Komma

Aus Wiktionary, dem freien Wörterbuch
Wechseln zu: Navigation, Suche

Komma (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, n[Bearbeiten]

Singular Plural 1 Plural 2
Nominativ das Komma die Kommas die Kommata
Genitiv des Kommas der Kommas der Kommata
Dativ dem Komma den Kommas den Kommata
Akkusativ das Komma die Kommas die Kommata
[1] Komma

Worttrennung:

Kom·ma, Plural 1: Kom·mas, Plural 2: Kom·ma·ta

Aussprache:

IPA: [ˈkɔma], Plural 1: [ˈkɔmas], Plural 2: [ˈkɔmata]
Hörbeispiele: —, Plural 1: —, Plural 2:

Bedeutungen:

[1] Satzzeichen
[2] Trennzeichen in Dezimalzahlen
[3] „kleinere rhythmische Unterteilung der Periode“[1]

Symbole:

[1, 2] ,

Herkunft:

seit dem 15. Jahrhundert bezeugt; von lateinisch comma = Einschnitt, Zäsur, Abschnitt entlehnt; aus griechisch κόμμα (kómma) = Schlag, Gepräge, Abschnitt, aber auch speziell: „Abschnitt einer Periode“ [2][3]

Synonyme:

[1] Beistrich

Gegenwörter:

[1] Punkt, Semikolon

Oberbegriffe:

[1] Satzzeichen, Sonderzeichen, Grammatik
[2] Trennzeichen, Mathematik

Beispiele:

[1] Aufzählungen werden in einem Satz durch Kommata abgetrennt.
[1] „Im Bereich der Zeichensetzung ist die Verwendung des Kommas liberaler geregelt.“[4]
[1] „Kommata und oft auch Semikola zwischen Äquivalenten einer Bedeutungsangabe sind für Wörterbuchbenutzer insofern tückisch, weil sie nicht das signalisieren, was sprachüblich ist.“[5]
[1] „Doch damals ging es nur um Versfüße und Kommas.“[6]
[1] „Er zerpflückte jeden Satz, holte bei den Kommas Luft und verachtete die Punkte.“[7]
[2] Pi entspricht ungefähr der Zahl 3,14 (gesprochen: „drei Komma eins vier“).
[3] Komma in diesem Sinne ist ein kurzer Sprechtakt, der einem Kolon, einer Sprech- und Sinneinheit, entsprechen kann; meist besteht ein Kolon aber aus mehr als nur einem Komma.

Wortbildungen:

[1] Kommafehler, Kommasetzung
[2] Dezimalkomma, Nachkommastelle


Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1, 2] Wikipedia-Artikel „Komma
[1, 2] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Komma
[1] canoo.net „Komma
[1, 2] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonKomma
[1–3] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das große Fremdwörterbuch. Herkunft und Bedeutung der Fremdwörter. 4. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-04164-0 „Komma“.

Quellen:

  1. Gero von Wilpert: Sachwörterbuch der Literatur. 8., verbesserte und erweiterte Auflage. Kröner, Stuttgart 2001. ISBN 3-520-23108-5.
  2. Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das Herkunftswörterbuch. Etymologie der deutschen Sprache. In: Der Duden in zwölf Bänden. 4. Auflage. Band 7, Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2006, ISBN 978-3-411-04074-2, Seite 429.
  3. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742, Seite 513.
  4. Helmut Glück, Wolfgang Werner Sauer: Gegenwartsdeutsch. 2., überarbeitete und erweiterte Auflage. Metzler, Stuttgart/Weimar 1997, Seite 177. ISBN 3-476-12252-2.
  5. Ulrike Haß-Zumkehr: Deutsche Wörterbücher - Brennpunkt von Sprach- und Kulturgeschichte. de Gruyter, Berlin/New York 2001, Seite 177. ISBN 3-11-014885-4.
  6. Bruno Preisendörfer: Der waghalsige Reisende. Johann Gottfried Seume und das ungeschützte Leben. Galiani, Berlin 2012, ISBN 978-3-86971-060-0, Seite 270.
  7. Hans Fallada: Bauern, Bonzen und Bomben. Roman. Aufbau, Berlin 2011, ISBN 978-3-7466-2793-9, Seite 447. Erstveröffentlichung 1931.

Ähnliche Wörter:

Koma, komme, „Komm ma'“ (=umgangssprachlich für „Komm her!“)