bergmanns
Genitiv des Bergmann
des Bergmanns
(Bergmanns)
der Bergmann
(Bergmann)
der Bergmanns
Dativ dem Bergmann
(Bergmann)
der Bergmann
(Bergmann)
den Bergmanns
Akkusativ den Bergmann
(Bergmann)
die Bergmann
(Bergmann)
die Bergmanns
siehe auch: Grammatik der deutschen Namen
[1] Verteilung des Nachnamens Bergmann in Deutschland
[1] Verteilung des Nachnamens Bergmann in Österreich

Anmerkung:

Der mündliche, umgangssprachliche Gebrauch des Artikels bei Nachnamen ist nicht einheitlich. Norddeutsch gebraucht man tendenziell keinen Artikel, mitteldeutsch ist der Gebrauch uneinheitlich, in süddeutschen, österreichischen und schweizerischen Idiomen wird der Artikel tendenziell gebraucht.
Für den Fall des Artikelgebrauches gilt: der „Bergmann“ – für männliche Einzelpersonen, die „Bergmann“ im Singular – für weibliche Einzelpersonen; ein und/oder eine „Bergmann“ für einen und/oder eine Angehörige aus der Familie „Bergmann“ und/oder der Gruppe der Namenträger. Die im Plural gilt für die Familie und/oder alle Namenträger gleichen Namens. Der schriftliche, standardsprachliche Gebrauch bei Nachnamen ist prinzipiell ohne Artikel.

Worttrennung:

Berg·mann, Plural: Berg·manns

Aussprache:

IPA: [ˈbɛʁkˌman]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Bergmann (Info)

Bedeutungen:

[1] deutscher Nachname, Familienname

Herkunft:

  • Wohnstättennamen für jemanden, der in der Nähe eines Berges wohnt[1][2]
  • vom Berufsnamen des Bergmanns[1][2]

Namensvarianten:

Bargmann, Berg, Bergander, Bergemann, Berger, Bergmans, Berkander, Perkmann

Bekannte Namensträger: (Links führen zur Wikipedia)

Friedrich Wilhelm Bergmann (1812–1887), deutsch-französischer Philologe
Josef Bergmann (1888–1952), deutscher Kirchenmaler
und weitere

Beispiele:

[1] Frau Bergmann ist ein Genie im Verkauf.
[1] Herr Bergmann wollte uns kein Interview geben.
[1] Die Bergmanns fahren heute ins Münsterland.
[1] Der Bergmann trägt nie die Schals, die die Bergmann ihm strickt.
[1] Das kann ich dir aber sagen: „Wenn die Frau Bergmann kommt, geht der Herr Bergmann.“
[1] Bergmann kommt und geht.
[1] Bergmanns kamen, sahen und siegten.

Wortbildungen:

Bergmannsche Regel


Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Bergmann (Familienname)
[1] Hans Bahlow: Deutsches Namenlexikon. Familien- und Vornamen nach Ursprung und Sinn erklärt. Gondrom Verlag, Bindlach 1991, 1993, 2004, ISBN 3-8112-0294-4, Seite 61
[1] Rosa Kohlheim, Volker Kohlheim: Duden Familiennamen. Herkunft und Bedeutung. Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG, Mannheim 2000, ISBN 3-411-70851-4, Seite 120
[1] Anton Feinig, Tatjana Feinig: Familiennamen in Kärnten und den benachbarten Regionen. Hermagoras, Klagenfurt-Ljubljana-Wien 2005, ISBN 3-7086-0104-1, Seite 26
[1] Max Gottschald: Deutsche Namenkunde. Mit einer Einführung in die Familiennamenkunde. 6. Auflage. De Gruyter, Berlin 2006, ISBN 3-11-018032-4, Seite 110 (Berg)
[1] Albert Heintze; Paul Cascorbi (Herausgeber): Die Deutschen Familiennamen. geschichtlich, geographisch, sprachlich. 4. Auflage. Buchhandlung des Waisenhauses, Halle a. d. S. 1914, Seite 117
[1] Kaspar Linnartz: Unsere Familiennamen. Zehntausend Berufsnamen im Abc erklärt. 1. Auflage. Band 1, Ferdinand Dümmler Verlag, Bonn und Berlin 1936, Seite 25
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonBergmann
[1] „Bergmann“ bei Geogen Onlinedienst
[1] Verein für Computergenealogie: MetasucheBergmann
[1] „Bergmann“ bei Geogen Onlinedienst (V. 4.0) - (Namen bitte eintragen)
[1] „Bergmann“ bei forebears.io
[1] „Bergmann“ bei verwandt.de (dort mit Links zu schweizerischen und polnischen Verteilungs-Karten)
[1] Namensverteilung in Österreich (Namen bitte eintragen)
[1] „Bergmann“ bei whitepages.com (englisch)

Quellen:

  1. 1,0 1,1 Max Gottschald: Deutsche Namenkunde. Mit einer Einführung in die Familiennamenkunde. 6. Auflage. De Gruyter, Berlin 2006, ISBN 3-11-018032-4
  2. 2,0 2,1 Kaspar Linnartz: Unsere Familiennamen. Zehntausend Berufsnamen im Abc erklärt. 1. Auflage. Band 1, Ferdinand Dümmler Verlag, Bonn und Berlin 1936