scheinbar

Aus Wiktionary, dem freien Wörterbuch
Wechseln zu: Navigation, Suche

[Bearbeiten] scheinbar (Deutsch)

[Bearbeiten] Adjektiv

Anmerkung zum Gebrauch:

Umgangssprachlich wird häufig nicht zwischen scheinbar und anscheinend unterschieden (siehe [2]). In der Standardsprache jedoch drückt anscheinend die Vermutung aus, dass etwas ist, wie es erscheint (Du bist anscheinend krank.), während scheinbar bedeutet, dass etwas nur den Eindruck macht, aber tatsächlich nicht so ist, wie es scheint (Das scheinbar günstige Angebot stellte sich als Kostenfalle heraus.).


Positiv Komparativ Superlativ
scheinbar
Alle weiteren Formen: scheinbar (Deklination)

Worttrennung:

schein·bar, keine Steigerung

Aussprache:

IPA: [ˈʃaɪ̯nbaːɐ̯]
Hörbeispiele: —

Bedeutungen:

[1] Adjektiv oder Adverb: (nur) auf den ersten Blick oder vordergründig wahr; etwas scheint zwar so zu sein, ist aber nicht so
[2] Adverb, umgangssprachlich: verwendet wie anscheinend (siehe oben); davon ausgehend, dass es sich so verhält
[3] Astronomie: die sichtbare Realität einer betrachteten Größe betreffend[1]

Herkunft:

von mittelhochdeutsch schīnbære, althochdeutsch scīnbāre, „leuchtend“, „sichtbar“[2]

Synonyme:

[1] vorgeblich
[2] umgangssprachlich: offenbar, anscheinend

Gegenwörter:

[1] anscheinend

Beispiele:

[1] Dies ist ein nur scheinbar günstiges Angebot.
[1] Die Unterredung zieht sich scheinbar endlos in die Länge.
[1] Das Medikament bewirkte nur eine scheinbare Verbesserung.
[2] Wir haben dieses Jahr scheinbar einen guten Sommer.

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] nur scheinbar

Wortbildungen:

unscheinbar

[Bearbeiten] Übersetzungen

? Referenzen und weiterführende Informationen:

[1, 2] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „scheinbar
[1] canoo.net „scheinbar
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikonscheinbar
[1, 2] The Free Dictionary „scheinbar

Quellen:

  1. Wikipedia-Artikel „Scheinbar (Astronomie)
  2. Wissenschaftlicher Rat und Mitarbeiter der Dudenredaktion (Hrsg.): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. 2. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Wien/Zürich 1989, ISBN 3-411-02176-4, Seite 1310